Drei Menschen sterben an Pfingsten

PKW - Brand
PKW – Brand

Innerhalb von 30 Stunden ereignen sich vier schwere Unfälle

Von unserem Redaktionsmitglied Heike Vanselow

Landkreis

Für die Feuerwehr Günzburg und die Polizei war es ein dramatisches Pfingstwochenende: Innerhalb von nur 30 Stunden ereigneten sich gleich vier schwere Unfälle im Landkreis. Drei Männer ließen dabei ihr Leben. Am Samstagmorgen war ein 40-jähriger Motorradfahrer bei Oberhagenried gegen einen Traktor geprallt. Am Pfingstsonntag raste ein 22-jähriger Autofahrer auf der B16 hinter Günzburg frontal in einen entgegenkommenden Wagen. Für beide Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Begonnen hatte die Unfallserie in der Freitagnacht, als ein Lastwagen mit Gefahrengut auf der A 8 bei Leinheim verunglückte und die Autobahn mehrere Stunden gesperrt werden musste.

Ein Bild des Schreckens bot sich den Rettungskräften, als sie am Sonntagmorgen kurz nach 6 Uhr an der Unglücksstelle auf der B 16 zwischen Günzburg und Gundelfingen eintrafen. „Ein Auto brannte lichterloh, als wir ankamen. Es war ein dramatischer Einsatz“, berichtete Kreisbrandmeister Helmut Wertich. Ein 22-Jähriger war mit seinem Auto frontal in einen entgegenkommenden Wagen gerast. Wie die Ermittlungen ergaben, befand sich der junge Mann auf dem Weg zur Arbeit. Er befuhr die B 16 von Gundelfingen in Richtung Günzburg und war laut Zeugen mit wesentlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Auf Höhe des Parkplatzes Birkenried hatte der junge Mann bereits eine ganze Autokolonne überholt. Kurz nach der Landkreisgrenze kam er dann aus bislang ungeklärter Ursache auf der in diesem Bereich gerade verlaufenden B 16 über die Fahrbahnmitte. Er prallte frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen, in dem ein 19-jähriger Mann saß, der sich laut Polizei auf dem Nachhauseweg befand.

Der 22-Jährige wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg geborgen werden. Der 19-Jährige konnte durch Ersthelfer aus seinem Fahrzeug, das bereits zu brennen begonnen hat, geborgen werden. Die beiden Männer, die aus dem Landkreis Dillingen stammen, erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Ein Notfallseelsorger kümmerte sich um die unter Schock stehenden Passanten. Die B 16 war zwischen Günzburg und Gundelfingen bis 9.30 Uhr komplett gesperrt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 20000 Euro.

Nicht weniger dramatisch war der Einsatz der Günzburger Feuerwehr in der Freitagnacht. Sieben Fahrzeuge und 28 Mann versuchten einen rumänischen Lastwagen mit Gefahrgut zu bergen, der auf der A 8 bei Leinheim umgekippt war. Wie die Polizei mitteilte, war der 25-jährige Fahrer in Richtung München unterwegs, als er im Baustellenbereich bei Günzburg mit seinem Fahrzeug gegen die Betonschutzwand prallte, umkippte und mitten auf der Fahrbahn liegen blieb. Geladen hatte der 7,5-Tonner zwei Fässer mit 400 Litern hochgiftiger Pflanzenschutzmittel.

Da Flüssigkeit aus dem Fahrzeug lief, waren die Feuerwehrleute mit schwerem Atemschutzgerät im Einsatz. Erst später stellte sich heraus, dass es sich bei der Flüssigkeit um 40 Liter Diesel handelte. Die Fässer mit Pflanzenschutzmitteln waren nicht beschädigt worden. Während der Fahrer nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus Günzburg wieder verlassen konnte, wurde sein 57-jähriger Beifahrer schwer verletzt. Er wurde mit Verdacht auf Schädel-Hirnverletzung ins Zentralklinikum nach Augsburg gebracht. Die Autobahn in Richtung München musste für 2,5 Stunden gesperrt werden. Es bildete sich teilweise ein Stau von bis zu vier Kilometern Länge. Der Gesamtschaden beträgt ca. 13000 Euro. Als Unfallursache gab der Fahrer schließlich an, vermutlich am Steuer eingeschlafen zu sein.

Ins Schleudern gekommen

In der Samstagnacht ereignete sich ein weiterer Unfall auf der A 8 bei Burgau, der jedoch relativ glimpflich endete. Ein 19-jähriger Mann fuhr in Richtung München. Als er laut Polizei einen anderen Wagen überholen wollte, streifte er diesen, kam ins Schleudern und nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Auto krachte gegen die rechte Schutzplanke, kam auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen und fing im Motorraum zum Brennen an. Ein Verkehrsteilnehmer konnte jedoch den entstehenden Brand mit einem Handfeuerlöscher weitgehend löschen. Die Feuerwehr Günzburg brachte das Feuer dann vollends unter Kontrolle. Der 19-jährige Fahrer und seine gleichaltrige Beifahrerin wurden bei dem Unfall leicht verletzt und mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus Günzburg gebracht. An den beiden Autos entstand ein Schaden von rund 7000 Euro. Außerdem wurden Schutzplanken im Wert von 1250 Euro beschädigt.

17.05.2005

Defekt im Motor: Pkw brennt auf der B16 aus

PKW - Brand B16
PKW – Brand B16

Total ausgebrannt ist gestern Mittag ein Pkw auf der B16 in Günzburg. Der Fahrer war gegen 13 Uhr auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle im Industriegebiet, als Qualm aus dem Motorraum quoll. Der Mann hielt unmittelbar nach der Donaubrücke an und verließ sein Auto unverletzt. Wenig später stand der Wagen in Flammen. Die Freiwillige Feuerwehr rückte mit vier Fahrzeugen an und löschte den Brand mit schwerem Atemschutz und SChaum. Außerdem mussten die Helfer ausgelaufenes Motorenöl binden. Als Ursache wird ein technischer Defekt vermutet. Während der Löscharbeiten musste die B16 kurzzeitig gesperrt werden, es kam zu Verkehrsbehinderungen. alk/Bild: Feuerwehr

17.05.2005

Sechs Tonnen schwere Betonplatte begräbt Arbeiter unter sich – 51-Jähriger tot

Lage der Person
Lage der Person

Tragisches Unglück mit tödlichem Ausgang gestern Mittag in Günzburg: Als ein 51-jähriger Bauarbeiter mit Hilfe eines Kompressors versuchte, in einem Privatanwesen in der Christa-Wall-Straße eine massive Gartenmauer zu entfernen, stürzte die sechs Tonnen schwere Stahlbeton-Platte um und begrub den Mann komplett unter sich. Die Polizei geht davon aus, dass er dort schon mindestens eine halbe Stunde gelegen haben muss, als ihn sein Arbeitgeber fand. Dieser verständigte sofort Polizei und Rettungsdienst. 15 Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg gelang es, den Verunglückten mit Hilfe von Spreizer und Hebekissen bereits elf Minuten nach der Alarmierung zu befreien. Notarzt und Helfer des Roten Kreuzes versuchten noch, das Leben des 51-Jährigen zu retten. Doch jegliche Hilfe war vergebens: Der Arbeiter, der aus Ichenhausen stammt, starb auf dem Weg ins Günzburger Kreiskrankenhaus. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm und das Gewerbeaufsichtsamt nahmen noch am Nachmittag die Ermittlungen auf. alk/Bild: Bernhard Weizenegger
25.05.2005

Großeinsatz: Wald steht in Flammen

Brand bei Scheppach: Sieben Feuerwehren gestern im Einsatz

Jettingen-Scheppach (hva).

Zu einem Großeinsatz bei Scheppach östlich der Kirche Allerheiligen wurden gestern Nachmittag gleich sieben Feuerwehren gerufen. Die Bäume auf einer aufgeforsteten Lichtung im so genannten Weihergehau standen lichterloh in Flammen. Wie die Polizei mitteilte, hatten dort Landwirte am Vortag Reisig verbrannt und offensichtlich nicht richtig gelöscht. Nach rund eineinhalb Stunden war der Brand unter Kontrolle.
Um 15 Uhr ging gestern Nachmittag der Notruf bei den Feuerwehren ein. Einer der Verantwortlichen, die am Vortag nahe der Lichtung – laut Polizei mit Genehmigung – Reisig verbrannt hatten, war noch einmal an den Ort zurückgekehrt und musste feststellen, dass der Wind die Glut neu entfacht hatte. Umgehend alarmierte er die Feuerwehr. Mit 18 Fahrzeugen und 110 Mann rückten die Wehren aus Jettingen, Scheppach, Burgau, Burtenbach, Günzburg, Offingen und Oberwaldbach aus. Unterstützt wurden sie zusätzlich von ortsansässigen Landwirten, die mit vier riesigen Güllefässern Wasser antransportierten. Den Floriansjüngern bot sich zum Teil eine brenzlige Situation, da der Wind die Feuerfront immer weiter vorantrieb. „Die Flammen waren bis zu fünf Meter hoch“, berichtete Kreisbrandrat Robert Spiller. Nach rund eineinhalb Stunden war der Brand, der sich auf einer Fläche von 150 auf 300 Meter ausgebreitet hatte, unter Kontrolle. Vorsichtshalber hielt die Freiwillige Feuerwehr Jettingen bis 24 Uhr Nachtwache, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Über die Schadenshöhe war bis Redaktionsschluss nichts bekannt. Gegen die Verantwortlichen, die das Reisig verbrannt hatten, ermittelt jetzt die Polizei .

06.04.2005

78-Jähriger prallt mit Auto gegen Lastwagen

Polizei: Fahrer hatte Kreislaufprobleme

Günzburg/Rettenbach (rjk).

Rund anderthalb Stunden war die Straße zwischen Offingen und Günzburg gestern vormittag gesperrt  ­ Grund dafür war ein Unfall, bei dem ein 78 Jahre alter Autofahrer mittelschwere Verletzungen davontrug. Ursache für den Zusammenstoß mit einem Lastwagen waren offenbar Kreislaufprobleme des Mannes.

Nach Angaben der Günzburger Polizei war der Mann in sehr niedrigem Tempo auf der Staatsstraße unterwegs und erlitt einen Kreislaufkollaps. Der Mann verlor die Kontrolle über sein Auto und geriet auf die Gegenfahrspur, wo er seitlich gegen einen entgegenkommenden Lastwagen stieß. Der 78-Jährige erlitt unter anderem einen Oberschenkelhalsbruch und eine Schädelprellung, so die Polizei. Die Feuerwehr Günzburg war im Einsatz, um den Eingeklemmten aus seinem Fahrzeug zu befreien. Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt. An den beiden Fahrzeugen entstand ein Schaden von rund 11 000 Euro. Lkw und Pkw mussten abgeschleppt werden.

05.03.2005

A 8 nach Unfall stundenlang gesperrt

Laster schleudert und durchbricht Betonwand

Günzburg (zg/dm).

Stundenlang gesperrt war die Autobahn in beiden Fahrtrichtungen, nachdem ein Lkw in der Nacht zum Samstag gegen 2.30 Uhr ins Schleudern gekommen war und die Betonleitwand durchbrochen hatte. Die Aufräumarbeiten dauerten bis Samstagmittag, es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

In der Nacht zum Samstag gegen 2.30 Uhr geriet der Lkw mit Anhänger zwischen den Anschlussstellen Günzburg und Burgau zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die dortige Betongleitwand. Anschließend kam das Fahrzeuggespann nach links und durchbrach die Betongleitwand im Bereich des Mittelstreifens.

Der Lastzug geriet auf die Gegenfahrbahn, kippte um und kam auf der linken Fahrzeugseite mitten auf der Fahrbahn zum Liegen. Weitere Fahrzeuge wurden in den Unfall glücklicherweise nicht verwickelt. Der Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt und kam zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Am Lastzug, der mit Stückgut beladen war, entstand wirtschaftlicher Totalschaden von etwa 100 000 Euro, an den Autobahn-Anlagen noch einmal rund 20 000 Euro. Außerdem liefen rund 200 Liter Öl und Diesel aus, das aber aufgrund des gefrorenen Bodens nicht ins Erdreich gelangte und von der Feuerwehr Günzburg beseitigt wurde. Der Lkw hatte auch 20 Kanister giftiges Reinigungsmittel geladen. Zur Bergung und Fahrbahnreinigung musste die Fahrbahn in Richtung Stuttgart komplett gesperrt werden. In Fahrtrichtung München stand zeitweise nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Vermutlich eingeschlafen war der Fahrer dieses Lkw, der in der Nacht zum Samstag die Betonleitplanke der Autobahn durchbrach und umkippte. Die Bergung dauerte bis in die Mittagsstunden, die Verkehrsbehinderungen waren erheblich.

Bilder: Dieter März

07.03.2005

Lkw-Bergung blockiert A8 bei Limbach

Fahrbahn Richtung Ulm gestern Abend gesperrt

Günzburg (gau).

Zur Bergung eines Lkw wurde die A8 zwischen Burgau und Günzburg in Fahrtrichtung Stuttgart gestern Nacht für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Die Autobahnpolizei leitete den Verkehr über die U64 aus.
Bereits am Donnerstagmorgen war ein Lkw-Fahrer auf der Höhe von Limbach mit seinem 38-Tonner vermutlich wegen eines – so die Autobahnpolizei – „lapidaren Fahrfehlers“ nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Nach 80 Metern kam der Laster in einer Wiese zum Stehen, in die er sich aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse bis zum Rahmen eingrub.

Fahrer blieb unverletzt

Der 45-jährige Fahrer aus Offenbach (Hessen) wurde dabei nicht verletzt. Versuche von Feuerwehr und Abschleppdienst, den Lkw, der 20 Tonnen Kunststoffgranulat transportierte, zu entladen und anschließend herauszuziehen, blieben erfolglos, da auch die Zugmaschinen zu „versumpfen“ drohten. Die dadurch verursachten Stauungen im Berufsverkehr sorgten dafür, dass einige Autofahrer zu spät zur Arbeit kamen.

Nachdem die ersten Bergungsversuche erfolglos blieben, sperrte die Autobahnpolizei die A8 in Richtung Stuttgart am Abend ab 20 Uhr komplett, um auf der Fahrbahn einen Autokran aufstellen zu können und den verunglückten Lkw zu bergen.

Schon am Mittwochabend war es auf der A8 bei Adelsried in beiden Richtungen zu kilometerlangen Staus gekommen, nachdem ein Lkw ins Schlingern geraten war und die Mitttelleitplanke durchbrochen hatte. Daraufhin war die Autobahn in Richtung München drei Stunden lang komplett dicht. Richtung Stuttgart war nur noch eine Fahrbahn offen. Auch viele Autofahrer aus dem Günzburger Raum waren von dem Stau betroffen.

01.04.2005

Öl-Alarm auf der Donau löst Großeinsatz aus

Im Industriegebiet war der Hydraulikschlauch eines Lkw geplatzt  ­ Feuerwehr rückt mit 70 Mann und drei Booten an

Günzburg (alk/heo).

Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr am Freitagmittag in Günzburg. Nachdem gegen 12.17 Uhr eine Ölspur auf der Donau nahe der Flussmeisterstelle entdeckt worden war, wurde Großalarm ausgelöst. Drei Stunden waren 67 Helfer anschließend damit beschäftigt, Ölsperren zu errichten und den Schadstoff abzubinden. Der Schaden für die Umwelt sei sehr gering, teilte die Polizeidirektion Krumbach am Nachmittag mit.

Ein Klärwärter der Flussmeisterstelle hatte am Mittag den schillernden Flüssigkeitsfilm auf der Donau entdeckt. Er verständigte die Polizei. Nacheinander wurden die Freiwilligen Feuerwehren Günzburg, Burgau, Leipheim und Burtenbach alarmiert. 67 Floriansjünger rückten mit 16 Fahrzeugen an, berichtete der Günzburger Kommandant Christian Eisele. Die Helfer errichteten zwei Ölsperren und setzen drei Boote ein. Im Einsatz waren auch die Polizei Günzburg mit mehreren Streifen, das Wasserwirtschaftsamt Krumbach und das Landratsamt. Da die Kräfte davon ausgingen, dass bereits eine gewisse Schadstoffmenge donauabwärts getrieben war, wurde vorsorglich das Landratsamt Dillingen verständigt. Wie Kreisbrandrat Robert Spiller mitteilte, gelangte das Öl aus einem Überlaufrohr, etwa 50 Meter oberhalb der Donaubrücke, in den Fluss. Das Rohr kommt aus dem Günzburger Industriegebiet. Dort war nach Auskunft von Siegfried Peter, Einsatzleiter bei der Direktion Krumbach, am Morgen der Hydraulikschlauch eines geparkten Lkw geplatzt. Der Nieselregen spülte das Öl über die Kanalisation in die Donau. Da der Verursacher  ­ ein Zulieferer  ­ den Schaden nicht meldete, droht ihm nun eine Anzeige wegen fahrlässiger Gewässerverunreinigung, hieß es.

Mit einem Großaufgebot rückte gestern Mittag die Feuerwehr an, um auf der Donau bei Günzburg einen Ölfilm zu binden. Der Einsatz dauerte drei Stunden. Ursache war nach Polizeiangaben ein geplatzter Hydraulikschlauch eines Lkw im Industriegebiet am Morgen. Bild: Dieter März

12.02.2005

Unfall auf A8-Brücke sorgt für Verkehrschaos

Günzburg (alk).

Die Serie schwerer Verkehrsunfälle im Landkreis bricht nicht ab. Gestern Abend gegen 17.40 Uhr geriet eine 47-Jährige mit ihrem Auto auf der Brücke über die A8 bei Günzburg unter ein landwirtschaftliches Gespann. Die Fahrerin wurde eingeklemmt und schwer verletzt. Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg musste die Frau aus ihrem Wrack befreien. Ein Intensivhubschrauber aus München flog die 47-Jährige, die nach Angaben der Günzburger Polizei aus dem Landkreis stammt, ins Augsburger Zentralklinikum. Während der Bergungsarbeiten und der Landung des Rettungshubschraubers musste die B16 an dieser Stelle teilweise komplett gesperrt werden. Für Verkehrsteilnehmer im Berufsverkehr ging es weder vor- noch rückwärts. Warum die Frau, die in Richtung Ichenhausen unterwegs war, auf der A8-Brücke unweit der zweiten Ampelanlage auf das stehende landwirtschaftliche Gefährt mit Anhänger gekracht war, war gestern Abend gegen 20 Uhr noch unklar.

05.01.2005

Wasserdampf tritt aus: Einsatz in Wäscherei

Günzburg (alk). Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg war von Mittwoch auf Donnerstag wieder die halbe Nacht lang unterwegs. Der erste Einsatz führte sie ins Versorgungszentrum der Günzburger Kliniken. Dort hatte gegen 20.18 Uhr eine Brandmeldeanlage Alarm geschlagen. Wie Kommandant Christian Eisele mitteilte, kam es in der Wäscherei zu einem technischen Defekt an einer Maschine, worauf Wasserdampf austrat. Neben der Günzburger Wehr rückte auch die Werksfeuerwehr des Bezirkskrankenhauses an. Der Schaden ist noch unbekannt. Der zweite Alarm lief um 0.44 Uhr auf. Im Bereich der Königsberger Straße, Kötzer Weg und Wasserburger Weg war die Fahrbahn auf mehreren hundert Quadratmetern durch eine größere Menge Motorenöl verschmutzt. Die Feuerwehr musste die Straßen reinigen. Der Einsatz dauerte rund eineinviertel Stunden, so Kommandant Eisele. Die Günzburger Wehr hat 2004 übrigens ihren Einsatzrekord von 1999 eingestellt: Die Floriansjünger rückten 345 mal aus.

14.01.2005

Computer defekt: Zimmer gerät in Brand

Vermutlich durch einen technischen Defekt in einem Computergerät ist gestern in Günzburg ein Zimmerbrand in einer Dachwohnung entstanden. Die Feuerwehr wurde um 15.05 Uhr in die Nusser-von-Nußeck-Straße im Birket gerufen. 35 Mann in acht Fahrzeugen rückten an und verhinderten Schlimmeres. Ein Mann wurde vom Rettungsdienst wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung behandelt. Durch das Feuer entstand Sachschaden von rund 10 000 Euro, berichtete Kommandant Christian Eisele. Die Feuerwehr setzte schweren Atemschutz, die Wärmebildkamera und ein Überdruck-Lüftungsgerät ein. alk/Bild: März

14.01.2005

Sattelzug hatte Gefahrgut geladen, das bei Regen giftige Dämpfe freisetzte

Der 40-Tonner, der auf der A 8 bei Burgau umgekippt war (GZ berichtete) hatte rund 24 Tonnen aluminiumhaltige Salzschlacken geladen. Die Ladung erwies sich im Verlauf der Bergung als gefährlicher als zunächst anhand der Ladepapiere angenommen werden konnte. Aufgrund einsetzenden Regens reagierten die Inhaltsstoffe der Schlackenbrocken und setzten laut Polizei Methangas und Ammoniakdämpfe frei. Da Vergiftungen der eingesetzten Kräfte nicht auszuschließen waren, wurden vier Mitarbeiter der Abschlepp- bzw. Entsorgungsfirmen im Kreiskrankenhaus Günzburg untersucht, es kam glücklicherweise zu keinen Verletzungen. Die Feuerwehren Burgau und Günzburg wurden zur Gefahrenabwehr eingesetzt. Hinsichtlich der weiteren Behandlung des gesicherten Ladungsgutes wurde das Landratsamt Günzburg eingeschaltet. Insgesamt entstand ein Schaden von rund 40 000 Euro. Der Fahrer wurde erst nach Hinterlegung einer Sicherheitsleistung entlassen. Gegen die Transportfirma in Frankreich wurden Ermittlungen wegen unzureichender Deklaration des Transportgutes eingeleitet. Erst in der Nacht zum Freitag gegen 2.15 Uhr war die Unfallstelle komplett geräumt. Bild: zw

15.01.2005

Kachelofen im Keller löst Brand aus

Reisensburg (hva). 10 000 Euro Schaden entstanden am gestrigen Sonntagmittag bei einem Hausbrand in Reisensburg. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Besitzer gegen 13.30 Uhr seinen Kachelofen im Keller angeschürt und dabei das Zugtürchen offen stehen lassen. Es kam zur Verpuffung und neben dem Kachelofen gelagertes Brennmaterial entzündete sich. In der Folge entwickelte sich starker Rauch, den die Feuerwehr Reisensburg jedoch unter Kontrolle brachte. Verletzt wurde niemand.

31.01.2005