Kreis Günzburg: Katastrophenschutzübung bei Chemischer Fabrik

Bild: BSAktuell

Zahlreiche Einsatzkräfte führten am vergangenen Samstag, dem 12.10.2019, eine Katastrophenschutzübung bei der Chemische Fabrik Karl Bucher GmbH in Waldstetten, im Kreis Günzburg, durch.Auf Anordnung der Regierung von Schwaben muss alle 6 Jahre eine Vollübung im Rahmen des Katastrophenschutzes durchgeführt werden. Diese wurde in einem sogenannten Störfallbetrieb durchgeführt, zu denen auch Chemiebetriebe zählen, welche eine Höchstgrenze an Material und Lagerkapazitäten erreichen und so eine erhöhte Gefahr für die Bevölkerung bei Unfällen darstellen.

Quelle und weitere Infos: BSAktuell – Kreis Günzburg: Katastrophenschutzübung bei Chemischer Fabrik – Stand: 14.10.2019 – 06:53 Uhr

Feuerwehren des Landkreises beteiligen sich beim Schwäbischen Feuerwehrtag

Am 22.09.19 findet der schwäbische Feuerwehrtag statt. Hier beteiligen sich auch zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Günzburg. Hier haben interessierte Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer die Möglichkeit hinter die Tore einer Feuerwehr zu sehen. Sicher besteht auch vor Ort gleich die Möglichkeit Mitglied zu werden.


Eine Liste welche Feuerwehr zu besichtigen ist, finden Sie hier:

FF Balzhausen: 13.00 bis 18.00 Uhr
FF Bayersried-Ursberg-Premach: ab 14.00 Uhr
FF Behlingen-Ried: 10.30 bis 16.00 Uhr
FF Burgau: 22.09. ab 14.00 Uhr
FF Burtenbach: 9.30 bis 15.00 Uhr
FF Deisenhausen: 11.00 bis 15.00 Uhr
FF Deubach: 10.00 bis 14.00 Uhr
FF Edenhausen: 14.00 bis 17.00 Uhr
FF Ettlishofen
FF Großkötz: 13.00 bis 16.00 Uhr
FF Gundremmingen: 13.00 bis 17.00 Uhr
FF Haldenwang
FF Haupeltshofen 10.00 bis 16.00 Uhr
FF Jettingen
FF Kemnat: 21.09.19 ab 19.30 22.09. ab 13.00 Uhr
FF Mindelaltheim
FF Mindelzell: 10.00 bis 16.00 Uhr
FF Neuburg: 10.00 bis 17.00 Uhr
FF Nornheim: 14.00 bis 17.00 Uhr
FF Oberknöringen: 11.00 bis 16.00 Uhr
FF Offingen: 13.00 bis 17.00 Uhr
FF Riedhausen
FF Riedheim-Weißingen: 10.00 bis 17.00 Uhr
FF Röfingen: 10.00 bis 16.00 Uhr
FF Scheppach: 13.00 bis 16.00 Uhr
FF Thannhausen: 11.00 bis 17.00 Uhr
FF Unterknöringen: 10.00 bis 16.00 Uhr
FF Waltenhausen: 13.00 bis 16.00 Uhr
FF Weiler: 14.00 bis 18.00 Uhr
FF Ziemetshausen: 13.00 bis 17.00 Uhr

Die Feuerwehr Wasserburg öffnet ihre Tore am Samstag, 21.09. von 10.00 bis 16.00 Uhr

CSA-Lehrgang: Minigolf in Chemikalienschutzanzügen

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Bild: BSAktuell

Dieses Spiel – oder besser dieser Anblick – war wirklich außergewöhnlich. Minigolf in Schutzanzügen. Neue Wege geht der ABC-Dienst beim CSA-Lehrgang (Träger von Chemikalienschutzanzügen), wie der Leiter der CBRNE Einheit des Landkreis Günzburg Ernst Uwe Walter erklärte.

Quelle und weitere Infos: BSAktuell – CSA-Lehrgang: Minigolf in Chemikalienschutzanzügen – Stand: 28.05.2019 – 07:16 Uhr

Ein neuer Kreisbrandrat wurde gewählt

Wahl des Kreisbrandrates Landkreis Günzburg am 09.04.2019
(v.l.) Landrat Hubert Hafner, neuer KBR ab November 2019 Stefan Müller und der noch amtierende KBR Robert Spiller. Foto: Mario Obeser

In Ursberg wurde gestern Abend ein neuer oberster Feuerwehrmann, der neue Kreisbrandrat im Landkreis Günzburg gewählt. Stefan Müller wird ab 15. November übernehmen.

Der Geschäftsbereichsleiter des Landratsamtes Günzburg für Öffentliche Sicherheit und Ordnung Christoph Langer erläuterte am Abend des 09.04.2019 das Wahlverfahren zur Wahl des Kreisbrandrates im Bräuhaussaal des Klosterbräuhauses in Ursberg. Diese Wahl fand im Anschluss der Dienstversammlung der Kommandanten und Stellvertreter sowie der 26. Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Günzburg statt.

112 Berechtigte konnten ihre Stimme abgeben
Der Kreisbrandrad wurde von den Kommandanten, von denen am Wahlabend 112 Stimmberechtigte Anwesend waren, für die Dauer von sechs Jahren gewählt. Das Aufgabengebiet eines Kreisbrandrates (KBR) ist umfassend. Langer nannte hier nur einige wie beispielsweise die Beratung und Unterstützung des Landratsamtes, des Landkreises und der Gemeinden in Fragen des Brandschutzes sowie des Technischen Hilfsdienstes; die Besichtigungen der Feuerwehren im Landkreis mindestens alle drei Jahre zur Inspektion und die Unterstützung der Kommandanten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Zur Wahl konnte nur antreten, wer das 18. Lebensjahr erreicht, mind. fünf Jahre aktiven Dienst in einer Feuerwehr geleistet und sich in einer Führungsposition mind. als 2. Kommandant bewährt hat und die vorgeschriebenen Lehrgänge absolvierte. Der KBR wird auf Vorschlag des Landrats gewählt. Der Fristgerechte Versand der Einladung zur Wahl wurde bestätigt.

Geheime Wahl
Die geheime Wahl selbst wurde durch einen Wahlausschuss, bestehend aus einem Wahlleiter und zwei von der Versammlung durch Zuruf bestimmten Beisitzer abgehalten. Nach der Bekanntgabe der Wahlvorschläge durch den Landrat wurde eine schriftliche Wahl mittels Stimmzettel durchgeführt. Nach dem Vorschlag der Bewerber hatten diese die Möglichkeit, sich in angemessener Zeit den Wahlberechtigten vorzustellen.

Landrat schlug zwei Bewerber vor
Landrat Hubert Hafner schlug zwei Bewerber vor. Dies waren Kreisbrandmeister Martin Mayer aus Ursberg und Stefan Müller, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Dürrlauingen. Wie Hafner versicherte, könne er sich beide Kandidaten sehr gut für das Amt vorstellen. Beide möchten ihren Beruf nicht aufgeben und somit das Amt nicht hauptamtlich ausführen.

Als erstes trat Martin Mayer ans Mikrofon
Als erstes trat Mayer ans Mikrofon und erläuterte, warum er für das Amt kandidiere. Der 48-jährige Soldat trat 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Edenhausen eingetreten und war dort u.a. Jugendwart und 12 Jahre Kommandant. 2001 wurde er dann zum Kreisbrandmeister im Inspektionsbereich Krumbach ernannt. Seit 2006 hat er das Amt des Schatzmeisters im KFV Günzburg inne. Er wolle sich als KBR besonders um die Themen Ausbildung; den Erhalt aller Feuerwehren im Landkreis und sei sie noch so klein; und die Sicherstellung der Tagesalarmsicherheit. Er versuchte in seiner 13-minütigen Rede sich Vorzustellen und seine Pläne zu erläutern für das Amt als KBR.

Stefan Müller versuchte in 17 Minuten zu überzeugen
Der 51-jährige Bewerber Müller sieht den Feuerwehrdienst als eine Lebenseinstellung. Seine Leidenschaft für die Feuerwehr begann 1988 bei der Bundeswehr, wo er in Dillingen an der Donau die Ausbildung der Soldaten im Abwehrenden Brandschutz und Selbstschutz durchführte. Er arbeitet im Home-Office als Vertriebs- und Projektleiter im Bereich der Kinotechnik. Müller plant drei halbe Tage pro Woche im Landratsamt zu arbeiten. Er ist 2. Kommandant der Feuerwehr Dürrlauingen und hat noch weitere Tätigkeiten und Aufgaben inne. Ihm ist das Arbeiten mit Menschen wichtig und möchte neue zielführende Konzepte im Bereich der Ausbildung, der Inspektion, der Fahrzeugkonzepte, der Alarmierung und der Zusammenarbeit umsetzen und auf den Weg bringen. Er möchte das Ehrenamt entlasten. Hier warf er auch in den Raum bei den Inspektionen die Löschgruppe wegfallen zu lassen. Um die Tagesalarmsicherheit sicherzustellen könne er sich auch eine Alarmierung mehrerer Feuerwehren bei Einsätzen vorstellen, um Fahrzeuge zu besetzen. Er möchte die kleinen Feuerwehren mehr in Einsätze einbinden.  Die Ausbildung soll mit neuen Ansätzen angegangen werden. Diese müssen mehr vor Ort stattfinden und für alle ermöglicht werden. Auch die Kreisfeuerwehrinspektion möchte er, wie er in seiner 17-minütigen Rede erörterte, neu aufstellen.

Die eigentliche Wahl konnte beginnen
Nun wurden nach und nach durch den Wahlausschuss die jeweiligen Vertreter der Feuerwehren zur Stimmabgabe aufgerufen und konnten sich dann einen Stimmzettel abholen, auf dem zwei Kästchen mit den jeweiligen Namen der Bewerber standen, wovon ein Kreuz in den aufgestellten Wahlkabinen gemacht werden konnte. Der Wahlausschuss prüft vor Einwurf des Stimmzettels, ob der Jeweilige auch zur Stimmabgabe berechtigt ist. Wer mehr als die Hälfte der Stimmen bekommt, hat die Wahl gewonnen.

Müller bekam 77 Stimmen
Um kurz nach 22 Uhr verlas Christoph Langer dann das Ergebnis der Wahl. Von den 112 anwesenden Wahlberechtigten wurden insgesamt 109 gültige Stimmen abgegeben. Darauf entfielen auf Martin Mayer 32 Stimmen und auf Stefan Müller 77 Stimmen. Drei Stimmen waren ungültig. Damit erreichte Stefan Müller die absolute Mehrheit und wird das Amt als Kreisbrandrat vom bisherigen Kreisbrandrat Robert Spiller, der seit 18 Jahren KBR ist, am 15. November übernehmen. Die Zeit bis dahin ist notwendig, um eine geordnete Übergabe und Umstrukturierung hin zu bekommen, da Müller als Kreisbrandrat nicht hauptamtlich tätig sein wird und so einige Aufgaben an das Landratsamt zurückfallen werden.

Wir sprechen dem am 15. November 2019 neuen obersten Feuerwehrmann im Landkreis Günzburg Stefan Müller unseren Glückwunsch aus und wünschen ihm bei der Ausführung dieses Amtes stehts die richtige Mischung aus Erfolg und Glück. Er wird es nicht leicht haben all die anstehenden Aufgaben zu erfüllen, ohne sich Hauptamtlich dem Amt zu widmen. (Bericht: Mario Obeser)

 

Quelle: https://www.bsaktuell.de/92721/landkreis-guenzburg-ein-neuer-kreisbrandrat-wurde-gewaehlt/ 

Feuerwehr Günzburg: Neues Fahrzeug für Gefahrgutunfälle

Bild: Feuerwehr Günzburg

Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg hat einen neuen Gerätewagen Gefahrgut erhalten und ist damit wieder bestens für die Gefahrenabwehr bei Gefahrgutunfällen ausgestattet.Das Fahrzeug (GWG) wurde auf einem MAN Fahrgestell mit 290 PS mit automatisiertem Schaltgetriebe aufgebaut. Den Auf- und Ausbau fertigte die Firma Rosenbauer aus Österreich. Die komplette Ausrüstung, ein Großteil ist aus nichtrostendem Edelstahl, wurde neu beschafft. Im Heck sind 3 Rollcontainer der Günzburger Steigtechnik für Abdichten, Umpumpen und Dekontamination untergebracht. Die komplette Umfeld- und Geräteraumbeleuchtung wurde in LED-Technik ausgeführt. Der eingebaute Lichtmast sorgt für eine sehr gute Ausleuchtung der Einsatzstelle bei Nacht.Ersatzbeschaffung für den fast 30 Jahre alten GWGDas Fahrzeug ersetzt den Vorgänger aus dem Jahr 1989 und wurde komplett vom Landkreis und der Regierung von Schwaben finanziert.

Quelle und weitere Infos: Feuerwehr Günzburg: Neues Fahrzeug für Gefahrgutunfälle – Stand: 29.11.2018 – 22:30 Uhr

„Nein zur Gewalt gegen Feuerwehrangehörige!“

Feuerwehr fordert: „Schützen Sie uns vor Gewalt“

Die 65. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) hat am 29. September 2018 in Erfurt (Thüringen) die Resolution „Unsere Einsatzkräfte – unsere Sicherheit! Nein zur Gewalt gegen Feuerwehrangehörige“ beschlossen. „Der Respekt und die Unterstützung der Einsatzkräfte der Feuerwehren und Rettungsdienste haben in den letzten Jahren immer mehr nachgelassen. Einsatzkräfte werden häufiger bei der sachgerechten Ausübung ihrer Tätigkeit behindert und sogar verbal und körperlich angegriffen“, verdeutlichen die 170 Delegierten aus ganz Deutschland. „Wir fordern daher die Gesellschaft, insbesondere Politik, Justiz, Bevölkerung und Medien, dazu auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und uns vor Gewalt zu schützen“, so die Forderung.

Die 65. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes fordert mehr Respekt vor Einsatzkräften: „Feuerwehrmänner und -frauen sind zur Stelle, wenn Menschen in Not sind. Sie riskieren dabei sowohl in der Brandbekämpfung als auch im Rettungsdienst uneigennützig und oftmals im Ehrenamt ihr eigenes Leben. Als zentrale Säule der Gefahrenabwehr ist die Feuerwehr auf Unterstützung und Respekt bei der Ausübung ihrer Aufgaben angewiesen“, heißt es in der Resolution. Der Schutz von Feuerwehrangehörigen sei daher für ein funktionierendes Feuerwehrwesen wie auch das Gemeinwesen insgesamt unerlässlich.

Die Delegierten fordern auf, die unterschiedlichen Kampagnen und Projekte zur Sensibilisierung der Bevölkerung in einer bundesweiten, konzertierten und nachhaltigen Kampagne zusammenzuführen. „Durch eine derartige Kampagne sollte eine breite Debatte in der Öffentlichkeit ausgelöst und die Bürgerinnen und Bürger dazu motiviert werden, die sachgerechte Ausübung der Tätigkeit der Einsatzkräfte zu unterstützen“, so der Beschluss.

 

 

 

Quelle und weitere Infos: http://www.feuerwehrverband.de/keinegewalt.html

Die Ausbildungsmedien der Feuerwehrschulen gibt es jetzt in der Lernbar

feuerwehr-lernbar.bayern.de

Mit der Eröffnung der Feuerwehraktionswoche 2018 wurde gleichzeitig durch den Staatsminister des Innern Herrn Joachim Herrmann die neue Homepage für Lehr- und Lernmittel der Staatlichen Feuerwehrschulen eingeführt.

Die Homepage bietet zukünftig für alle Behörden, Kommunen und vor allem für die Feuerwehrdienstleistenden Inhalte und Wissen rund um das Thema Feuerwehr in strukturierter, visualisierter und zertifizierter Form.

Sie ist unter folgender Adresse zu erreichen:

feuerwehr-lernbar.bayern.de

Rein optisch setzt sich diese von der bisherigen Farbgebung der Webseiten der drei Staatlichen Feuerwehrschulen ab, wobei der charakteristische weiße Winkel mit dem kleinen Staatswappen weiterhin auf die Zugehörigkeit zum Freistaat Bayern hinweist und die inhaltlich relevanten Bereiche eingrenzt. Hauptaugenmerk soll der Nutzer auf die vier großen Bereiche am Kopf der Homepage richten, hinter denen sich die wichtigen Anwendungsbereiche verbergen.

Auf inhaltlich umfangreiche und bedeutsame Aktualisierungen wird zukünftig auf der Startseite der Homepage im Bereich „Aktuelles“ hingewiesen.

 

Für mehr Sicherheit in Günzburg: Spatenstich für neue Feuerwache

Der offizielle Spatenstich zum Neubau der Feuerwache ist vollzogen. Landrat Hubert Hafner, Zweiter Bürgermeister Anton Gollmitzer, stellvertretender Kommandant Achim Senser, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Staatssekretär Dr. Hans Reichhardt, Feuerwehrreferent Ferdinand Munk, Landtagsabgeordneter Alfred Sauter, Feuerwehrreferent Günter Treutlein, Kommandant Christian Eisele, Stadtbaumeister Georg Dietze und Architekt Berthold Braunger machten sich gemeinsam ans Werk (v.r.). Foto: Julia Ehrlich/ Stadt Günzburg

Spatenstich der neuen Günzburger Feuerwache eröffnet die offiziellen Bauarbeiten des Millionenprojekts

Eine lange Planungszeit von über zehn Jahren geht zu Ende: der Spatenstich der neuen Feuerwache am heutigen 25.07.2018 läutet den offiziellen Baubeginn ein. Nächste Woche beginnen die Abrissarbeiten, 2021 folgt die Fertigstellung.

„Eine Feuerwache angepasst an ihre Zeit, ihre Aufgaben und Herausforderungen, ihre zu schützende Bevölkerung, ihre Feuerwehrfrauen und -männer, bedeutet für uns alle mehr Sicherheit und dafür, meine sehr geehrten Damen und Herren, lohnt sich der Einsatz“, sagt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig in seiner Rede. Allein in der letzten Woche rückte die Feuerwehrmannschaft zu über zehn Einsätzen aus, teilweise zu sehr schweren Unfällen.

Über Jahre hinweg begleitete die Diskussion nach dem Standort die Planungsphase der neuen Feuerwache. Ein Erweiterungsbau oder ein Neubau? Ein Gebäude nur für die Feuerwehr oder eine Einsatzzentrale zusammen mit dem bayerischen Roten Kreuz? Bauen am jetzigen Standort oder auf freiem Feld? Diese Fragen beschäftigten die Feuerwehr als auch die Stadtverwaltung und den Stadtrat über Jahre. Seit 2016 wird nach dem von der Feuerwehr erarbeiteten und vom Stadtrat beschlossenen Raumprogramm für den jetzigen Standort geplant. Grund dafür ist, dass nur mit der innenstadtnahen Zentrale die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von 10 Minuten eingehalten werden kann. „Auch hier hat die Frage nach der Sicherheit und nicht der einfachere Weg gewonnen“, erklärt Oberbürgermeister Jauernig.

Etwa 9 Millionen Euro Baukosten
Mit Kosten von rund neun Millionen Euro schlägt der Neubau zu Buche. Gebaut werden 3.000 m2 Nutzfläche, 18 Fahrzeughallenplätze, eine Waschhalle, Stabs-, Technik-, Funktions- und Schulungsräume, eine Schlauchwaschanlage und einen Schlauchtrockenturm, eine Atemschutzwerkstatt und Räume für den Verein. Damit sei die Freiwillige Feuerwehr und die Stadt Günzburg gut und sicher aufgestellt für die Zukunft und die Herausforderungen, die eine wachsende Bevölkerung, die Autobahn, das Legoland ein neues Industriegebiet mit sich brächten, so Oberbürgermeister Jauernig.

„Unsere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gehen für uns, für unsere Bürger und Bürgerinnen im wahrsten Sinne des Wortes durch das Feuer. Deshalb sei an dieser Stelle auch nochmals ein ausdrücklicher Dank an die Mannschaft gerichtet. Wir alle haben großen Respekt vor Ihrer und eurer Arbeit“, nutzte Oberbürgermeister Jauernig die Chance, sich bei den vielen anwesenden Feuerwehrfrauen und -männer für ihren Einsatz zu bedanken.

Quelle: Für mehr Sicherheit in Günzburg: Spatenstich für neue Feuerwache – Stand: 25.07.2018 – 18:54 Uhr

Ein Tag in der Integrierten Leitstelle Donau-Iller

Die Disponenten – hier Daniel  Stumpp und Sabine Kappel­meier – arbeiten eng zusammen.
© Foto: Volkmar Könneke

Der Mann am Telefon klingt aufgeregt. Ein Keuchen, dann rattert er ohne Luft zu holen eine Adresse im Unterallgäu herunter. „Meine Frau hat einen Erstickungsanfall, wir brauchen einen Notarzt, schnell“, ruft er. Sabine Kappelmeier tippt die Daten in ein Formular ein, ihre Finger huschen über die Computertastatur. „Der Rettungsdienst ist unterwegs zu Ihnen“, sagt sie, ruhig und freundlich. „Ist Ihre Frau ansprechbar?“ Doch da ist nur noch ein Tuten zu hören – der Anrufer hat schon wieder aufgelegt.

Kappelmeier arbeitet in der Integrierten Leitstelle Donau-Iller (ILS) in Krumbach. Hier werden sowohl Einsätze des Rettungsdienstes als auch der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes organisiert. Wer in den Landkreisen Neu-Ulm, Günzburg, Unterallgäu oder der Stadt Memmingen die Notrufnummer 112 wählt, landet bei einem der 23 Disponenten. Sie arbeiten aber nicht nur Notfälle ab, sondern planen auch Krankentransporte und vorhersehbare Einsätze: Dieses Wochenende sind zum Beispiel viele Feuerwehren bei Funkenfeuern unterwegs.

Die Einsatzzentrale liegt im ersten Stock eines unscheinbaren Gebäudes in der Krumbacher Innenstadt. Die Möbel sind aus hellem Holz, an den Fenstern hängen Jalousien. An jedem der sechs Arbeitsplätze stehen fünf Bildschirme. Schichtleiter Daniel Stumpp deutet auf einen davon. „Hier sieht man die aktuellen Einsätze“, sagt er. Einige Zeilen sind gelb eingefärbt, diese Einsätze laufen gerade. Was blau gekennzeichnet ist, ist heute noch zu erledigen – etwa ein Krankentransport in die Weißenhorner Klinik. „Gerade ist die Lage relativ ruhig“, sagt Stumpp. „Das kann in einer halben Stunde aber schon ganz anders aussehen.“

Plötzlich klingelt das Telefon, bei jedem der Disponenten poppt eine Meldung auf dem Bildschirm auf. Kappelmeier setzt ihr Headset auf und klickt auf ein Hörer-Symbol. „Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst, Kappelmeier, Grüß Gott“, sagt sie. Es meldet sich eine Erzieherin aus einem Kindergarten im Unterallgäu. Ein Junge sei gestürzt und mit dem Kopf auf einem Fensterbrett aufgeschlagen. „Er hat eine Platzwunde, wir können die Eltern nicht erreichen.“ Kappelmeier erkundigt sich noch, wie alt der Junge ist: drei Jahre. „Wir schicken jemanden“, sagt sie dann. Drei Minuten, nachdem der Anruf eingegangen ist, sind die Sanitäter schon unterwegs zum Kindergarten.

Die Disponentin nimmt einen Schluck aus ihrer Wasserflasche. „Für mich ist das wirklich ein Traumjob“, sagt sie. „Wenn man nach Hause geht, weiß man, dass man etwas Sinnvolles getan hat.“ Eigentlich hat die 36-Jährige Erzieherin gelernt, früher in einer Kinderkrippe gearbeitet. Seit neun Jahren ist sie nun schon in der Leitstelle beschäftigt, momentan in Teilzeit. „Ich bin da so reingerutscht, mit zwölf Jahren hab ich schon bei der Feuerwehr angefangen.“

Das ist auch Voraussetzung für den Disponenten-Job. Wer sich bewirbt, sollte schon die Gruppenführer-Prüfung der Freiwilligen Feuerwehr bestanden haben, außerdem muss man Rettungsassistent oder Notfallsanitäter sein. „Die eigentliche Ausbildung zum Disponenten erfolgt dann vor Ort“, erklärt Schichtleiter Stumpp. Anfänger hören zuerst mit, wenn erfahrene Kollegen telefonieren, steigen dann langsam selbst ins Telefonieren und Disponieren ein. Parallel dazu gibt es eine zehnwöchige Schulung, die an die Ausbildung der Berufsfeuerwehr angelehnt ist. Dazu kommt ein siebenwöchiger Disponenten-Lehrgang an der Feuerwehrschule im oberbayerischen Geretsried. „Bis man fertig ausgebildet ist, dauert das etwa ein Jahr. Das hängt aber etwa auch von den Ortskenntnissen ab.“

Drei Arbeitsplätze in der Leitstelle sind immer besetzt – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. An einem sitzt der Schichtführer, er behält den Überblick über alle Einsätze. Ein Kollege organisiert den Rettungsdienst, einer die Einsätze der Feuerwehren. Je nach Zeit und Lage kommen noch weitere Mitarbeiter dazu, die sich nur ums Telefonieren kümmern und die Daten dann an die Kollegen weitergeben. Für größere Unglücke gibt es dafür sogar noch einen extra Raum. „Grundsätzlich gilt aber: Jeder kann alle Dienste machen“, sagt Schichtleiter Stumpp. „Ich telefoniere auch ganz normal mit, wie alle anderen auch.“

Kappelmeier hat heute Feuerwehrdienst. Plötzlich erklingt ein leiser Gong, auf ihrem Bildschirm taucht ein kleines Feuer-Symbol auf. Ein Autofahrer hat übers Handy einen Unfall auf der A7 zwischen dem Dreieck Hittistetten und Nersingen gemeldet. Drei Autos seien darin verwickelt – ob jemand verletzt ist, weiß niemand. Diesmal gibt es einen „kombinierten Einsatz“: Feuerwehr und Rettungsdienst rücken aus. Das Computersystem macht automatisch Vorschläge, welche Feuerwehr den Unfallort am besten erreichen kann – in diesem Fall sind die Einsatzkräfte aus Senden dran. Zwölf Minuten, nachdem der Anruf eingegangen ist, kommt eine Rückmeldung aus dem Rettungswagen: Die Einsatzkräfte haben den Unfallort erreicht, es gibt einen Leichtverletzten. Weitere vier Minuten später trifft auch die Feuerwehr ein und meldet: Es sind tatsächlich drei Fahrzeuge beteiligt, die linke Spur ist blockiert.

Die Disponentin tippt alle Informationen in den PC dokumentiert alle Rückmeldungen. So können sämtliche Einsätze genau nachvollzogen werden. 2017 verzeichnete die Leitstelle insgesamt rund 132 500 Anrufe. 83 500 Mal rückte der Rettungsdienst aus, 4300 Mal die Feuerwehr. Seit Jahren steigen diese Zahlen stetig an. „Die Menschen werden schließlich älter, dann entstehen auch mehr Krankheiten“, sagt Reiner Wolf, Leiter der Integrierten Leitstelle. Außerdem verändere sich in Bayern die Krankenhauslandschaft, manche Kliniken schließen oder werden zusammengelegt – dadurch sind mehr und weitere Fahrten nötig.

Manchmal wird die 112 auch bei Beschwerden gewählt, die einfach in einer Praxis behandelt werden können. Dann verweisen die Disponenten auf die Telefonnummer 116117, über die der ärztliche Bereitschaftsdienst koordiniert wird. „Letztes Jahr hat auch mal eine ältere Frau angerufen, weil ihre Heizung ausgefallen ist“, erzählt Kappelmeier – eigentlich nicht das Aufgabengebiet der Leitstelle. „Aber wenn man raushört, dass sich jemand wirklich nicht mehr zu helfen weiß, unterstützt man ihn trotzdem.“

Dann klingelt wieder das Telefon. „Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst, Guten Tag“, sagt Kappelmeier erneut, als sie den Anruf annimmt. Es meldet sich der Mann aus dem Unterallgäu, dessen Frau heute Vormittag keine Luft mehr bekommen hatte. Mittlerweile ist alles wieder gut – ihr war beim Essen etwas im Hals stecken geblieben, die Haushaltshilfe leistete erfolgreich Erste Hilfe. Der Mann möchte nur noch eines loswerden, er sagt: „Dankeschön!“

Quelle: https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/kreis-neu-ulm-bayern/ein-tag-in-der-integrierten-leitstelle-donau-iller-24821826.html