Unwetter in der Region: Zahlreiche Einsätze aber insgesamt glimpflich

Bild: Thomas Burghart

Das Sturmtief Fabienne sorge in der Region am 23.09.2018 für teils zahlreiche Einsätze. Verglichen mit anderen Regionen kam es zu keinen schlimmeren Vorfällen.

Ab 18.00 Uhr waren auch Feuerwehren im Kreis Günzburg im Einsatz. So musste die Feuerwehr Neuburg/Kammel wegen eines Baumes auf der Fahrbahn, oder Ästen in die Edelstetter Straße fahren. Einsätze gleicher Art hatten auch die Feuerwehr Ziemetshausen in Richtung MNaria Vesperbild um 18.30 Uhr und die Feuerwehr Ichenhausen um 19.20 Uhr in der Ettenbeurer Straße. Um 20.00 Uhr war die Feuerwehr Günzburg in der Augsburger Straße wegen Wasser in einem Gebäude im Einsatz. Gegen 20.24 Uhr musste die Feuerwehr Offingen dann zu einer überschwemmten Fahrbahn in die Bahnhofsstraße ausrücken. Ein kleiner Waldbrand war im Bereich des Erwin-Bosch-Ring in Krumbach gemeldet, worum sich die Feuerwehr Krumbach um 21.05 Uhr kümmerte. Um 21.14 Uhr rückte die Feuerwehr Scheppach in die Messerschmittstraße zu einer überschwemmten Fahrbahn aus. Gegen 21.09 Uhr wurde die Feuerwehr Kemnat auf die Strecke in Richtung Waldheim und um 21.26 Uhr die Feuerwehr Niederraunau auf die Straße Richtung Mindelzell alarmiert. Wie lagen Bäume und Geäst auf den Fahrbahnen. Zum Pfarrer-Portenlänger-Platz in Offingen mussten dann die Floriansjünger der Offinger Wehr fahren, da dort die Fahrbahn bzw. der Gehweg überschwemmt war.

Quelle und weitere Infos: Unwetter in der Region: Zahlreiche Einsätze aber insgesamt glimpflich – Stand: 25.09.2018 – 09:51 Uhr

Kiosk am Sportplatz Breitenthal brannte

Bild: Foto Weiss

Gegen 21.00 Uhr, am 10.09.2018, wurde der Brand eines Kiosks auf dem Gelände des Breitenthaler Vereinsheimes im Bereich des Sportplatzes mitgeteilt.

Die Feuerwehren aus Breitenthal, Deisenhausen und Krumbach konnten den Brand rasch ablöschen. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Nach ersten Schätzungen entstand ein Gesamtschaden von rund 5.000 Euro.

Da das dortige Vereinsheim für eine Veranstaltung der AfD am kommenden Samstag angemietet wurde, übernahm noch in der Nacht der Kriminaldauerdienst an der Brandörtlichkeit die ersten Ermittlungen, um einen Zusammenhang zu prüfen. Am heutigen Nachmittag führte die Kriminalpolizei Memmingen mit einer Gutachterin des Bayerischen Landeskriminalamtes die weiteren Untersuchungen vor Ort durch.

Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse kann eine vorsätzliche Brandlegung bzw. eine Einwirkung von außen nahezu ausgeschlossen werden. Die Ermittler halten derzeit eine technische Ursache für den Brandausbruch für wahrscheinlich. Weitere spurentechnische Untersuchungen hierzu wurden mit dem Bayerischen Landeskriminalamt veranlasst und dauern derzeit noch an.

Quelle: Breitenthal: Kiosk am Sportplatz brannte – Stand: 12.09.2018 – 08:13 Uhr

Feuerwehr muss wegen angebrannter Äpfel ausrücken

Bild: Thomas Burghart

Am 07.09.2018, gegen 20.00 Uhr, musste die Feuerwehr Krumbach in den Galgenberg in Krumbach ausrücken. Dort stellte ein Mann fest, dass Rauch aus einer Wohnung kam. Als die Polizei Krumbach ankam, musste die Eingangstüre mit Gewalt geöffnet werden. In der Wohnung befand sich der Eigentümer. Den ausgelösten Rauchmelder konnte er nicht hören. Der Grund für die Rauchentwicklung waren angebrannte Äpfel. Verletzt wurde dabei niemand. Es entstand lediglich Sachschaden an der Wohnungstüre in Höhe von etwa 150 Euro.

Quelle: Krumbach: Feuerwehr muss wegen angebrannter Äpfel ausrücken – Stand: 10.09.2018 – 10:04 Uhr

Fahrzeugbrände im Kreis: Feuerlöscher an Bord nehmen! 

Bild: A. Werdich

Derzeit häufen sich im Landkreis Günzburg die Brände bei Fahrzeugen. Die Feuerwehr hat einen wichtigen Rat, den jeder beherzigen sollte.

Was kann ich schon ausrichten mit einem kleinen Feuerlöscher? Das mag sich mancher fragen beim Rat des Kreisbrandinspektors, einen solchen Behälter an Bord des Fahrzeugs zu haben. Die Antwort: sehr viel. Zum einen können damit kleinere, entstehende Feuer bekämpft werden, zum anderen können mehrere Fahrer mit ihren Löschern zusammenarbeiten und so eine viel größere Wirkung entfalten. So kann die Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehr genutzt werden, wobei sich natürlich keiner selbst in Gefahr begeben soll. Solch ein Behälter ist schon für wenig Geld in der nächsten Werkstatt beziehungsweise im Autozubehörhandel zu bekommen und mit Sicherheit eine sinnvolle Investition.

Ohnehin wäre es wünschenswert, wenn jeder Fahrer eine gewisse Grundausrüstung zum eigenen Schutz im Wagen hätte, angefangen bei der Warnweste. Jeden Tag sind beispielsweise auf der Autobahn Menschen zu sehen, die neben ihrem Pannenfahrzeug stehen – bevorzugt nicht hinter der Leitplanke – und nur schlecht aus der Ferne zu erkennen sind. Auch Warndreiecke aufzustellen scheint heute kein Standard mehr zu sein, der Warnblinker genügt vielen schon als Absicherung. Wenn überhaupt. Doch je deutlicher der Wagen und man selbst aus der Ferne zu sehen ist, desto besser und sicherer.

Quelle: Kreis Günzburg: Fahrzeugbrände im Kreis: Feuerlöscher an Bord nehmen! – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 09.08.2018 – 11:16 Uhr

Die Feuersucher halten in der Region Günzburg Ausschau

Die Brandgefahr ist weiter groß – auch wenn noch diese Woche eine Abkühlung kommen soll. Die Luftbeobachter starten von Illertissen aus. Wir waren dabei.

Gelblicher Rauch steigt an einem Acker zwischen Krumbach und Illertissen auf. Die Wolke ist über mehrere Kilometer zu sehen. Ohne zu zögern reißt Siegfried Möst den Steuerknüppel seines einmotorigen Kleinflugzeugs zur Seite. Die Maschine, die noch in ruhiger Lage auf Erkundungstour war, neigt sich ruckartig nach rechts. Möst lässt das Flugzeug in Richtung der Rauchwolke fallen. Brennt dort ein Acker?

Als sich der Flieger nähert, wird erkennbar, dass sich die Rauchquelle auf ein nahes Dorf zubewegt. Entlang des Ackers bildet sich eine Wand. Der Pilot hält die Rauchsäule fest im Blick, lenkt seine Maschine darauf zu. Neben ihm im Cockpit sitzt Florian Drollinger. Dem Luftbeobachter ist die Rauchwolke zuerst aufgefallen. Doch als sich die Maschine nähert, winkt Drollinger ab und gibt seinem Kollegen zu verstehen: Glück gehabt. Das dort unten war kein Ackerbrand, es war ein Traktor, der den staubigen Boden aufgewirbelt hat. Möst lenkt die Maschine wieder auf Kurs. Im Augenwinkel sehen die beiden die nächste potenzielle Gefahrenstelle.

Acht Piloten fliegen für den Stützpunkt Illertissen – einer von drei in Schwaben

Möst und Drollinger sind Teil der Luftretterstaffel in Illertissen. Aus luftigen Höhen beobachten sie weite Teile Schwabens und halten Ausschau nach jeder Rauchsäule, jedem potenziellen Brand. Insgesamt acht Piloten fliegen für die Luftbeobachtung am Stützpunkt. Allesamt machen das ehrenamtlich. Geld gibt es vom Land Bayern nur für Instandhaltung der Flieger und den verbrauchten Sprit. Möst, der die Beobachtungsstelle in Illertissen leitet und 20 Jahre Erfahrung als Pilot hat, koordiniert die Flüge. In jedem Beobachtungsflugzeug sitzt neben dem Piloten auch ein ausgebildeter Luftbeobachter, wie Drollinger einer ist. Zurzeit fliegen sie jeden Tag. Zweimal. Immer zu zweit. Einer lenkt das Flugzeug, der andere hält Ausschau.

Geflogen wird auf Anordnung der Regierung von Schwaben. Dieses Jahr waren es bereits mehrere Tage, an denen die Luftretter losmussten, sagt der Stützpunktleiter. Hintergrund ist die Hitzewelle, die Felder, Wiesen und Wälder austrocknet. Eine Folge: Während zuletzt nur in vereinzelten Regionen Ausschau nach Waldbränden gehalten werden musste, steht nun der ganze Regierungsbezirk unter Beobachtung. Der deutsche Wetterdienst ordnet die Waldbrandgefahr in nahezu ganz Schwaben auf die Stufen drei und vier von insgesamt fünf ein. Und der Grasland-Feuerindex zeigt überall Stufe vier an. Ein Ende der Gefahr scheint nicht in Sicht. „Wir fliegen so lange, bis es wieder ein paar Tage lang regnet“, sagt Möst. Das könne dauern. Möst lenkt das rot-weiße Kleinflugzeug über ein Waldstück. In der engen Kabine wird jedes andere Geräusch durch das Dröhnen des Motors übertönt. Durch das Grün am Boden schlängeln sich vereinzelt kleine Wege. Über Orten wie diesem müssen die beiden Beobachter besonders aufmerksam sein. Denn wenn sie ein gerade erst beginnendes Feuer übersehen, könnte sich daraus ein gefährlicher Waldbrand entwickeln.

Vier Hektar Weizen brannten ab

Wie ernst die Lage ist, weiß Drollinger. Neben seinem Ehrenamt als Luftbeobachter arbeitet er hauptberuflich als Klimaschutzmanager im Landratsamt Neu-Ulm. Seit drei Jahren fliegt er bei den Luftrettern mit. Er sagt: „Heuer ist es trockener als in den vergangenen Jahren.“ Die seit Wochen andauernde Hitze dörre den Boden und die Pflanzen aus. Ein Funken könnte da schon enormen Schaden anrichten. Wie schnell das gehen kann, zeigt ein Beispiel aus Ichenhausen vor zwei Wochen, von dem der Pilot Möst erzählt. Auf einem Flug habe er dort eine „riesige schwarze Rauchsäule“ auf einem Weizenfeld gesehen. „Wir sind natürlich sofort hingeflogen“, erzählt er. Aus der Nähe erkannte er dann die Ursache: Auf einem Feld war ein Mähdrescher in Brand geraten. Das Feuer griff auf den Acker über. Vier Hektar Weizen brannten ab. Möst konnte nichts mehr tun. „Die Feuerwehr war schon da.“

Ihre Route führt die Beobachter über weite Teile des westlichen Schwabens. Von Illertissen geht es zuerst nach Krumbach, dann nach Memmingen, Grönenbach, weiter nach Bad Wörishofen, Thannhausen und Burgau und über Weißenhorn zurück. Ein Autofahrer würde für die Strecke mehr als vier Stunden brauchen. Möst und Drollinger brauchen eine. Der Blick in die Ferne und auf die vielen kleinen Dörfer, die sich in der hügeligen Landschaft zu verstecken scheinen, bereitet trotz des diesigen Wetters einen einmaligen Anblick. Doch Augen für das Panorama haben die beiden Beobachter nicht. Konzentriert achten sie auf alles am Boden, was auch nur im Entferntesten nach einem Brand aussieht. Und wenn sie etwas entdecken, lenkt Möst seinen Flieger vorsichtshalber immer dorthin – auch wenn es am Ende doch kein Brand ist. Aus der Flughöhe von gerade einmal 300 Metern – die reguläre Flughöhe für Kleinflugzeuge beträgt 600 Meter – erkennt man jeden Lastwagen, jedes Auto. Immer wieder blitzen die Solaranlagen auf den Dächern der Häuser auf. Die beiden Männer lenkt das jedoch nicht ab.

Geflogen wird immer nachmittags, wenn es am heißesten ist. Für den Piloten und seinen Nebenmann ist das eine zusätzliche Belastung. Unter dem Plexiglas des Cockpits bieten nur die Wolken am Himmel Schatten. Deswegen gehören zur festen Ausrüstung auch Hut und Sonnenbrille. Die Hitze hält das jedoch nicht ab. Nach einer Stunde in der Luft sind die T-Shirts der Beobachter oft völlig durchgeschwitzt.

Im Ernstfall werden sie zu Lotsen

Wenn die Luftbeobachter dann mal einen Brand entdecken, läuft ein vorbestimmtes Prozedere ab. Zuerst melden sie das Feuer der Leitstelle in Krumbach und beobachten weiter die Brandentwicklung. Wenn die Einsatzkräfte der Feuerwehr anrücken, müssen die Piloten sie oft zum Brandherd lotsen. „Wir sind aber wesentlich schneller als die am Boden“, sagt Möst. „Das heißt, wir müssen sehr viele, sehr enge Kurven fliegen, damit wir die Kollegen nicht aus den Augen verlieren.“ Ungeübten Mägen kann es da schon mal unangenehm werden. Nach knapp einer Stunde lässt Möst den Flieger wieder auf der Landebahn in Illertissen aufsetzen. Er schießt die Wiese entlang, bevor er zur Lagerhalle rollt. Außer der Staubwolke gab es heute keine Vorkommnisse. Drollinger sagt: „Das ist auch gut so.“

 

Quelle: Landkreis Günzburg: Die Feuersucher halten in der Region Günzburg Ausschau  – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 09.08.2018 – 09:52 Uhr

Warum brennen gerade so häufig Fahrzeuge?

Bild: Motzer/Feuerwehr

Die Fälle im Landkreis Günzburg häufen sich derzeit. Die Feuerwehr und ein Werkstattleiter erläutern die Gründe für brennende Wagen.

In den vergangenen Wochen haben sich Meldungen von Polizei und Feuerwehr im Landkreis über brennende Fahrzeuge gehäuft, gerade auf der Autobahn. Doch woran liegt das? Kreisbrandinspektor Wolfgang Härtl erklärt auf Anfrage unserer Zeitung, dass fast durchgängig technische Defekte die Ursache für die Brände gewesen seien. Mal war es ein Motorschaden, mal ein Ölverlust, mal eine defekte Abgasrückführung. Es sei ein „unglücklicher Zufall“, dass sich diese Fälle gerade häuften. Die Fahrzeugtechnik sei viel komplexer als früher, da könne auch mehr passieren, gerade im Bereich der Abgasrückführung gebe es höhere Temperaturen. Aber auch der extrem heiße Sommer trage sicher seinen Teil bei. Wenn ein Fahrzeug in Brand gerät, kann sich dieser schnell auf die Umgebung ausbreiten, so wie kürzlich bei Limbach, als auch die Böschung neben der Autobahn Feuer fing.

Weitere Faktoren seien momentan sicher die hochbelastete Autobahn mit Urlaubsverkehr. Grundsätzlich wichtig sei es, einen Feuerlöscher an Bord zu haben, um entstehende Brände bekämpfen zu können. Wenn mehrere Fahrer mit ihren Löschern zusammenarbeiten, könnten sie viel bis zum Eintreffen der Feuerwehr ausrichten, die ja erst einmal anfahren muss.

Der Werkstattleiter Pkw im Autohaus Zanker in Günzburg, Martin Miller, erklärt, dass Fahrzeugbrände zu 80 Prozent auf defekte Kabel zurückzuführen seien, wo etwas schmore oder angescheuert sei. Der Austritt von Kraftstoffen spiele auch eine Rolle. Zwar staue sich die Hitze unter der Motorhaube, das allein sei aber kein Auslöser. Ein Mehr an Technik spiele keine Rolle. Oft sei eine schlechte Wartung der Wagen das Problem, eine umfassende Inspektion sei wichtig.

 

Quelle: Landkreis Günzburg: Warum brennen gerade so häufig Fahrzeuge? – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 09.08.2018 – 09:48 Uhr

Tragschrauber stützt aus geringer Höhe ab

Foto: Feuerwehr Thannhausen

Zum Absturz eines Tragschraubers kam es 28.07.2018 gegen 11.30 Uhr auf dem Flugplatz in Thannhausen in der Edelstetter Straße.

Hierbei wurde der Gyrokopter kurz nach dem Abheben offenbar von einer Windböe erfasst und kippte über die Seite aus einer Höhe von etwa 3 Meter nach links, so dass zunächst der Hauptrotor ins Gras der Startbahn und im weiteren Ablauf das Gefährt mit der Führerkabine auf die Startbahn einschlug. Hierbei zog sich der Berufspilot leichtere Verletzungen am Kopf sowie an Füßen und Händen zu, konnte sich jedoch noch selbständig aus dem Fluggerät befreien. Er wurde jedoch vorsorglich zu weiteren Untersuchungen mittels eines Rettungshubschraubers in ein Krankenhaus verbracht.

Ein technischer Defekt scheidet nach bisherigem Ermittlungsstand als Unfallursache aus. An dem Tragschrauber entstand ein Totalschaden in Höhe von ca. 30.000 Euro.

Quelle: Thannhausen: Tragschrauber stützt aus geringer Höhe ab – Stand: 01.08.2018 – 15:53 Uhr

Ein Kleinod der Stadt ist wieder herausgeputzt – Nachrichten Krumbach – Augsburger Allgemeine

Das alte „Feuerwehrgerätehaus Hürben“ in Krumbach ist grundlegend saniert worden und nimmt neue Aufgaben für den Feuerwehrdienst wahr. Bei der Übergabe von der Stadt an die Feuerwehr freuen sich: (im Bild von links) Bürgermeister Hubert Fischer, Zweiter Bürgermeister Gerhard Weiß, Tobias Handel vom Stadtbauamt Krumbach und von der Feuerwehr Krumbach Kommandant Mathias Vogel, Vorstand Christian Seitz und Walter Gleich von der FF-Oldtimergruppe.

Das über 100 Jahre alte Hürbener Feuerwehrhaus wurde umfassend renoviert. Was es jetzt beherbergt.

Ursprünglich als Gerätehaus für die Feuerwehr Hürben erbaut ist das Gebäude in der Robert-Steiger-Straße 15 (nördlich an der Einfahrt zur Kapellengasse) längst zweckentfremdet als Lagerstätte verwendet worden. Der nagende „Zahn der Zeit“ hat zudem dem Gebäude in vergangenen Jahrzehnten immer mehr sichtbar zugesetzt. Bis der Stadtrat neuerdings die „grundlegende Sanierung des alten früheren Hürbener Feuerwehrgerätehauses auf die Prioritätenliste innerstädtischer Baumaßnahmen gesetzt hatte. Das Ergebnis heute: Nach monatelanger Bauhandwerkertätigkeit am und im Haus sind die Arbeiten abgeschlossen – das „Feuerwehrgerätehaus Hürben“ zeigt sich herausgeputzt und optimal bereit für eine neue Zweckbestimmung.

Ein Blick in die Baugeschichte

Die ursprüngliche Baugeschichte dabei ist – mit Blick auf die damaligen Verhältnisse, die Stadt Krumbach und das seinerzeit (noch) selbstständige Dorf Hürben betreffend, durchaus amüsant. Zur Erinnerung: Am 1. Oktober 1902 wird hierorts ein überaus bedeutsames Ereignis begangen: Die Stadt Krumbach (rund 2000 Einwohner) und die Gemeinde Hürben (rund 1300 Einwohner) werden, nach zähem Ringen und ursprünglichen Bedenken aus Hürbener Sicht, vereinigt. Gerade einmal knapp zwei Monate zuvor, im August beschließt der Gemeinderat von Hürben noch unter Bürgermeister Anton Nagenrauft, „in Hürben ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen“. Auf einem Platz „an der Anstaltsgasse gelegen“ (später war das die Fabrikstraße, die heutige Robert-Steiger-Straße). Das Gebäude wird umgehend von dem Baumeister Viktorin Amann aus Hürben erbaut und erfüllte ab dem Jahr 1903 seinen Zweck im Dienste des lokalen Brandschutzes und der Sicherheit, für die Hürbener (und Krumbacher) Bürger. Wie gesagt, seit Jahrzehnten hat die Krumbacher Feuerwehr ihr Domizil im Feuerwehrgerätehaus an der Mühlstraße – und keine Bindung mehr ins benachbarte ehedem Hürbener Gerätehaus. Und genau das wird sich ändern: Wie Bürgermeister Hubert Fischer beim Lokaltermin an der Robert-Steiger-Straße hervorhob, können Ausbildungsutensilien, diverses Mobiliar und insbesondere Gerätschaften für die Feuerwehr-Jugendausbildung von der Mühlstraße jetzt in die neu gestalteten Räume verfrachtet und dort optimal gelagert und verwendet werden. „Dadurch kann im Feuerwehrhaus selbst für den aktiven Feuerwehrdienst dringend benötigter Raum frei und nutzbar gemacht werden“, freuten sich vor Ort Feuerwehr-Vorstand Christian Seitz und der erste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Krumbach, Mathias Vogel. Auch Walter Gleich, ehemals jahrzehntelang Kommandant und Vorstand der Krumbacher Feuerwehr bedankte sich in seiner Eigenschaft als Feuerwehr-Oldtimer-Betreuer, dass der Oldtimer Mercedes Kru-205 (Baujahr 1953) jetzt auch ein eigenes Zuhause gefunden hat. Die Feuerwehr-Abteilungen „Jugend“ und „Oldtimer-Gruppe“ teilen sich damit die Freude über die Möglichkeiten der Nutzung des (wie neuen) „Feuerwehrgerätehauses Hürben“, das mit gelungener Fertigstellung (Kosten etwa 80 000 Euro) nach Einschätzung von Bürgermeister Hubert Fischer durchaus als ein „Kleinod in unserer Stadt“ bezeichnet werden dürfe. (k)

Quelle: Krumbach: Ein Kleinod der Stadt ist wieder herausgeputzt – Nachrichten Krumbach – Augsburger Allgemeine – Stand: 30.07.2018 – 10:40 Uhr

Ein Leben für Gott, die Mitmenschen – und die Feuerwehr

(DRW/Liesenfeld): Schwester Pia Settele mit der Urkunde des Ehrenkommandos der Schwestern- und Werkfeuerwehr des Dominikus-Ringeisen-Werks in Ursberg. Flankiert wird sie von (v.l.n.r.) Kreisbrandrat Robert Spiller, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des DRW Michael Winter, Generaloberin Sr. Katharina Wildenauer, Kommandant Michael Joas sowie dessen Stellvertreter Sven Albers.

Schwester Pia Settele ist jetzt Ehrenkommandantin der Schwestern- und Werkfeuerwehr des Dominikus-Ringeisen-Werks in Ursberg. Auszeichnung für fast 50 Jahre ununterbrochenen Dienstes für ihre Mitmenschen

 L a n d k r e i s / U r s b e r g / 27. Juli 2018 – Hätte es die Feuerwehr der St. Josefskongregation in Ursberg im Jahre 1969 nicht schon längst gegeben, die damalige Novizin Barbara Settele und spätere Schwester Pia hätte sie bestimmt erfunden. Schon früh entdeckte die heute 79-Jährige ihr Faible für die Floriansjünger und dafür, Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen zu retten. Zunächst im Sanitätszug eingesetzt wurde sie bereits 1974 stellvertretende Kommandeurin der Schwesternfeuerwehr, 1979 gar deren Chefin. Aufgabe war es, die zeitweise weit über 1.000 Menschen mit Behinderungen sowie deren Betreuer auf dem Gelände des Dominikus-Ringeisen-Werks vor Schlimmerem und dem Schlimmsten zu bewahren. 1999 übergab Schwester Pia an den ersten Zivilisten in diesem Amt, ihren Nachfolger Willi Bader, denn seit 1985 war aus der Schwestern- eine Werkfeuerwehr geworden, in der sich seither auch weltliche Mitarbeiter des Dominikus-Ringeisen-Werks engagieren können. Diesen Schritt hatte Schwester Pia wesentlich forciert.

In fast 50 Jahren ununterbrochenen Dienstes für die Feuerwehr in Ursberg erlebte Schwester Pia u.a. sieben erfolgreiche Überprüfungen durch die Kreisbrandinspektion und musste zusammen mit ihrer Truppe 34 Brandstiftungen und Bränden Herrin werden. Immer wieder trat auch die Mindel über ihre Ufer. Dann galt es auszupumpen und trockenzulegen, was vom Wasser überflutet war. Und natürlich musste immer wieder der Ernstfall geübt werden.

Viele Auszeichnungen, kein Ruhestand

Nicht nur an Einsätzen, auch an Ehrungen mangelt es der leidenschaftlichen Feuerwehrfrau im Gewand einer Ordensschwester nicht. Bereits 1994 wurde sie für 25 Jahre in der Feuerwehr ausgezeichnet, 1997 erhielt sie aus den Händen des damaligen Staatsministers Dr. Günther Beckstein sogar das Bayerische Feuerwehr-Ehrenzeichen. Und trotz dieser Auszeichnungen: Als jetzt Kommandant Michael Joas mit einer großen, eingerahmten Urkunde auf sie zukam, war Schwester Pia ihre große Überraschung und Freude deutlich ins Gesicht geschrieben. Denn Joas trug ihr das Ehrenkommando über die Schwestern- und Werkfeuerwehr an, die Schwester Pia gerne annahm. Zusätzlich bekam sie vom Kreisbrandrat des Landkreises Günzburg Robert Spiller zwei Ehrenabzeichen angesteckt: die Ehrenkommandantennadel der Schwestern- und Werkfeuerwehr sowie die Ehrennadel der Feuerwehrinspektion in Silber.

Wer jetzt allerdings meint, Schwester Pia ruhe sich auf ihren wohlverdienten Lorbeeren aus oder ziehe sich auf das Altenteil zurück, der irrt gewaltig. Schließlich wird sie bei Übungen ihrer Ursberger Feuerwehr immer wieder spontan angefragt. Dann hat sie weiterhin eine sehr wichtige Rolle: Sie spielt das Opfer, dass die Kolleginnen und Kollegen fachgerecht retten und versorgen müssen. So beteiligt sie sich weiterhin mit Herzblut an dem, was sie selbst so begeistert – „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.

Die Schwestern- und Werkfeuerwehr des Dominikus-Ringeisen-Werks (DRW) am Standort Ursberg:

Zurzeit verfügt die Schwestern- und Werkfeuerwehr des DRW über eine Gesamtstärke von 34 Kameradinnen und Kameraden: 24 Männer und zehn Frauen, unter ihnen drei Schwestern der St. Josefskongregation. Neben den grundlegenden Kenntnissen und Übungen in den zahlreichen denkbaren Notfällen benötigen die Wehrleute eine gute Ortskenntnis auf dem Werkgelände, in dessen zahlreichen Gebäuden alleine ca. 10.000 Rauchmelder verbaut sind, die sehr zuverlässig ihren Dienst tun.

 

Lkw-Fahrer missachtet Vorfahrt – Bus fährt in Laster

Bild: Foto Weiss

14 Menschen sind bei einem Unfall mit einem Linienbus und einem Lastwagen verletzt worden. Auch ein Rettungshubschrauber war zum Einsatzort gerufen worden.

Zu einem Unfall mit beträchtlichem Sachschaden und vielen Verletzten ist es am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr in Ziemetshausen gekommen. Wie die Polizei berichtet, war ein Lkw-Fahrer mit seinem Sattelzug auf der untergeordneten Rudolf-Diesel-Straße unterwegs und wollte in die Augsburger Straße einbiegen. An der Einmündung missachtete er laut Polizei die Vorfahrt des aus Richtung Augsburg auf der Augsburger Straße daherkommenden Busses der Linie 600 (Augsburg – Krumbach). Der Busfahrer schaffte es nicht mehr, vor dem von rechts kommenden Sattelzug zu bremsen, sodass sein Fahrzeug in die Fahrerseite des Lasters krachte. Die Busscheibe splitterte.

Im Bus wurden der 50-jährige Busfahrer und zwölf Fahrgäste, darunter einige Senioren verletzt. Auch der 25 Jahre alte Lastzuglenker erlitt Blessuren. Vier der Verletzten haben schwerere Verletzungen. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz und transportierte die Unfallopfer in umliegende Kliniken. Auch ein Rettungshubschrauber war angefordert worden und schon gelandet, wurde allerdings nicht mehr benötigt, da die Verletzungen der Unfallopfer nicht lebensbedrohlich oder sehr schwer waren.

Unfallstelle zeitweise gesperrt

Die Unfallstelle war rund eine Stunde zur Unfallaufnahme gesperrt. Der Bus musste abgeschleppt werden. Den beim Unfall entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei (Auskunft von der unfallaufnehmenden Polizeiinspektion Krumbach) nach ersten Schätzungen auf rund 35.000 Euro. Der Lkw war noch eingeschränkt fahrbereit.

Der Rettungsdienst war mit 13 Rettungsfahrzeugen, drei Notärzten und ärztlicher Einsatzleitung vor Ort. Die Feuerwehren Ziemetshausen und Thannhausen waren mit sechs Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften zur Sperrung der Unfallstelle und Unterstützung des Rettungsdienstes vor Ort. Auch der Kriseninterventionsdienst war an der Unfallstelle.

Quelle: Lkw-Fahrer missachtet Vorfahrt – Bus fährt in Laster – Stand: 24.07.2018 – 21:18 Uhr