Fahrzeugbrände im Kreis: Feuerlöscher an Bord nehmen! 

Bild: A. Werdich

Derzeit häufen sich im Landkreis Günzburg die Brände bei Fahrzeugen. Die Feuerwehr hat einen wichtigen Rat, den jeder beherzigen sollte.

Was kann ich schon ausrichten mit einem kleinen Feuerlöscher? Das mag sich mancher fragen beim Rat des Kreisbrandinspektors, einen solchen Behälter an Bord des Fahrzeugs zu haben. Die Antwort: sehr viel. Zum einen können damit kleinere, entstehende Feuer bekämpft werden, zum anderen können mehrere Fahrer mit ihren Löschern zusammenarbeiten und so eine viel größere Wirkung entfalten. So kann die Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehr genutzt werden, wobei sich natürlich keiner selbst in Gefahr begeben soll. Solch ein Behälter ist schon für wenig Geld in der nächsten Werkstatt beziehungsweise im Autozubehörhandel zu bekommen und mit Sicherheit eine sinnvolle Investition.

Ohnehin wäre es wünschenswert, wenn jeder Fahrer eine gewisse Grundausrüstung zum eigenen Schutz im Wagen hätte, angefangen bei der Warnweste. Jeden Tag sind beispielsweise auf der Autobahn Menschen zu sehen, die neben ihrem Pannenfahrzeug stehen – bevorzugt nicht hinter der Leitplanke – und nur schlecht aus der Ferne zu erkennen sind. Auch Warndreiecke aufzustellen scheint heute kein Standard mehr zu sein, der Warnblinker genügt vielen schon als Absicherung. Wenn überhaupt. Doch je deutlicher der Wagen und man selbst aus der Ferne zu sehen ist, desto besser und sicherer.

Quelle: Kreis Günzburg: Fahrzeugbrände im Kreis: Feuerlöscher an Bord nehmen! – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 09.08.2018 – 11:16 Uhr

Die Feuersucher halten in der Region Günzburg Ausschau

Die Brandgefahr ist weiter groß – auch wenn noch diese Woche eine Abkühlung kommen soll. Die Luftbeobachter starten von Illertissen aus. Wir waren dabei.

Gelblicher Rauch steigt an einem Acker zwischen Krumbach und Illertissen auf. Die Wolke ist über mehrere Kilometer zu sehen. Ohne zu zögern reißt Siegfried Möst den Steuerknüppel seines einmotorigen Kleinflugzeugs zur Seite. Die Maschine, die noch in ruhiger Lage auf Erkundungstour war, neigt sich ruckartig nach rechts. Möst lässt das Flugzeug in Richtung der Rauchwolke fallen. Brennt dort ein Acker?

Als sich der Flieger nähert, wird erkennbar, dass sich die Rauchquelle auf ein nahes Dorf zubewegt. Entlang des Ackers bildet sich eine Wand. Der Pilot hält die Rauchsäule fest im Blick, lenkt seine Maschine darauf zu. Neben ihm im Cockpit sitzt Florian Drollinger. Dem Luftbeobachter ist die Rauchwolke zuerst aufgefallen. Doch als sich die Maschine nähert, winkt Drollinger ab und gibt seinem Kollegen zu verstehen: Glück gehabt. Das dort unten war kein Ackerbrand, es war ein Traktor, der den staubigen Boden aufgewirbelt hat. Möst lenkt die Maschine wieder auf Kurs. Im Augenwinkel sehen die beiden die nächste potenzielle Gefahrenstelle.

Acht Piloten fliegen für den Stützpunkt Illertissen – einer von drei in Schwaben

Möst und Drollinger sind Teil der Luftretterstaffel in Illertissen. Aus luftigen Höhen beobachten sie weite Teile Schwabens und halten Ausschau nach jeder Rauchsäule, jedem potenziellen Brand. Insgesamt acht Piloten fliegen für die Luftbeobachtung am Stützpunkt. Allesamt machen das ehrenamtlich. Geld gibt es vom Land Bayern nur für Instandhaltung der Flieger und den verbrauchten Sprit. Möst, der die Beobachtungsstelle in Illertissen leitet und 20 Jahre Erfahrung als Pilot hat, koordiniert die Flüge. In jedem Beobachtungsflugzeug sitzt neben dem Piloten auch ein ausgebildeter Luftbeobachter, wie Drollinger einer ist. Zurzeit fliegen sie jeden Tag. Zweimal. Immer zu zweit. Einer lenkt das Flugzeug, der andere hält Ausschau.

Geflogen wird auf Anordnung der Regierung von Schwaben. Dieses Jahr waren es bereits mehrere Tage, an denen die Luftretter losmussten, sagt der Stützpunktleiter. Hintergrund ist die Hitzewelle, die Felder, Wiesen und Wälder austrocknet. Eine Folge: Während zuletzt nur in vereinzelten Regionen Ausschau nach Waldbränden gehalten werden musste, steht nun der ganze Regierungsbezirk unter Beobachtung. Der deutsche Wetterdienst ordnet die Waldbrandgefahr in nahezu ganz Schwaben auf die Stufen drei und vier von insgesamt fünf ein. Und der Grasland-Feuerindex zeigt überall Stufe vier an. Ein Ende der Gefahr scheint nicht in Sicht. „Wir fliegen so lange, bis es wieder ein paar Tage lang regnet“, sagt Möst. Das könne dauern. Möst lenkt das rot-weiße Kleinflugzeug über ein Waldstück. In der engen Kabine wird jedes andere Geräusch durch das Dröhnen des Motors übertönt. Durch das Grün am Boden schlängeln sich vereinzelt kleine Wege. Über Orten wie diesem müssen die beiden Beobachter besonders aufmerksam sein. Denn wenn sie ein gerade erst beginnendes Feuer übersehen, könnte sich daraus ein gefährlicher Waldbrand entwickeln.

Vier Hektar Weizen brannten ab

Wie ernst die Lage ist, weiß Drollinger. Neben seinem Ehrenamt als Luftbeobachter arbeitet er hauptberuflich als Klimaschutzmanager im Landratsamt Neu-Ulm. Seit drei Jahren fliegt er bei den Luftrettern mit. Er sagt: „Heuer ist es trockener als in den vergangenen Jahren.“ Die seit Wochen andauernde Hitze dörre den Boden und die Pflanzen aus. Ein Funken könnte da schon enormen Schaden anrichten. Wie schnell das gehen kann, zeigt ein Beispiel aus Ichenhausen vor zwei Wochen, von dem der Pilot Möst erzählt. Auf einem Flug habe er dort eine „riesige schwarze Rauchsäule“ auf einem Weizenfeld gesehen. „Wir sind natürlich sofort hingeflogen“, erzählt er. Aus der Nähe erkannte er dann die Ursache: Auf einem Feld war ein Mähdrescher in Brand geraten. Das Feuer griff auf den Acker über. Vier Hektar Weizen brannten ab. Möst konnte nichts mehr tun. „Die Feuerwehr war schon da.“

Ihre Route führt die Beobachter über weite Teile des westlichen Schwabens. Von Illertissen geht es zuerst nach Krumbach, dann nach Memmingen, Grönenbach, weiter nach Bad Wörishofen, Thannhausen und Burgau und über Weißenhorn zurück. Ein Autofahrer würde für die Strecke mehr als vier Stunden brauchen. Möst und Drollinger brauchen eine. Der Blick in die Ferne und auf die vielen kleinen Dörfer, die sich in der hügeligen Landschaft zu verstecken scheinen, bereitet trotz des diesigen Wetters einen einmaligen Anblick. Doch Augen für das Panorama haben die beiden Beobachter nicht. Konzentriert achten sie auf alles am Boden, was auch nur im Entferntesten nach einem Brand aussieht. Und wenn sie etwas entdecken, lenkt Möst seinen Flieger vorsichtshalber immer dorthin – auch wenn es am Ende doch kein Brand ist. Aus der Flughöhe von gerade einmal 300 Metern – die reguläre Flughöhe für Kleinflugzeuge beträgt 600 Meter – erkennt man jeden Lastwagen, jedes Auto. Immer wieder blitzen die Solaranlagen auf den Dächern der Häuser auf. Die beiden Männer lenkt das jedoch nicht ab.

Geflogen wird immer nachmittags, wenn es am heißesten ist. Für den Piloten und seinen Nebenmann ist das eine zusätzliche Belastung. Unter dem Plexiglas des Cockpits bieten nur die Wolken am Himmel Schatten. Deswegen gehören zur festen Ausrüstung auch Hut und Sonnenbrille. Die Hitze hält das jedoch nicht ab. Nach einer Stunde in der Luft sind die T-Shirts der Beobachter oft völlig durchgeschwitzt.

Im Ernstfall werden sie zu Lotsen

Wenn die Luftbeobachter dann mal einen Brand entdecken, läuft ein vorbestimmtes Prozedere ab. Zuerst melden sie das Feuer der Leitstelle in Krumbach und beobachten weiter die Brandentwicklung. Wenn die Einsatzkräfte der Feuerwehr anrücken, müssen die Piloten sie oft zum Brandherd lotsen. „Wir sind aber wesentlich schneller als die am Boden“, sagt Möst. „Das heißt, wir müssen sehr viele, sehr enge Kurven fliegen, damit wir die Kollegen nicht aus den Augen verlieren.“ Ungeübten Mägen kann es da schon mal unangenehm werden. Nach knapp einer Stunde lässt Möst den Flieger wieder auf der Landebahn in Illertissen aufsetzen. Er schießt die Wiese entlang, bevor er zur Lagerhalle rollt. Außer der Staubwolke gab es heute keine Vorkommnisse. Drollinger sagt: „Das ist auch gut so.“

 

Quelle: Landkreis Günzburg: Die Feuersucher halten in der Region Günzburg Ausschau  – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 09.08.2018 – 09:52 Uhr

BGH: Haftungsmaßstab bei einem Feuerwehreinsatz bei der Brandbekämpfung geklärt

Symbolfoto

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in seinem Urteil vom 14. Juni 2018 (III ZR 54/17) den Haftungsmaßstab geklärt, der bei einem Feuerwehreinsatz bei der Brandbekämpfung gilt.

Der Sachverhalt war ein Brand aus dem Jahr 2010, bei dem ein Auslieferungslager und ein Verwaltungsgebäude brannten. Dabei ging es um den Einsatz eines speziellen Schaumes zur Brandbekämpfung.

Die Klägerin ist Eigentümerin eines Grundstücks, auf dem sich das Auslieferungslager und das Verwaltungsgebäude eines Handelsunternehmens befanden. Am Abend des 8. Februar 2010 brach dort ein Feuer aus, das auf das Lager- und das Verwaltungsgebäude übergriff. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass der Brand der Lagerhalle nicht mehr zu löschen war. Sie bemühten sich, das Ausbreiten des Feuers auf eine benachbarte Lagerhalle zu vermeiden. Zu diesem Zweck setzte die Feuerwehr zwischen der brennenden Halle der Klägerin und dem benachbarten Lagergebäude ein perfluoroctansulfathaltiges Schaummittel ein. Die Schaumbestandteile gelangten in das Erdreich und das Grundwasser. Die beklagte Stadt gab der Klägerin auf der Grundlage des Bundes-Bodenschutzgesetzes sowie des Landes-Bodenschutz- und Altlastengesetzes umfangreiche Maßnahmen zur Sanierung ihres Grundstücks auf.

Die Klägerin verlangt von der Beklagten u.a. die Erstattung der bislang angefallenen und die Freistellung von künftigen Kosten für die Sanierung ihres Grundstücks infolge des Einsatzes des fluorhaltigen Schaums sowie den Ersatz des Wertverlustes, den ihr Grundstück trotz durchgeführter Sanierung erlitten habe. Sie hat vorgetragen, der von der Feuerwehr der Beklagten verwendete Löschschaum habe unter Berücksichtigung des dadurch verursachten Schadens nicht eingesetzt werden dürfen. Ein Ausbreiten des Brandes habe auch ohne den Einsatz des Schaums verhindert werden können.

Der Prozessverlauf

Das Landgericht hat die Klage dem Grunde nach für berechtigt erklärt. Das Oberlandesgericht hat die Berufung der Beklagten zurückgewiesen.

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs

Der III. Zivilsenat hat die Revision der beklagten Stadt zurückgewiesen. Die Vorinstanz hat rechtsfehlerfrei erkannt, dass die Entscheidung des Einsatzleiters der Feuerwehr, den perfluoroctansulfathaltigen Schaum zu verwenden, um einen Übergriff des Feuers auf die benachbarte Lagerhalle zu verhindern, ermessensfehlerhaft und damit amtspflichtwidrig war und der Einsatzleiter dabei auch (einfach) fahrlässig handelte.

Ihm – und der Beklagten – kommt nicht das Haftungsprivileg im Sinne von § 680 BGB zugute. Im Rahmen des Amtshaftungsanspruchs gemäß § 839 Absatz 1 BGB begründet grundsätzlich jeglicher Grad von Fahrlässigkeit die Haftung wegen einer Amtspflichtverletzung. Dies gilt auch für die im Rahmen eines Noteinsatzes erfolgende öffentlich-rechtliche Gefahrenabwehr. Einer Absenkung des Haftungsmaßstabes bedarf es in solchen Fällen nicht. Amtsträger, zu deren Pflicht die „berufsmäßige“ Abwehr einer dringenden Gefahr gehört, sind typischerweise auf die hiermit verbundenen Noteinsätze vorbereitet. Sie sind hierfür ausgebildet und können auf entsprechende Erfahrungen aus dem Berufsalltag zurückgreifen. Das Risiko eines Fehlverhaltens solcher professionellen Nothelfer ist deutlich geringer als bei zufällig hinzutretenden Personen. Die für die Amtspflichtverletzungen ihrer Amtsträger gemäß Artikel 34 Satz 1 des Grundgesetzes haftenden öffentlich-rechtlichen Körperschaften sind zudem gegen die mit Feuerwehreinsätzen verbundenen finanziellen Risiken und Kosten besser abgesichert als der private Nothelfer. Würde dagegen für die gesamte öffentlich-rechtliche Gefahrenabwehr, soweit sie Notsituationen betrifft, ein reduzierter Haftungsmaßstab gelten, wären bedeutende Bereiche staatlicher Tätigkeit von der Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgenommen. Eine derartige Haftungsprivilegierung ist mit den Grundsätzen der Amtshaftung weder vereinbar noch ist sie erforderlich. Denn der besonderen Situation eines Noteinsatzes kann auch im Rahmen der Prüfung des Vorwurfes der einfachen Fahrlässigkeit hinreichend Rechnung getragen werden.

Vorinstanzen:

LG Baden-Baden – Urteil vom 24. Juli 2014 – 3 O 4/11

OLG Karlsruhe – Urteil vom 23. Januar 2017 – 1 U 146/14

Die maßgeblichen Vorschriften lauten

680 BGB

Geschäftsführung zur Gefahrenabwehr

Bezweckt die Geschäftsführung die Abwendung einer dem Geschäftsherrn drohenden dringenden Gefahr, so hat der Geschäftsführer nur Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit zu vertreten.

839 BGB

Haftung bei Amtspflichtverletzung

(1) Verletzt ein Beamter vorsätzlich oder fahrlässig die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so hat er dem Dritten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. …

Art. 34 GG

Verletzt jemand in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so trifft die Verantwortlichkeit grundsätzlich den Staat oder die Körperschaft, in deren Dienst er steht.

Quelle: BGH: Haftungsmaßstab bei einem Feuerwehreinsatz bei der Brandbekämpfung geklärt – Stand: 08.08.2018 – 13:44 Uhr

Leichtkraftfahrzeug überschlägt sich nach Ausweichmanöver

Bild: Mario Obeser

Am 03.08.2018, gegen 22.00 Uhr, ereignete sich auf der Ulmer Straße ein Verkehrsunfall zwischen einem 18-jährigen und einem 30-jährigen Pkw-Führer.

Der 18-jährige Fahrzeugführer wollte aus der Schreberstraße nach links in die Ulmer Straße abbiegen und übersah hierbei den, auf der Ulmer Straße fahrenden, vorfahrtsberechtigten 30-jährigen Fahrzeugführer. Bei dem Versuch, auszuweichen, übersteuerte der 30-Jährige, wodurch sich sein Fahrzeug überschlug. Er zog sich hierbei leichte Prellungen zu und wurde im Anschluss durch den Rettungsdienst in das Kreiskrankenhaus Günzburg verbracht. Der Schaden am überschlagenen Fahrzeug beläuft sich auf etwa 3.500 Euro. Am Fahrzeug des Unfallverursachers entstand kein Schaden, da es zu keinem Kontakt zwischen den Fahrzeugen kam.

An der Unfallstelle waren neben den Fahrzeugen des Rettungsdienstes auch die Freiwillige Feuerwehr Günzburg.

Quelle: Günzburg: Leichtkraftfahrzeug überschlägt sich nach Ausweichmanöver – Stand: 04.08.2018 – 22:08 Uhr

Notfallversorgung: Nur die Fusion sichert den Schutz der Bürger

Die Verantwortlichen sind zufrieden mit dem Ergebnis. Von links: Kreisbrandinspektor Erwin Schneider, Kreisbrandmeister Helmut Motzer, Kreisbrandrat Robert Spiller, Kommandant FFW Konzenberg Alexander Böck, Kommandant FFW Eichenhofen Christian Baumeister, Kommandant FFW Hafenhofen Thomas Seichter, Bürgermeister Georg Holzinger. Bild: Philipp Wehrmann

Die Feuerwehren dreier Haldenwanger Ortsteile schließen sich zusammen. Wie es nun weitergeht.

Wegen dieser Versammlung hat Bürgermeister Georg Holzinger, der eigentlich Patient war, auf eigene Gefahr das Krankenhaus verlassen. Bei den Wehren Konzenberg, Eichenhofen und Hafenhofen ist die Lage ernst. An Werktagen sind sie tagsüber nicht einsatzbereit. Deshalb hat Holzinger im Krankenhaus ein Formular unterschrieben und sich ins Auto gesetzt, um direkt nach der Versammlung wieder ins Krankenbett zurückzukehren. Vor drei Jahren hatten die drei Kommandanten ihn auf eine Fusion angesprochen. Mittlerweile drängt die Zeit noch aus einem anderen Grund: Der Konzenberger Kindergarten benötigt mehr Platz (siehe oben), weshalb das benachbarte Feuerwehrhaus voraussichtlich weichen muss.

Die Versammlung am Donnerstagabend fand im Sportheim des FC Konzenberg statt. In dessen Nachbarschaft möchte Holzinger ein gemeinsames Gerätehaus bauen. Zwölf mal 20 Meter soll es messen. Die drei bestehenden Fahrzeuge, Umkleiden für Männer und Frauen und ein Büro sollen Platz haben. Der Gemeinderat und Sportverein seien einverstanden, sagte Holzinger. Die Feuerwehr Haldenwang wird selbstständig bleiben. Zwar leide auch sie an mangelnder Einsatzfähigkeit, doch Haldenwang sei von dem neuen Feuerwehrhaus nicht binnen zehn Minuten erreichbar.

Ein Feuerwehrmann fragte Kreisbrandrat Robert Spiller, inwieweit die einzelnen Ortsteile noch geschützt seien, wenn zum Beispiel Keller vollliefen. Meist geschehe das dann in allen Ortsteilen, doch bisher habe jeder seine eigene Wehr. „Die Priorität legen dann die Führungskräfte fest“, antwortete Spiller. Zeitweise wurde es laut im Saal. Aus dem Vorstand der Hafenhofener Wehr waren skeptische Töne zu hören. Die Abstimmung verlief dennoch eindeutig. Nur sechs der etwa 50 aktiven Feuerwehrleute im Saal stimmten gegen die Fusion. „Diese Entscheidung ist gut für die Zukunft der Feuerwehr und der Jugend“, sagte der Bürgermeister.

Die drei Kommandanten begrüßten die Fusion. Kommandant Thomas Seichter aus Hafenhofen sagte auf Nachfrage, er sei optimistisch, dass er die Diskussion in seiner Wehr befrieden könne. Der Konzenberger Kommandant Alexander Böck sagte, er sei schon immer ein Befürworter gewesen. Früher sei das ein Tabuthema gewesen. Mittlerweile sei die Zeit reif.

Nun gibt die Gemeinde die Planung für das neue Gerätehaus in Auftrag. Holzinger erwartet eine Förderung von knapp 170000 Euro vom Bezirk. Unklar ist , wie die neue Wehr heißen soll. „Entweder sie trägt alle Ortsteile oder ihre Abkürzungen im Namen, oder eben gar keine“, forderte ein Feuerwehrmann. Nach dem Bau wird der Kommandant gewählt. Spiller sagte, zwei Stellvertreter seien möglich. Deshalb könnten alle drei Ortsteile im Führungsteam vertreten sein.

Quelle: Notfallversorgung: Nur die Fusion sichert den Schutz der Bürger – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 02.08.2018 – 09:42 Uhr

Nicht nur für die Feuerwehr, sondern für alle Mitbürger

Bild: Bernd Heinrich

Segnung für das neue Tragkraftspritzenfahrzeug der Löschgruppe Schönenberg.

„Ein besonderer Tag für Schönenberg, ein guter Tag für den Markt Jettingen-Scheppach und ein wichtiger Tag für die Sicherheit der Menschen in unserer Region“, bemerkte Bürgermeister Hans Reichhart. Vor wenigen Tagen wurde das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Löschgruppe Schönenberg feierlich gesegnet.

Der neue Iveco Daily mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 4,5 Tonnen und sechs Sitzplätzen hat damit das bisherige LF 8, einen Mercedes, Baujahr 1978, abgelöst, welches die Schönenberger Wehr im Jahr 2004 von der Freiwilligen Feuerwehr Scheppach erhalten hatte. Damit befindet sich im Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehren des Marktes Jettingen-Scheppach kein Fahrzeug mehr, das älter als Baujahr 2000 ist. Reichhart stellte aber auch klar: Nicht die Feuerwehr bekomme ein neues Fahrzeug, sondern alle Mitbürger, die davon profitierten. Den Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Leonhard hielt Jettingens Pfarrer Franz Wespel. Er erteilte nicht nur dem neuen Fahrzeug, sondern auch dem Aufkleber mit dem heiligen Christophorus, der auch Schutzpatron der Fahrzeuglenker ist und den er der Löschgruppe überreichte, den Segen.

Die Wehren im Markt seien bestens aufgestellt, sagte Bürgermeister Reichhart, und verfügten alle über eine zeitgerechte und moderne Ausstattung. Diese sei auch unbedingt notwendig, wenn es gelingen solle, Leben, Hab und Gut der Mitmenschen zu schützen und zu retten. Dazu trage auch das neue Tragkraftspritzenfahrzeug der Löschgruppe Schönenberg bei. Bürgermeister Reichhart übte aber auch Kritik: Viele Menschen sähen nur noch sich selbst. Auch wenn viele es nicht wahrhaben wollten oder es vergessen zu haben scheinen: Eine Gemeinschaft sei auf das Miteinander angewiesen. Dies werde dann bewusst, wenn man voll und ganz auf die Hilfe der Mitmenschen, sprich der Feuerwehr, angewiesen sei. Umso mehr sprach Reichhart allen aktiven Feuerwehrfrauen- und männern seine Anerkennung aus. Die waren an diesem Sonntag aus allen Ortsteilen nicht nur mit ihren Fahnenabordnungen, sondern auch mit zahlreichen Mitgliedern nach Schönenberg gekommen. Reichhart lobte aber auch die Zusammenarbeit der einzelnen Wehren innerhalb des Marktes untereinander. Er sah es für wichtig, dass die Löschgruppe Schönenberg auch in Zukunft ihre Eigenständigkeit behalte. Dies sei Tradition und fördere die Bereitschaft, Feuerwehrdienst zu leisten. Umso mehr würde er sich freuen, wenn sich in Schönenberg wieder ein Kommandant fände.

Im Anschluss gab es einen Festzug samt Fahnenabordnungen von der Pfarrkirche St. Leonhard zum Feuerwehrhaus in Schönenberg, dem auch das neue Fahrzeug folgte.

Quelle: Feuerwehr: Nicht nur für die Feuerwehr, sondern für alle Mitbürger – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 02.08.2018 – 09:25 Uhr

Ein Kleinod der Stadt ist wieder herausgeputzt – Nachrichten Krumbach – Augsburger Allgemeine

Das alte „Feuerwehrgerätehaus Hürben“ in Krumbach ist grundlegend saniert worden und nimmt neue Aufgaben für den Feuerwehrdienst wahr. Bei der Übergabe von der Stadt an die Feuerwehr freuen sich: (im Bild von links) Bürgermeister Hubert Fischer, Zweiter Bürgermeister Gerhard Weiß, Tobias Handel vom Stadtbauamt Krumbach und von der Feuerwehr Krumbach Kommandant Mathias Vogel, Vorstand Christian Seitz und Walter Gleich von der FF-Oldtimergruppe.

Das über 100 Jahre alte Hürbener Feuerwehrhaus wurde umfassend renoviert. Was es jetzt beherbergt.

Ursprünglich als Gerätehaus für die Feuerwehr Hürben erbaut ist das Gebäude in der Robert-Steiger-Straße 15 (nördlich an der Einfahrt zur Kapellengasse) längst zweckentfremdet als Lagerstätte verwendet worden. Der nagende „Zahn der Zeit“ hat zudem dem Gebäude in vergangenen Jahrzehnten immer mehr sichtbar zugesetzt. Bis der Stadtrat neuerdings die „grundlegende Sanierung des alten früheren Hürbener Feuerwehrgerätehauses auf die Prioritätenliste innerstädtischer Baumaßnahmen gesetzt hatte. Das Ergebnis heute: Nach monatelanger Bauhandwerkertätigkeit am und im Haus sind die Arbeiten abgeschlossen – das „Feuerwehrgerätehaus Hürben“ zeigt sich herausgeputzt und optimal bereit für eine neue Zweckbestimmung.

Ein Blick in die Baugeschichte

Die ursprüngliche Baugeschichte dabei ist – mit Blick auf die damaligen Verhältnisse, die Stadt Krumbach und das seinerzeit (noch) selbstständige Dorf Hürben betreffend, durchaus amüsant. Zur Erinnerung: Am 1. Oktober 1902 wird hierorts ein überaus bedeutsames Ereignis begangen: Die Stadt Krumbach (rund 2000 Einwohner) und die Gemeinde Hürben (rund 1300 Einwohner) werden, nach zähem Ringen und ursprünglichen Bedenken aus Hürbener Sicht, vereinigt. Gerade einmal knapp zwei Monate zuvor, im August beschließt der Gemeinderat von Hürben noch unter Bürgermeister Anton Nagenrauft, „in Hürben ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen“. Auf einem Platz „an der Anstaltsgasse gelegen“ (später war das die Fabrikstraße, die heutige Robert-Steiger-Straße). Das Gebäude wird umgehend von dem Baumeister Viktorin Amann aus Hürben erbaut und erfüllte ab dem Jahr 1903 seinen Zweck im Dienste des lokalen Brandschutzes und der Sicherheit, für die Hürbener (und Krumbacher) Bürger. Wie gesagt, seit Jahrzehnten hat die Krumbacher Feuerwehr ihr Domizil im Feuerwehrgerätehaus an der Mühlstraße – und keine Bindung mehr ins benachbarte ehedem Hürbener Gerätehaus. Und genau das wird sich ändern: Wie Bürgermeister Hubert Fischer beim Lokaltermin an der Robert-Steiger-Straße hervorhob, können Ausbildungsutensilien, diverses Mobiliar und insbesondere Gerätschaften für die Feuerwehr-Jugendausbildung von der Mühlstraße jetzt in die neu gestalteten Räume verfrachtet und dort optimal gelagert und verwendet werden. „Dadurch kann im Feuerwehrhaus selbst für den aktiven Feuerwehrdienst dringend benötigter Raum frei und nutzbar gemacht werden“, freuten sich vor Ort Feuerwehr-Vorstand Christian Seitz und der erste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Krumbach, Mathias Vogel. Auch Walter Gleich, ehemals jahrzehntelang Kommandant und Vorstand der Krumbacher Feuerwehr bedankte sich in seiner Eigenschaft als Feuerwehr-Oldtimer-Betreuer, dass der Oldtimer Mercedes Kru-205 (Baujahr 1953) jetzt auch ein eigenes Zuhause gefunden hat. Die Feuerwehr-Abteilungen „Jugend“ und „Oldtimer-Gruppe“ teilen sich damit die Freude über die Möglichkeiten der Nutzung des (wie neuen) „Feuerwehrgerätehauses Hürben“, das mit gelungener Fertigstellung (Kosten etwa 80 000 Euro) nach Einschätzung von Bürgermeister Hubert Fischer durchaus als ein „Kleinod in unserer Stadt“ bezeichnet werden dürfe. (k)

Quelle: Krumbach: Ein Kleinod der Stadt ist wieder herausgeputzt – Nachrichten Krumbach – Augsburger Allgemeine – Stand: 30.07.2018 – 10:40 Uhr

Für mehr Sicherheit in Günzburg: Spatenstich für neue Feuerwache

Der offizielle Spatenstich zum Neubau der Feuerwache ist vollzogen. Landrat Hubert Hafner, Zweiter Bürgermeister Anton Gollmitzer, stellvertretender Kommandant Achim Senser, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Staatssekretär Dr. Hans Reichhardt, Feuerwehrreferent Ferdinand Munk, Landtagsabgeordneter Alfred Sauter, Feuerwehrreferent Günter Treutlein, Kommandant Christian Eisele, Stadtbaumeister Georg Dietze und Architekt Berthold Braunger machten sich gemeinsam ans Werk (v.r.). Foto: Julia Ehrlich/ Stadt Günzburg

Spatenstich der neuen Günzburger Feuerwache eröffnet die offiziellen Bauarbeiten des Millionenprojekts

Eine lange Planungszeit von über zehn Jahren geht zu Ende: der Spatenstich der neuen Feuerwache am heutigen 25.07.2018 läutet den offiziellen Baubeginn ein. Nächste Woche beginnen die Abrissarbeiten, 2021 folgt die Fertigstellung.

„Eine Feuerwache angepasst an ihre Zeit, ihre Aufgaben und Herausforderungen, ihre zu schützende Bevölkerung, ihre Feuerwehrfrauen und -männer, bedeutet für uns alle mehr Sicherheit und dafür, meine sehr geehrten Damen und Herren, lohnt sich der Einsatz“, sagt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig in seiner Rede. Allein in der letzten Woche rückte die Feuerwehrmannschaft zu über zehn Einsätzen aus, teilweise zu sehr schweren Unfällen.

Über Jahre hinweg begleitete die Diskussion nach dem Standort die Planungsphase der neuen Feuerwache. Ein Erweiterungsbau oder ein Neubau? Ein Gebäude nur für die Feuerwehr oder eine Einsatzzentrale zusammen mit dem bayerischen Roten Kreuz? Bauen am jetzigen Standort oder auf freiem Feld? Diese Fragen beschäftigten die Feuerwehr als auch die Stadtverwaltung und den Stadtrat über Jahre. Seit 2016 wird nach dem von der Feuerwehr erarbeiteten und vom Stadtrat beschlossenen Raumprogramm für den jetzigen Standort geplant. Grund dafür ist, dass nur mit der innenstadtnahen Zentrale die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von 10 Minuten eingehalten werden kann. „Auch hier hat die Frage nach der Sicherheit und nicht der einfachere Weg gewonnen“, erklärt Oberbürgermeister Jauernig.

Etwa 9 Millionen Euro Baukosten
Mit Kosten von rund neun Millionen Euro schlägt der Neubau zu Buche. Gebaut werden 3.000 m2 Nutzfläche, 18 Fahrzeughallenplätze, eine Waschhalle, Stabs-, Technik-, Funktions- und Schulungsräume, eine Schlauchwaschanlage und einen Schlauchtrockenturm, eine Atemschutzwerkstatt und Räume für den Verein. Damit sei die Freiwillige Feuerwehr und die Stadt Günzburg gut und sicher aufgestellt für die Zukunft und die Herausforderungen, die eine wachsende Bevölkerung, die Autobahn, das Legoland ein neues Industriegebiet mit sich brächten, so Oberbürgermeister Jauernig.

„Unsere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gehen für uns, für unsere Bürger und Bürgerinnen im wahrsten Sinne des Wortes durch das Feuer. Deshalb sei an dieser Stelle auch nochmals ein ausdrücklicher Dank an die Mannschaft gerichtet. Wir alle haben großen Respekt vor Ihrer und eurer Arbeit“, nutzte Oberbürgermeister Jauernig die Chance, sich bei den vielen anwesenden Feuerwehrfrauen und -männer für ihren Einsatz zu bedanken.

Quelle: Für mehr Sicherheit in Günzburg: Spatenstich für neue Feuerwache – Stand: 25.07.2018 – 18:54 Uhr

Neubau der Feuerwache der Günzburger Feuerwehr beginnt mit Umzug und Abbruch

Foto: Julia Ehrlich/Stadt Günzburg

In wenigen Wochen geht es los. Anfang August beginnen die Abbrucharbeiten zum ersten Bauabschnitt des Neubaus der Feuerwache Günzburg.

Der Neubau der Feuerwache in Günzburg beginnt mit einem Umzug. Das bisherige Haupthaus, ein Teil der Garagen und Lager müssen bis August ausgeräumt werden. Dann beginnen die Abbrucharbeiten für den ersten Bauabschnitt.

Die Umkleiden sowie die Büro- und Aufenthaltsräume werden in elf Containern auf dem Feuerwehrgelände untergebracht. Diese beherbergen die Mannschaft um Kommandant Christian Eisele bis zum Ende des ersten Bauabschnitts im März 2020.

Mit Beginn der Sommerferien im August starten die Abbrucharbeiten zum ersten Bauabschnitt. Die neue Feuerwache soll Anfang 2021 mit einem Budget von etwa 8,5 Millionen Euro fertiggestellt werden

Quelle: Neubau der Feuerwache der Günzburger Feuerwehr beginnt mit Umzug und Abbruch – Stand: 29.06.2018 – 10: Uhr

„Ungeahnte Gewalt“ – So reagiert die Feuerwehr München auf den brutalen Vorfall in Ottobrunn

Bild: Thomas Gaulke

Am Freitagabend kam es zu einer Eskalation der Gewalt gegenüber Rettungskräften: Eine Notärztin wurde von einem 21-Jährigen mit einer Flasche schwer verletzt. Nun wendet sich die Feuerwehr München mit einem Statement an die Öffentlichkeit.

München – Drei Tage ist der Übergriff auf Einsatzkräfte vor einem Altenheim in Ottobrunn schon her. Eine Notärztin wurde bei dem Angriff auf sie mit einer Whisky-Flasche schwer verletzt. Die Wogen um die Tat, die zwei männlichen Asylbewerbern (17 und 21) zur Last gelegt wird, schlagen noch immer hoch. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verurteilt den Angriff scharf.

Nun hat sich auch die Feuerwehr München mit einem offenen Brief zu Wort gemeldet. Lesen Sie hier das Statement des Dienststellenleiters Wolfgang Schäuble im Wortlaut (Fettungen redaktionell):

„Die Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr werden immer gerufen, wenn Menschen in Notlagen sind und sich außer Stande sehen, sich selbst zu helfen. Bei solchen Ausnahmesituationen für die Betroffenen kommt es manchmal dazu, dass Emotionen entgleisen und Situationen eskalieren. Unsere Einsatzkräfte haben gelernt, mit solchen Szenarien umzugehen.

Am Freitag in Ottobrunn ereignete sich jedoch ein Vorfall, der mit diesen gewohnten Rahmenbedingungen nichts zu tun hatte. Unsere Einsatzkräfte gerieten in eine Situation, die mit dem eigentlichen Einsatzgeschehen nicht im Zusammenhang stand. Unsere Kollegen traf das Ereignis deshalb aus heiterem Himmel. Sie wurden Opfer willkürlicher Gewalt und dabei schwer verletzt. In dieser Situation sind dann auch wir auf Hilfe anderer angewiesen. Diese Hilfe kommt durch Kollegen, welche selbst in diesen Fällen unter extremer psychischer Belastung stehen, weil sie die eigenen Kollegen versorgen müssen. Der Vorfall am Freitagabend war ein Ereignis ungeahnter und unvorhersehbarer Gewalt gegen Menschen, deren Aufgabe es ist, Mitmenschen zu helfen. Als Dienststellenleiter möchte ich daher mit aller Deutlichkeit den Vorfall vom Freitag verurteilen. So etwas kann nicht entschuldigt werden und darf nicht wieder passieren!

Ich persönlich möchte, wie auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hiermit unserer verletzten Notärztin und unserem Feuerwehrkollegen eine rasche Genesung wünschen und hoffe, dass sie das Erlebte gut verarbeiten. Alles was uns möglich ist, werden wir dazu beitragen.“