Traktorfahrer übersieht Zug: Strecke lange gesperrt

Bild: Christian KirstgesEin Zug der Mittelschwabenbahn hat bei Hochwang einen Traktor gerammt. Dessen Fahrer hatte den Zug offenbar übersehen.

Am unbeschrankten Bahnübergang am Haltepunkt Hochwang hat am Mittwoch gegen 10.10 Uhr laut Polizei der 83-jährige Fahrer eines Traktors einen Personenzug übersehen. Trotz einer sofortigen Notbremsung konnte der Lokführer einen Zusammenstoß nicht verhindern. Der Zug, der auf dem Weg nach Günzburg war, prallte frontal gegen die vordere linke Seite des Traktors. Der kippte im Feld um.

Dessen Fahrer und einer von neun Fahrgästen des Zuges wurden leicht verletzt. Beide kamen in eine Klinik. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hatte der 44-jährige Lokführer in ausreichendem Abstand vor dem mit einem Andreaskreuz gesicherten Übergang das geforderte Warnzeichen gegeben und das Tempo reduziert. Die unverletzten Fahrgäste wurden mit einem Bus weiter befördert.

Da aus Zug und Traktor Betriebsstoffe austraten, wurde in Absprache mit Landrats- und Wasserwirtschaftsamt das betroffene Erdreich abgetragen und entsorgt. Die Strecke musste bis kurz vor 15 Uhr gesperrt werden, da der Zug abgeschleppt und das Gleis repariert werden mussten. Ein Ersatzverkehr war eingerichtet.

Neben Rettungsdienst und Polizei waren die Feuerwehr sowie ein Notfallmanager der Bahn im Einsatz. Die Höhe des Schadens wird auf mehr als 25.000 Euro geschätzt.

Quelle: Günzburger Zeitung

Arbeit am Rande der Kapazitäten

Bild: Bernhard Weizenegger

Bei der Dienstversammlung in Günzburg wird deutlich, was die Aktiven leisten. Dabei gibt es auch viel Kritik.

Stadtbrandinspektor und Kommandant Christian Eisele sprach zwar von einer normalen Einsatzzahl im Jahr 2017 – mit 413 waren es sogar fast 60 weniger als im Vorjahr, bei der Dienstversammlung am Donnerstag im Wasserburger Sportheim stellte er aber auch klar: „Die großen Feuerwehren sind am Ende ihrer Möglichkeiten.“ Hinzu komme, dass es immer schwieriger werde, Kameraden zu finden, vor allem solche, die Führungspositionen übernähmen. Der Topf, aus dem Aktive zu finden sind, werde aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung kleiner. Trotz der Ehrenamtlichen, die es in Günzburg Gott sei Dank noch gebe, stehe das System der Ehrenamtlichkeit auf sehr wackeligen Beinen, so Eisele. „Wann seid ihr eigentlich daheim?“ – Kreisbrandinspektor Albert Müller brachte es auf den Punkt: Eine Feuerwehr wie Günzburg fahre an der Kapazitätsgrenze. Diejenigen, die etwas ändern könnten, kämen aus der Politik. Die Probleme, die es früher schon gegeben habe, die gebe es heute noch.

Die Zahlen, die Christian Eisele nannte, sprachen für sich. Rechnet man diese hoch, wurden 2017 bei 6320 Einsatzstunden umgerechnet insgesamt 6520 Feuerwehrdienstleistende eingesetzt. Hinzu kommt eine Gesamtzahl von 6145 Stunden für Übungsdienst, darunter Lehrgänge und Fortbildungen, wie auch die Übungsstunden in der Atemschutzübungsstrecke, die die 94 Aktiven geleistet hatten.

Eisele ging aber auch auf die nicht selten hohe psychische und physische Belastung der Ehrenamtlichen ein. Zwar konnten 35 Personen bei den Einsätzen gerettet werden. Die Zahl von acht Toten, für die die Hilfe zu spät kam, gebe jedoch zu denken. Eisele erinnerte an den Verkehrsunfall am 6. März 2017 auf der A8 kurz vor Leipheim, bei dem zwei Menschen nach einer Reifenpanne auf dem Standstreifen von einem Lastwagen erfasst wurden und mehr als 50 Meter weit mitgeschleift wurden. Beide hatten den Unfall nicht überlebt. Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg war bei diesem Einsatz mit neun Fahrzeugen und 27 Aktiven fünf Stunden vor Ort. Der einige Wochen vorher an der Günz eingefrorene und nach seiner Rettung munter, aber schimpfende Schwan, war da eher Nebensache.

Trotz der vielen Aufgaben einer Stadt wie Günzburg sei die Wehr beim Stadtrat insbesondere bei Oberbürgermeister Gerhard Jauernig stets auf offene Ohren gestoßen. So konnte vor einem Jahr der Abrollbehälter „Hochwasserschutz“ in Dienst gestellt werden. Weiter wurden sämtliche Motorsägen mitführende Fahrzeuge mit neuer Schnittschutzbekleidung sowie die wasserführenden Armaturen aller Löschfahrzeuge mit Rückflussverhinderern ausgestattet. In diesem Jahr soll der Abrollbehälter „Ölwehr“ und der neue Gerätewagen Gefahrgut in Dienst gestellt werden. Und vor allem: In diesem Jahr wird (wie berichtet) mit dem Um- und Neubau der Feuerwache begonnen, die mit 3000 Quadratmetern Nutzfläche und 16 000 Kubikmetern umbauten Raum in zwei Bauabschnitten entstehen wird. In der letzten Juliwoche soll der langersehnte Spatenstich zu dem Millionenprojekt erfolgen.

Wie sieht es bei der Jugendfeuerwehr aus? Seit 1. Januar ist Manuel Füssl neuer Jugendwart. Markus Mayer, der bisherige Leiter, ist nun sein Vertreter. „Unsere Jugend, das sind die Feuerwehrler von Morgen“ betonte Mayer. Zum 31. Dezember 2017 bestand die Jugendgruppe aus zehn Jugendlichen und auch dort seien 422 Ausbildungsstunden geleistet worden. Gleichzeitig konnten mit Kyrill Zimmermann, Thomas Werner, Joshua Ziegler und Luca Breitfelder vier neue Mitglieder gewonnen werde. Alle vier wurden – das ist in Günzburg Tradition – am Donnerstag von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig offiziell in die Feuerwehr aufgenommen.

Auch Ehrungen und Beförderungen gab es: Michael Mayer und Marcel Mayer wurden für zehn Jahre, Frank Egenberger für 20 Jahre aktiven Dienst geehrt. Sara Frick, Daniel Imminger, Dominik Kautter, Maximilian Snukat, Marc-Michael Ventzke, Thomas Wagner, Christoph Weber und Dominik Ziegler wurden zu Oberfeuerwehrmann beziehungsweise zur Oberfeuerwehrfrau, Georg Kohler, Robert Prokscha und Florian Propp wurden zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Eiseles Stellvertreter Achim Senser ist jetzt Brandmeister.

Bei der anschließenden Versammlung des Feuerwehrvereins betonte Oberbürgermeister Jauernig, zugleich auch Vereinsvorsitzender, die Wichtigkeit der persönlichen Kontakte der Aktiven untereinander. Das Maibaumstellen, das Schlachtfest und vor allem das traditionelle Gartenfest mit dem Appell am Schloss und Rathaus trügen wesentlich dazu bei.

Aber auch seitens des Vereins gab es Kritik: Kassenwart Christian Hofner monierte die unzureichende Honorierung der Feuerwehrvereine seitens der Politik im Vergleich zu anderen Vereinen und sprach dabei auch das Thema Übungsleiterpauschale bei Sportvereinen an. Ein Feuerwehrverein einer Wehr mittlerer Größe sei vom Gesetz her komplett ohne Lobby, kritisierte Hofner.

Eine Veränderung gab es ebenfalls: Nachdem Reinhold Hobor nach langjähriger Tätigkeit als zweiter Vereinsvorsitzender und aufgrund der Vielzahl weiterer ehrenamtlicher Aufgaben im Verein sein Amt niedergelegt hatte, wurde Marc-Michael Ventzke mit großer Mehrheit als sein Nachfolger gewählt. Markus Stocker wurde zum Mannschaftsvertreter bestimmt.

Mit wenigen Worten fasste Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, die Arbeit der Aktiven zusammen, bevor er die Versammlung schloss: „Eine großartige Leistung.“

Quelle: Günzburger Zeitung

Auto brennt auf der A8 komplett aus

Die Löscharbeiten an der Ausfahrt Leipheim waren für die Einsatzkräfte nicht einfach.

Am Samstagnachmittag wurden die Feuerwehren Günzburg und Leipheim zu einem Einsatz auf der Autobahn A8 gerufen: In der Abfahrt Leipheim stand ein Auto lichterloh in Flammen. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute hatte das Feuer schon auf die angrenzende Böschung übergegriffen. Die Brandbekämpfung wurde durch auslaufenden Kraftstoff erschwert. Am Auto entstand Totalschaden, ebenso wurde die Teerdecke durch die enorme Hitze in Mitleidenschaft gezogen. Die Ausfahrt Leipheim in Fahrtrichtung Stuttgart musste für die Dauer der Lösch- und Aufräumarbeiten komplett gesperrt werden. Über die Ursache des Brandes ist noch nichts bekannt.

Fliegerbombe in Leipheim entschärft

 Bild: Bernhard Weizenegger
Am Stadtrand von Leipheim wurde am Mittwoch eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe gefunden. Das Foto zeigt Sprengmeister Roger Flakowski (rechts) und Gehilfe Usam Bach vom Sprengkommando.

Bei Grabungen im neuen Baugebiet ist ein 250 Kilo schwerer Sprengkörper entdeckt worden. Knapp 369 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen.

Nicht nur in Neu-Ulm wird derzeit eine Fliegerbombe nach der anderen entdeckt, auch in Leipheim ist am Mittwoch ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg aufgetaucht. Mitarbeiter der Firma Terrasond Kampfmittelräumung, die seit einigen Tagen auf dem künftigen Baugebiet Grasiger Weg Grabungen durchführen, stießen am Morgen auf einen 250 Kilo schweren Sprengkörper. In der Folge mussten Feuerwehr und Polizei in einem Radius von 300 Metern Gebäude evakuieren, der Verkehr wurde weiträumig gesperrt. 369 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, auch das Gartenhallenbad und Gewerbebetriebe mussten schließen. Kurz vor 16 Uhr kam die Entwarnung, die Bombe war entschärft.

Als Bürgermeister Christian Konrad am Mittwochvormittag die Nachricht bekam, dass ein Blindgänger am Stadtrand entdeckt worden war, blieb er gelassen: „Wir sind da mittlerweile entspannt, wir hatten das Szenario schön öfter und wissen, dass hier noch so einiges rumliegt.“ In die bisherige Amtszeit des Leipheimer Rathauschefs fallen schon diverse Bombenfunde aus dem Zweiten Weltkrieg. Allein in den vergangenen zwei Jahren wurden drei Sprengkörper entdeckt. Ans Licht gebracht hat sie jeweils die Firma Terrasond Kampfmittelräumung aus Günzburg, die seit kurzem auch das neue Baugebiet Grasiger Weg/Bauabschnitt II in Leipheim überprüft und sondiert hat. Wie Geschäftsführer Denny Brademann im Gespräch mit unserer Redaktion sagte, waren seine Mitarbeiter bei der Auswertung der Unterlagen auf mehrere Anomalien gestoßen. „Wir haben gesehen, dass da Dinge vergraben sind, die da nicht hingehören.“ Die Erfahrung lehre, dass zu 80 oder 90 Prozent Schrottteile in der Erde lägen, „manchmal sind aber auch Kampfmittel dabei“.

Gezielt gegraben

Das Team hatte am Mittwoch gezielt gegraben, um 10 Uhr war der Bagger ganz in der Nähe des Kreisverkehrs an der Augsburger/Günzburger Straße auf ein verdächtiges Objekt gestoßen. Roger Flakowski vom Sprengkommando München rückte an und identifizierte es als „amerikanische Bombe mit zwei mechanischen Aufschlagzündern, einem Kopf- und einem Heckzünder“. Mit 250 Kilo sei die Bombe zwar nur halb so schwer wie der Fund in Neu-Ulm für Flakowski ist aber Größe und Gewicht zweitrangig. „Bombe ist Bombe, da ist höchste Sicherheit gefragt.“ Er selbst habe in seiner Laufbahn schon viele Kampfmittel entschärft, sie aber nie gezählt, um nicht in Routine zu verfallen. „Für mich ist es jedes Mal die erste Bombe.“

Kaum entdeckt, lief die ganz große Maschinerie an. Neben Sprengkommando rückten Feuerwehr, Polizei und Rettunsdienst an, am Ende sollten es fast 120 Einsatzkräfte sein. Der Verkehr wurde weiträumig gesperrt. Allein 60 Feuerwehrler und 15 Polizisten kümmerten sich um die Evakuierung, forderten die Bewohner per Megafon zum Verlassen ihrer Häuser auf und gingen von Tür zu Tür, wo sie klingelten. Wer nicht bei Freunden oder Verwandten unterkam, fand in der Güssenhalle einen zentralen Anlaufpunkt. Die zwölf betroffenen Firmen im Gewerbegebiet waren bereits gegen 13.30 Uhr geräumt, das Gartenhallenbad und ein nebenan gelegener Einkaufsmarkt hatten ihre Türen ebenfalls schon geschlossen.

Einsatz routiniert geleitet

Stefan Müller, Chef der Günzburger Polizeiinspektion, koordinierte den Einsatz routiniert – für ihn war es schon der dritte Bombeneinsatz in den vergangenen zwei Jahren. „Wir haben Glück, dass es hier nicht so dicht besiedelt ist und nicht so viele Häuser geräumt werden müssen.“ Er geht aber davon aus, dass in nächster Zeit noch mehr gefunden wird. Er sollte Recht behalten, denn noch während er auf Verstärkung aus Augsburg und Neu-Ulm wartete, baggerten die Mitarbeiter von Terrasond weiter und stießen keine 100 Meter von der Fliegerbombe entfernt erneut auf verdächtiges Material. „Wenn jetzt noch eine Bombe zutage kommt, können wir es wenigstens in einem Aufwasch erledigen“, nahm es Stefan Müller mit Humor. Sprengmeister Roger Flakowski gab jedoch nach bangen Minuten Entwarnung – es handelte sich um Reste einer 50-Kilogramm-Brandbombe, die schon detoniert und zerbrochen war. Auch die Befürchtung, dass die in unmittelbarer Nähe verlaufende Gasleitung abgeklemmt werden muss, bewahrheitete sich nicht.

Getränke und Eis verteilt

Etwa 150 Bewohner waren in der Zwischenzeit in der Güssenhalle zusammengekommen. Das Rote Kreuz nahm sie in Empfang, schrieb ihre Namen in Listen. Neben Getränken verteilte die Stadt Leipheim auch Eis. „Die Stimmung ist gut, völlig entspannt“, sagte Bürgermeister Konrad. Als kurz vor 16 Uhr die gute Nachricht kam, dass die Bombe entschärft ist, war auch er trotz der Routine erleichtert. Und Einsatzleiter Stefan Müller erklärte: „Es lief alles nach Plan, niemand wurde verletzt, in der nächsten halben Stunde wird die Bombe abtransportiert“. Alle Straßen wurden wieder geöffnet, die Bürger durften in ihre Häuser zurückkehren. Und auch das Hallenbad öffnete wieder.

Quelle: Günzburger Zeitung

Unfall: Frau in kritischem Zustand

Die Strecke zwischen Kötz und Oxenbronn musste am Mittwoch lange gesperrt werden.

Mehrere Stunden gesperrt war am Mittwochnachmittag die Ortsverbindungsstraße zwischen Oxenbronn und Großkötz. Nach einem Unfall, bei dem eine Frau lebensgefährlich verletzt worden war, musste ein Gutachter zur Unfallaufnahme hinzugezogen werden.

Der Unfall passierte laut Polizei zwischen 13 und 14 Uhr zwischen Oxenbronn und Großkötz. Ein 48-Jähriger wollte nach links in den Wertstoffhof einbiegen. Ein hinter ihm fahrender 31-Jähriger setzte in diesem Moment zum Überholen an, beide Autos prallten zusammen. Während die Fahrer nur leicht verletzt wurden, musste die 77-jährige Beifahrerin im abbiegenden Wagen mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Unfallaufnahme zog sich bis in die Abendstunden hin.

Quelle: Günzburger Zeitung

Acht Verletzte bei Unfall am Günzburger Stadtrand

Im Bereich der Kreuzung Riedstraße/Dillinger Straße kollidieren am Mittwochnachmittag zwei Autos. An ihnen entsteht Totalschaden.

Für knapp zwei Stunden ist der Bereich der Riedstraße/ Dillinger Straße am Günzburger Stadtrand am Unteren Riedwirtshaus am Mittwochnachmittag gesperrt worden. Denn gegen 16.30 Uhr hat sich dort ein Verkehrsunfall mit zwei Autos ereignet, bei dem acht Menschen verletzt wurden.

Wie Günzburgs Feuerwehrkommandant und Stadtbrandinspektor Christian Eisele auf Anfrage unserer Zeitung sagte, war der Fahrer eines Autos von der Riedstraße kommend auf die B16 gefahren und hat dort einen anderen Wagen „abgeschossen“, wie es Eisele formulierte. An beiden Fahrzeugen, die im Landkreis Dillingen zugelassen sind, entstand demnach Totalschaden.

Von den insgesamt acht Verletzten wurden sieben Menschen leicht und einer mittelschwer verletzt, erklärte der Kommandant. Sie wurden für die weitere Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Im Einsatz waren bei dem Unfall außer dem Rettungsdienst und der Polizei 20 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus der Günzburger Kernstadt.

Die Polizei könne am Mittwoch noch keine Angaben zu dem Unfall machen. Das sagte ein Pressesprecher des Präsidiums Schwaben Süd/West in Kempten auf Anfrage der Günzburger Zeitung.

Quelle: Günzburger Zeitung

Feuerwehr Reisensburg unter neuer Führung

Neuer 1. Kommandant Alexander Werdich, die ehemaligen Wehrführer Stefan Löhle und Martin Mayer, 1. Vorstand Gerhard Stocker und sein Stellvertreter Norbert Stelzle, sowie der neue Kommandantenstellvertreter Christian Stelzle

Bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Feuerwehr Reisensburg stand neben der Wahl der Vorstandschaft auch die Neuwahl der Kommandanten an. Hierzu konnte der Vorsitzende Gerhard Stocker 49 stimmberechtigte Mitglieder und die Stadträte Ferdinand Munk, Margit Werdich-Munk, Günter Treutlein und Erhard Uhl begrüßen. Von der Feuerwehr Günzburg konnte das Führungsduo mit Stadtbrandinspektor Christian Eisele und Stadtbrandmeister Achim Senser willkommen geheißen werden. Von der Kreisfeuerwehrinspektion kam Kreisbrandmeister Ralf Maier um der Versammlung zu folgen.

Im Anschluss an die Begrüßung verlas der scheidende Kommandant Martin Mayer seinen Tätigkeitsbericht, seinen zwölften und somit Letzten. Er habe Ihn extra kurzgehalten, und solle nicht länger wie eine Zigarettenlänge und ein letztes Glas im Stehen dauern, und so berichtete er über die Einsätze im vergangenen Jahr die sich zum Glück nur auf neun beziffern lassen. Spektakulärster Einsatz war wohl der Brand einer KFZ Werkstatt im Günzburger Industriegebiet.

In der aktiven Mannschaft befinden sich derzeit 34 Männer und eine Frau. Drei Mitglieder besuchten im vergangenen Jahr erfolgreich den Maschinistenlehrgang in Thannhausen. Bei der Inspektion am 23.5.2017 konnten wir mit der Note „sehr gut“ im Löschaufbau sowie der Note „gut“ in der Einsatzübung unser Können unter Beweis stellen. Er bedankte sich bei seinem Stellvertreter Stefan Löhle für die sehr gute Zusammenarbeit, ebenso galt sein Dank der Vorstandschaft die in allen Belangen unkompliziert unterstützend zur Seite stand. Als letzte Amtshandlungen Mayers beförderte er Nico Zacher zum Hauptfeuerwehrmann und Daniel Engenhardt zum Oberfeuerwehrmann. Per Handschlag wurde Ricardo Santos in die aktive Wehr aufgenommen.

Einen weiteren letzten und zwölften Bericht verlas der Jugendwart Alexander Werdich. Im Berichtszeitraum hielten die elf Jugendlichen 22 Übungen ab. Neben feuerwehrtechnischen Inhalten standen auch diverse Unternehmungen auf dem Programm wie beispielsweise die Besichtigung der Flughafen-Feuerwehr in München, Müllsammeln bei der Aktion „saubere Stadt“, oder als großes Highlight, der Besuch von a-TV. Beim Wissenstest in Burgau konnte Johannes Anwald Stufe 1 und Josefine Merklein Stufe 4 ablegen. Werdich bedankte sich ebenfalls bei allen Unterstützern in seiner Amtszeit als Jugendwart.

Spannend wurde es bei den Neuwahlen der Kommandanten. Unter der Leitung des Wahlausschusses bestehend aus den Stadträten Ferdinand Munk, Erhardt Uhl und Günther Treutlein, galt es die Ämter neu zu besetzen. Zum ersten Kommandanten vorgeschlagen und gewählt wurde Alexander Werdich. Sein neuer alter Stellvertreter wurde der ehemalige stellvertretende Jugendwart Christian Stelzle. Beide nahmen die Wahl an, alle Anwesenden beglückwünschten die Gewählten.

Im Anschluss an die Dienstversammlung fand die Mitgliederversammlung des Vereins statt. Stocker berichtete über diverse Vereinsaktivitäten wie den traditionellen Vereinsausflug und die Floriansmesse zu Ehren des Schutzpatrones. Der berühmte Feuerwehr Faschingsball, das allseits beliebte Dorffest im August und das Schlachtfest fanden wieder sehr großen Anklang, und sorgten für einen soliden Kassenstand was auch Kassierer Bernhard Wahl bestätigte. Die hervorragend geführte Kasse welche von Kassenprüfer Markus Mayerhofer und Markus Stelzle geprüft wurde ließ ohne Einwände eine Entlastung des Vorstandes und des Schatzmeisters zu.

Auch die Kinderfeuerwehr war wieder fleißig. Die kleinen Floriansjünger treffen sich ebenfalls im zweiwöchigen Rhythmus und unternehmen allerhand. Höhepunkte waren der Besuch von Augsburg-TV. In einem ca. dreiminütigem Videobeitrag wurde die Kinder- und Jugendgruppe vorgestellt. Der Besuch der Flughafenfeuerwehr in München beeindruckte nicht nur die Kinder. Die Besichtigung der Günzburger Polizei rundete das vergangene Jahr ab, besonders als alle drei Betreuer der Kinderfeuerwehr in einer Zelle ausharren mussten. Zudem findet aber auch noch eine Heranführung an die Feuerwehr statt z. B. bei gemeinsamen Übungen mit der Jugendfeuerwehr oder bei einfacher Gerätekunde. „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig Kinder schon sehr früh an einen unseren Verein zu binden, sonst haben wir bald keinen mehr der anderen helfen kann.“

Bei der Wahl der Vorstandschaft übernahm wieder der gleiche Wahlausschuss die Wahlleitung. Im Amt als Vereinsvorsitzender wurde Gerhard Stocker bestätigt, auch der stellvertretende Vorsitzende Norbert Stelzle und Kassierer Bernhard Wahl behalten Ihren Posten. Neuer Schriftführer wurde Burkhard Sterk. Als Beisitzer wurden Christian Eisele, Sebastian Kuhn, Schroweg Martin und Schroweg Stefan berufen. Die Kasse wird wie bisher durch Markus Mayerhofer und Markus Stelzle geprüft. Bei Festen und Umzügen tragen Sebastian Kuhn, Martin Schroweg und Daniel Engenhardt die Vereinsfahne. Um die Fahrzeuge und Gerätschaften kümmern sich Johann Stelzle, Martin Mayer und Daniel Engenhardt. Die Jugendgruppe wird künftig von Nico Zacher, Timo Stelzle und Daniel Engenhardt betreut und ausgebildet. Aus der Vorstandschaft schieden der ehemalige Schriftführer Johannes Werdich und der Beisitzer Bernd Messerschmidt aus.

Im Anschluss an die Wahlen folgten die Grußworte. Feuerwehrreferent und Stadtrat Ferdinand Munk überbrachte die Grußworte der Stadt Günzburg in Vertretung für den erkrankten Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Er beglückwünschte alle neu Gewählten, und er hoffe dass alle Aktiven immer heil und gesund von Ihren Einsätzen nachhause kommen. Kreisbrandmeister Ralf Maier überbrachte die Grüße der Kreisfeuerwehrinspektion und sprach ebenfalls seine Glückwünsche aus. Last but not least ergriff Stadtbrandinspektor Christian Eisele das Wort. Die Wichtigkeit der Feuerwehr Reisensburg sei nicht zu unterschätzen, der flächenmäßig größte Stadtteil mit topografischen Besonderheiten halte die ein oder andere Herausforderung bereit, umso wichtiger sei es eine gut funktionierende Wehr vor Ort zu haben. Ferner berichtete er über die kürzlich stattgefundene modulare Truppmann-Ausbildung sowie den momentanen Stand bei der Einführung des Digitalfunks und des Feuerwehr-Bedarfsplan.

Weitere Infos zur Feuerwehr Reisensburg unter www.ff-reisensburg.de

Bericht: Thomas Burghart FF Reisensburg / KFV GZ
Bild: Helmut Werdich FF Reisensburg

Autobahn 8 musste nach Unfall gesperrt werden

Unfall auf der A8 Hv?he AS Leipheim Richtung Stuttgart

Bei einem Verkehrsunfall auf der A8 bei Leipheim sind am Donnerstagnachmittag zwei Menschen leicht verletzt worden.

Gegen 16 Uhr war ein 60-Jähriger war mit seinem Auto in Fahrtrichtung Stuttgart unterwegs. Etwa auf Höhe der Anschlussstelle Leipheim verlor der Mann aus nicht näher geklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte damit gegen die Mittelbebauung. Im Anschluss schleuderte der Wagen quer über die Fahrbahn und kam am rechten Fahrbahnrand zu Stehen. Der Mann sowie ein sechsjähriges Kind wurden bei dem Unfall leicht verletzt und mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Für die Landung eines Rettungshubschraubers musste die Autobahn in Richtung Stuttgart kurzfristig komplett gesperrt werden, der Helikopter wurde dann aber doch nicht mehr benötigt. Neben Polizei und Rettungskräften war auch die Freiwillige Feuerwehr Leipheim mit gut 20 Mann im Einsatz. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste der rechte Fahrstreifen gesperrt werden. Es kam zu Verkehrsbehinderungen und einem Rückstau von knapp sechs Kilometern Länge. Der Gesamtschaden beträgt nach Angaben der Polizei etwa 5000 Euro. 

Quelle: Günzburger Zeitung

Mehr Brände und schwere Unfälle im Kreis

Mit fast 70.000 Einsatzstunden geraten die Feuerwehren im Kreis an ihre Belastungsgrenze. Zu schaffen macht ihnen die wachsende Zahl schwerer Verkehrsunfälle auf der A8Copy%20of%20DSC_0334.tif

Die wachsende Zahl schwerer Verkehrsunfälle auf der A8 bereitet den Feuerwehren im Landkreis Bauchschmerzen. Kreisbrandinspektor Wolfgang Härtl sieht die Zunahme vor allem im Zusammenhang mit dem dreispurigen Ausbau der Autobahn. Die Einsatzstellen seien weitläufiger geworden, die Unfallmechanismen hätten sich geändert und erforderten andere Vorgehensweisen bei der Abarbeitung, erklärte Härtl bei der Dienstversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes im Bräuhaussaal in Ursberg.

Auch bei den Bränden waren die 108 Feuerwehren im Landkreis im vergangenen Jahr stark gefordert.

Mit den Werks- und Betriebsfeuerwehren leisteten fast 4300 Männer und Frauen ihren Dienst im Ehrenamt, um in unterschiedlichen Notlagen, Bränden und Unfällen zu helfen. Trotz ihres engagierten Eingreifens entstanden hohe Sachschäden durch Unfälle oder Brände, aber auch durch Unwetter. Mit neun Einsätzen mehr als im Vorjahr stieg die Zahl der Einsätze im Jahr 2017 auf 1524. 364 Mal wurde die Feuerwehr gerufen, weil es brannte – 19 Mal öfter als im Vorjahr. 780 Mal rückten die Wehren zu technischen Hilfeleistungen aus. Für elf Menschen kam im vergangenen Jahr jedoch jede Hilfe zu spät.

Spuren hinterlassen die Einsätze aber auch bei den Hilfskräften, von denen 162 betreut werden mussten, 16 Feuerwehrleute wurden verletzt. Mit fast 70000 Stunden ist die Einsatzzeit auf Rekordhöhe und die Aktiven kämen teilweise an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Nach einigen Daten zu den eingesetzten Geräten und verschiedenen Übungsstunden sowie Hinweisen zu Neuerungen im Meldewesen dankte Härtl einer ganzen Reihe von Organisationen, die die Arbeit der Feuerwehren unterstützen und eine konstruktive Zusammenarbeit gewährleisten.

Kreisjugendfeuerwehrwart Markus Link vermeldete, dass sich die Zahl der Mitglieder in den 83 gemeldeten Jugendgruppen auf 661 Feuerwehranwärter erhöht hat. Darunter sind 171 Mädchen. Link wies die anwesenden Kommandanten noch darauf hin, dass sie über einen Jugendwartwechsel in ihrer Wehr grundsätzlich informieren sollten.

Nicht nur die Wahl des Versammlungsortes Ursberg mache ihn stolz, sondern der hohe Ausbildungsstand und die Anstrengungen und Bemühungen in der Jugendarbeit verdienten große Anerkennung, sagte 2. Bürgermeister Anton Jeckle in seinem Grußwort.

„Das heutige Treffen ist eine wunderbare Gelegenheit, Ihnen meine vollste Anerkennung und Wertschätzung für diese ehrenamtliche Arbeit entgegenzubringen, denn das Gefährdungspotenzial, das Sie abdecken müssen, ist sehr umfangreich“, lobte auch Landrat Hubert Hafner.

 

In einer ausführlichen Laudatio ging er auf die Laufbahn von Robert Spiller, der seit fast 17 Jahren sein Amt als Kreisbrandrat verantwortungsbewusst und zuverlässig ausübt, ein. „Mit seinen Kollegen geht er buchstäblich durchs Feuer. Es freut mich, dass wir im Landkreis eine solch harmonische und erfolgreiche Zusammenarbeit aufweisen können“, so Hafner. Gerne hätte er ihm im Namen des Freistaates Bayern die verdiente Ehrung überbracht, da Spiller jedoch erkrankt fehlte, erfolgt sie zu einem späteren Zeitpunkt.

Die im Bericht des Schatzmeisters erwähnten Zahlen seien in Buchführung und finanzieller Hinsicht in Ordnung, bestätigte Kassenprüfer Christian Blaha.

Ohne Gegenstimme wählten die Mitglieder anschließend Martin Mayer wieder zum Schatzmeister sowie Christian Blaha (FW Unterknöringen) und Andreas Faith (Ziemetshausen) als Kassenrevisoren. Kreisbrandinspektor Härtl und Landrat Hafner ehrten im Verlauf der Versammlung mehrere verdiente Aktive mit silberner und goldener Inspektionsnadel.

Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten

Autobahn 8: Schneller unachtsamer Spurwechsel führt zu Unfall bei Burgau

Unfall A8 Burgau 22032018 1Eine 38-jährige Frau wurde nach einem Unfall am Donnerstagnachmittag, 22.03.2018, auf der A 8 an der Anschlussstelle Burgau mit schwereren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Während der Aufräumungsarbeiten staute sich der Verkehr in Richtung München etwa auf 9 Kilometer zurück. Die Autobahnpolizei Günzburg gibt den Sachschaden mit rund 18.000 Euro an.

Die Frau war gegen 16.30 Uhr an der Anschlussstelle Burgau in Richtung München auf die Autobahn 8 aufgefahren und wechselte danach rasch vom rechten über den mittleren auf den linken Fahrstreifen. Dort fuhr ein 54-Jähriger mit seinem Auto. Er bremste noch stark ab, konnte nicht mehr ausweichen und fuhr dem Wagen der Frau ins Heck. Diese geriet dadurch außer Kontrolle, krachte gegen die Betongleitwand und überschlug sich mindestens einmal. Das Auto blieb letztlich auf dem mittleren Fahrstreifen stehen.

Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg unterstützte den Rettungsdienst bei der Rettung der Verletzten aus ihrem Fahrzeug und sicherte die Unfallstelle ab. Wegen der Sperrung der durch den Unfall betroffenen Fahrstreifen – es wurde einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet – bildete sich bald ein langer Rückstau. Der Autobahnbetreiber Pansuevia waren ebenfalls im Einsatz. Die beiden Unfallwagen wurden abgeschleppt. Die Aufräumungsarbeiten waren kurz nach 18.00 Uhr beendet, der Stau in Richtung München löste sich in der Folge auf und die Autobahn war wieder ungehindert befahrbar.

Quelle: BSAktuell.de