Alarmstufe „Rot“ bei Brandschutzübung

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Ein „heißer Einsatz“ für Retter und Gerettete
Einsatzkräfte proben den Ernstfall in Grundschule Scheppach

Von unserer Mitarbeiterin Freya Troßmann
Jettingen-Scheppach
„Wasser marsch“ hieß es am Samstag bei der Großübung der Feuerwehr und des Bayerischen Roten Kreuzes an der Scheppacher Grundschule. 370 Schüler und 20 Lehrkräfte galt es, aus dem verwinkelten Schulgebäude möglichst rasch in Sicherheit zu bringen. Über 200 zum größten Teil ehrenamtliche Einsatzkräfte erprobten realitätsnah die
Evakuierung der Schule, die Registrierung, Betreuung und Entlassung der Schüler, die Personenrettung und Brandbekämpfung in
Koordination mit den verschiedenen Hilfsdiensten. „Menschenrettung geht vor Brandbekämpfung“ so das Hauptfazit von Kreisbrandinspektor
Hubert Krimbacher bei der abschließenden Übungsbesprechung in der von erhitzten, aber nicht minder engagierten Helfern bevölkerten Schulturnhalle. Voraus ging eine rund zweieinhalbstündige Übung, bei der sowohl ein einfühlsamer Umgang mit den zu rettenden Kindern als auch großes technisches Know-how gefragt waren. Psychologisches
Wissen war dringend erforderlich, weil den sechs- bis zehnjährigen Kindern zwar Grund und möglicher Ablauf der Übung bekannt waren, die Reaktionen der Kinder jedoch sehr unterschiedlich ausfielen. Die Lage
der Schule auf dem Kreuzberg und die verwinkelte räumliche Situation des Baukörpers erforderte ein partnerschaftliches Zusammenarbeiten
der beteiligten Löschmannschaften. „Brand im Treppenhaus der Schule mit eingeschlossenen Kindern in einem Klassenzimmer und vermissten Personen“ war der Grund für die höchste Alarmstufe III, die Schulleiterin Erika Nickmann um 8.53 Uhr auslöste. Die örtlichen Feuerwehren Scheppach, Jettingen und Ried wurden von ihren Nachbarwehren aus Burgau, Röfingen, Ichenhausen und Haldenwang tatkräftig unterstützt. Einsatzzentrale im Landratsamt Chef der Einsatzleitung Hans Tippel von der Feuerwehr Burgau koordinierte mit dem örtlichen Kommandanten Werner Leonhard das Geschehen. 50 ehrenamtliche Helfer mit acht Fahrzeugen stellte das Bayerische Rote
Kreuz unter Einsatzleiter Stefan Schmid. Die Schnelleinsatzgruppe Sanität und Betreuung sorgte für die Versorgung der „Verletzten“ und deren Registrierung. Erstmals unterstützt wurden sie von drei Kriseninterventionsdienstmitarbeitern (KID), drei Schulpsychologen
vom Krisen-Interventions- und Bewältigungsteam Bayerischer Schulpsychologen (KIBBS) und Notfallseelsorger Joachim
Böhm. „Sehr geordnet“ Sämtliche Fäden liefen in der Führungstruppe
Katastrophenschutz im Günzburger Landratsamt zusammen. Schulrat Josef Seibold überzeugte sich vor Ort von der Notwendigkeit einer solchen Aktion, die in „diesem Schonraum sehr geordnet ablief“. Auch für den Fachberater für Sicherheitserziehung an den Volksschulen, Lehrer Robert Kaifer, war das Erleben von Theorie und Praxis ein wertvollerErfahrungsschatz. Während die meisten Kinder den kürzlich
geschaffenen zweiten Fluchtweg mit der neuen Stahlaußentreppe zum Verlassen des Gebäudes benutzen konnten, gestaltete sich die Bergung der Schüler aus einem Klassenzimmer im Ostflügel besonders kritisch. Über eine Drehleiter – sie war 15 Minuten nach Alarmauslösung in Stellung gebracht – dauerte die Bergung der Kinder vielen Beobachtern, darunter auch interessierten Eltern, zu lange. Bürgermeister Hans Reichhart, als Hauptinitiator federführend in der Vorbereitung dieser Brandschutzübung, versprach noch vor Ort, die bereits im Marktgemeinderat genehmigte zweite Außentreppe möglichst bald zu installieren. Leben in die benachbarte Kirche brachten die 370 Kinder, als sie zur Registrierung mit ihren Lehrkräften das Gotteshaus aufsuchten. Mit Geschichten, Liedern und dem Versprechen auf ein leckeres Eis bannte Reichhart die aufgeregte Schar, bis „junge Künstler“ selbst zur Unterhaltung ihrer Altersgenossen
beitrugen.
Zu viel Funkverkehr
Optimierungspunkte sieht Kreisbrandinspektor Hubert Krimbacher vor allem in der Kommunikation mittels Funk. Durch zu viel Funkverkehr war zeitweise der gesamte Betrieb zusammengebrochen und es konnte nur
noch über Handy kommuniziert werden. Doch Schwachstellen sind dazu da, behoben zu werden und mit ehrlichen Lobesworten aus berufenem Munde der Verantwortlichen hatten sich alle Helfer die Brotzeit wahrlich verdient.

Bild: Sind alle Kinder gerettet? In der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurden die Schüler registriert
und bis zu ihrer Abholung beschäftigt. Nicht auszudenken, wenn aus der Fiktion Wirklichkeit werden könnte. Doch für alle Beteiligten war die Erfahrung dieser gespielten Katastrophe wichtig, um bewusst damit umgehen zu können. Bilder: Troßmann

dl rettung
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Mit einer Drehleiter wurden die Kinder aus ihremKlassenzimmer im Ostflügel der Scheppacher Grundschule befreit. Bei der Übung sammelten die Retter wichtige Erkenntnisse.

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Unter sehr beengten Verhältnissen erprobten über 200 Einsatzkräfte einen angenommenen Brand in der Scheppacher Grundschule. Sieben Wehren, Bayerisches Rotes Kreuz und Krisendienste bemühten sich um 370 Schulkinder und 20 Lehrkräfte.

Mindel reist Baugerüst mit sich

keller
keller

Straßen und Keller überflutet
Landkreis (rjk)
Sintflutartige Regenfälle haben in der Nacht zum Mittwoch die Feuerwehren auf Trab gehalten. Betroffen war vor allem der südliche Landkreis, aber auch im nördlichen Bereich richtete das Unwetter Schaden an: In Burgau wurde ein unter einer Brücke montiertes Gerüst von der angestiegenen Mindel mitgerissen.
Das Gerüst sei wegen der Brückenbaumaßnahmen in Burgau aufgestellt gewesen, so Kreisbrandrat Robert Spiller. „Das Wasser hat es einfach mitgenommen und weitergespült.“ Die Baufirma müsse sich nun auf die Suche nach ihrem Gerät machen, das nach dem Unwetter in den Fluten verschwunden sei. Auch in Burtenbach hatte die Feuerwehr in der Nacht alle Hände voll zu tun. Heir standen Tiere eines Landwirts kurzzeitig im Wasser, als durch den Regen die Stallung des Anwesens, das in einer Senke liegt, überflutet wurde. Spiller: „Dieses Problem läste sich jedoch von selbst weider, weil das Wasser abfließen konnte.“ Sperren musste die Burtenbacher Wehr die Straße Richtung Dinkelscherben/Anried: Der Osterbach war über die Ufer getreten und hatte die Fahrbahn unter Wasser gesetzt, mehrere Keller liefen in diesem Bereich voll Wasser. Genauso hatten im Nachbarort Münsterhausen mehere Hausbesitzter und die örtliche Feuerwehr mit Wasser im Keller zu Kämpfen; in Ziemetshausen traf es in die Insustreistraße. Sperrungen gab es auch im Raum Neuburg/Kammel: Die Verbindungsstraße von Edelstetten nach Langenhaslach wurde in der Nacht ebenfalls wwegen Überflutung gesperrt, wei der Haselbach über die Ufer getreten war. Die Bundesstraße 16 in Höselhurst stand auch unter Wasser
Aus Günzburger Zeitung vom 16.06.2005

Drei Menschen sterben an Pfingsten

PKW - Brand
PKW – Brand

Innerhalb von 30 Stunden ereignen sich vier schwere Unfälle

Von unserem Redaktionsmitglied Heike Vanselow

Landkreis

Für die Feuerwehr Günzburg und die Polizei war es ein dramatisches Pfingstwochenende: Innerhalb von nur 30 Stunden ereigneten sich gleich vier schwere Unfälle im Landkreis. Drei Männer ließen dabei ihr Leben. Am Samstagmorgen war ein 40-jähriger Motorradfahrer bei Oberhagenried gegen einen Traktor geprallt. Am Pfingstsonntag raste ein 22-jähriger Autofahrer auf der B16 hinter Günzburg frontal in einen entgegenkommenden Wagen. Für beide Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Begonnen hatte die Unfallserie in der Freitagnacht, als ein Lastwagen mit Gefahrengut auf der A 8 bei Leinheim verunglückte und die Autobahn mehrere Stunden gesperrt werden musste.

Ein Bild des Schreckens bot sich den Rettungskräften, als sie am Sonntagmorgen kurz nach 6 Uhr an der Unglücksstelle auf der B 16 zwischen Günzburg und Gundelfingen eintrafen. „Ein Auto brannte lichterloh, als wir ankamen. Es war ein dramatischer Einsatz“, berichtete Kreisbrandmeister Helmut Wertich. Ein 22-Jähriger war mit seinem Auto frontal in einen entgegenkommenden Wagen gerast. Wie die Ermittlungen ergaben, befand sich der junge Mann auf dem Weg zur Arbeit. Er befuhr die B 16 von Gundelfingen in Richtung Günzburg und war laut Zeugen mit wesentlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Auf Höhe des Parkplatzes Birkenried hatte der junge Mann bereits eine ganze Autokolonne überholt. Kurz nach der Landkreisgrenze kam er dann aus bislang ungeklärter Ursache auf der in diesem Bereich gerade verlaufenden B 16 über die Fahrbahnmitte. Er prallte frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen, in dem ein 19-jähriger Mann saß, der sich laut Polizei auf dem Nachhauseweg befand.

Der 22-Jährige wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg geborgen werden. Der 19-Jährige konnte durch Ersthelfer aus seinem Fahrzeug, das bereits zu brennen begonnen hat, geborgen werden. Die beiden Männer, die aus dem Landkreis Dillingen stammen, erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Ein Notfallseelsorger kümmerte sich um die unter Schock stehenden Passanten. Die B 16 war zwischen Günzburg und Gundelfingen bis 9.30 Uhr komplett gesperrt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 20000 Euro.

Nicht weniger dramatisch war der Einsatz der Günzburger Feuerwehr in der Freitagnacht. Sieben Fahrzeuge und 28 Mann versuchten einen rumänischen Lastwagen mit Gefahrgut zu bergen, der auf der A 8 bei Leinheim umgekippt war. Wie die Polizei mitteilte, war der 25-jährige Fahrer in Richtung München unterwegs, als er im Baustellenbereich bei Günzburg mit seinem Fahrzeug gegen die Betonschutzwand prallte, umkippte und mitten auf der Fahrbahn liegen blieb. Geladen hatte der 7,5-Tonner zwei Fässer mit 400 Litern hochgiftiger Pflanzenschutzmittel.

Da Flüssigkeit aus dem Fahrzeug lief, waren die Feuerwehrleute mit schwerem Atemschutzgerät im Einsatz. Erst später stellte sich heraus, dass es sich bei der Flüssigkeit um 40 Liter Diesel handelte. Die Fässer mit Pflanzenschutzmitteln waren nicht beschädigt worden. Während der Fahrer nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus Günzburg wieder verlassen konnte, wurde sein 57-jähriger Beifahrer schwer verletzt. Er wurde mit Verdacht auf Schädel-Hirnverletzung ins Zentralklinikum nach Augsburg gebracht. Die Autobahn in Richtung München musste für 2,5 Stunden gesperrt werden. Es bildete sich teilweise ein Stau von bis zu vier Kilometern Länge. Der Gesamtschaden beträgt ca. 13000 Euro. Als Unfallursache gab der Fahrer schließlich an, vermutlich am Steuer eingeschlafen zu sein.

Ins Schleudern gekommen

In der Samstagnacht ereignete sich ein weiterer Unfall auf der A 8 bei Burgau, der jedoch relativ glimpflich endete. Ein 19-jähriger Mann fuhr in Richtung München. Als er laut Polizei einen anderen Wagen überholen wollte, streifte er diesen, kam ins Schleudern und nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Auto krachte gegen die rechte Schutzplanke, kam auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen und fing im Motorraum zum Brennen an. Ein Verkehrsteilnehmer konnte jedoch den entstehenden Brand mit einem Handfeuerlöscher weitgehend löschen. Die Feuerwehr Günzburg brachte das Feuer dann vollends unter Kontrolle. Der 19-jährige Fahrer und seine gleichaltrige Beifahrerin wurden bei dem Unfall leicht verletzt und mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus Günzburg gebracht. An den beiden Autos entstand ein Schaden von rund 7000 Euro. Außerdem wurden Schutzplanken im Wert von 1250 Euro beschädigt.

17.05.2005

Defekt im Motor: Pkw brennt auf der B16 aus

PKW - Brand B16
PKW – Brand B16

Total ausgebrannt ist gestern Mittag ein Pkw auf der B16 in Günzburg. Der Fahrer war gegen 13 Uhr auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle im Industriegebiet, als Qualm aus dem Motorraum quoll. Der Mann hielt unmittelbar nach der Donaubrücke an und verließ sein Auto unverletzt. Wenig später stand der Wagen in Flammen. Die Freiwillige Feuerwehr rückte mit vier Fahrzeugen an und löschte den Brand mit schwerem Atemschutz und SChaum. Außerdem mussten die Helfer ausgelaufenes Motorenöl binden. Als Ursache wird ein technischer Defekt vermutet. Während der Löscharbeiten musste die B16 kurzzeitig gesperrt werden, es kam zu Verkehrsbehinderungen. alk/Bild: Feuerwehr

17.05.2005

Sechs Tonnen schwere Betonplatte begräbt Arbeiter unter sich – 51-Jähriger tot

Lage der Person
Lage der Person

Tragisches Unglück mit tödlichem Ausgang gestern Mittag in Günzburg: Als ein 51-jähriger Bauarbeiter mit Hilfe eines Kompressors versuchte, in einem Privatanwesen in der Christa-Wall-Straße eine massive Gartenmauer zu entfernen, stürzte die sechs Tonnen schwere Stahlbeton-Platte um und begrub den Mann komplett unter sich. Die Polizei geht davon aus, dass er dort schon mindestens eine halbe Stunde gelegen haben muss, als ihn sein Arbeitgeber fand. Dieser verständigte sofort Polizei und Rettungsdienst. 15 Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg gelang es, den Verunglückten mit Hilfe von Spreizer und Hebekissen bereits elf Minuten nach der Alarmierung zu befreien. Notarzt und Helfer des Roten Kreuzes versuchten noch, das Leben des 51-Jährigen zu retten. Doch jegliche Hilfe war vergebens: Der Arbeiter, der aus Ichenhausen stammt, starb auf dem Weg ins Günzburger Kreiskrankenhaus. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm und das Gewerbeaufsichtsamt nahmen noch am Nachmittag die Ermittlungen auf. alk/Bild: Bernhard Weizenegger
25.05.2005

Großeinsatz: Wald steht in Flammen

Brand bei Scheppach: Sieben Feuerwehren gestern im Einsatz

Jettingen-Scheppach (hva).

Zu einem Großeinsatz bei Scheppach östlich der Kirche Allerheiligen wurden gestern Nachmittag gleich sieben Feuerwehren gerufen. Die Bäume auf einer aufgeforsteten Lichtung im so genannten Weihergehau standen lichterloh in Flammen. Wie die Polizei mitteilte, hatten dort Landwirte am Vortag Reisig verbrannt und offensichtlich nicht richtig gelöscht. Nach rund eineinhalb Stunden war der Brand unter Kontrolle.
Um 15 Uhr ging gestern Nachmittag der Notruf bei den Feuerwehren ein. Einer der Verantwortlichen, die am Vortag nahe der Lichtung – laut Polizei mit Genehmigung – Reisig verbrannt hatten, war noch einmal an den Ort zurückgekehrt und musste feststellen, dass der Wind die Glut neu entfacht hatte. Umgehend alarmierte er die Feuerwehr. Mit 18 Fahrzeugen und 110 Mann rückten die Wehren aus Jettingen, Scheppach, Burgau, Burtenbach, Günzburg, Offingen und Oberwaldbach aus. Unterstützt wurden sie zusätzlich von ortsansässigen Landwirten, die mit vier riesigen Güllefässern Wasser antransportierten. Den Floriansjüngern bot sich zum Teil eine brenzlige Situation, da der Wind die Feuerfront immer weiter vorantrieb. „Die Flammen waren bis zu fünf Meter hoch“, berichtete Kreisbrandrat Robert Spiller. Nach rund eineinhalb Stunden war der Brand, der sich auf einer Fläche von 150 auf 300 Meter ausgebreitet hatte, unter Kontrolle. Vorsichtshalber hielt die Freiwillige Feuerwehr Jettingen bis 24 Uhr Nachtwache, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Über die Schadenshöhe war bis Redaktionsschluss nichts bekannt. Gegen die Verantwortlichen, die das Reisig verbrannt hatten, ermittelt jetzt die Polizei .

06.04.2005

78-Jähriger prallt mit Auto gegen Lastwagen

Polizei: Fahrer hatte Kreislaufprobleme

Günzburg/Rettenbach (rjk).

Rund anderthalb Stunden war die Straße zwischen Offingen und Günzburg gestern vormittag gesperrt  ­ Grund dafür war ein Unfall, bei dem ein 78 Jahre alter Autofahrer mittelschwere Verletzungen davontrug. Ursache für den Zusammenstoß mit einem Lastwagen waren offenbar Kreislaufprobleme des Mannes.

Nach Angaben der Günzburger Polizei war der Mann in sehr niedrigem Tempo auf der Staatsstraße unterwegs und erlitt einen Kreislaufkollaps. Der Mann verlor die Kontrolle über sein Auto und geriet auf die Gegenfahrspur, wo er seitlich gegen einen entgegenkommenden Lastwagen stieß. Der 78-Jährige erlitt unter anderem einen Oberschenkelhalsbruch und eine Schädelprellung, so die Polizei. Die Feuerwehr Günzburg war im Einsatz, um den Eingeklemmten aus seinem Fahrzeug zu befreien. Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt. An den beiden Fahrzeugen entstand ein Schaden von rund 11 000 Euro. Lkw und Pkw mussten abgeschleppt werden.

05.03.2005

A 8 nach Unfall stundenlang gesperrt

Laster schleudert und durchbricht Betonwand

Günzburg (zg/dm).

Stundenlang gesperrt war die Autobahn in beiden Fahrtrichtungen, nachdem ein Lkw in der Nacht zum Samstag gegen 2.30 Uhr ins Schleudern gekommen war und die Betonleitwand durchbrochen hatte. Die Aufräumarbeiten dauerten bis Samstagmittag, es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

In der Nacht zum Samstag gegen 2.30 Uhr geriet der Lkw mit Anhänger zwischen den Anschlussstellen Günzburg und Burgau zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die dortige Betongleitwand. Anschließend kam das Fahrzeuggespann nach links und durchbrach die Betongleitwand im Bereich des Mittelstreifens.

Der Lastzug geriet auf die Gegenfahrbahn, kippte um und kam auf der linken Fahrzeugseite mitten auf der Fahrbahn zum Liegen. Weitere Fahrzeuge wurden in den Unfall glücklicherweise nicht verwickelt. Der Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt und kam zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Am Lastzug, der mit Stückgut beladen war, entstand wirtschaftlicher Totalschaden von etwa 100 000 Euro, an den Autobahn-Anlagen noch einmal rund 20 000 Euro. Außerdem liefen rund 200 Liter Öl und Diesel aus, das aber aufgrund des gefrorenen Bodens nicht ins Erdreich gelangte und von der Feuerwehr Günzburg beseitigt wurde. Der Lkw hatte auch 20 Kanister giftiges Reinigungsmittel geladen. Zur Bergung und Fahrbahnreinigung musste die Fahrbahn in Richtung Stuttgart komplett gesperrt werden. In Fahrtrichtung München stand zeitweise nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Vermutlich eingeschlafen war der Fahrer dieses Lkw, der in der Nacht zum Samstag die Betonleitplanke der Autobahn durchbrach und umkippte. Die Bergung dauerte bis in die Mittagsstunden, die Verkehrsbehinderungen waren erheblich.

Bilder: Dieter März

07.03.2005