Zu viel Regen in kurzer Zeit

Bild: Emil Albrecht

Der Starkregen am vergangenen Donnerstag hat Keller und Straßen unter Wasser gesetzt. Die Stadt Burgau will prüfen, wie sie mehr Wasser zurückhalten kann.

Nach dem Starkregen am Donnerstag vergangener Woche hatten die Feuerwehren im Kreis Günzburg 39 Einsätze, die meisten im Raum Burgau, aber auch im Bereich Jettingen-Scheppach, Dürrlauingen, Konzenberg, Haldenwang, Waldstetten und Richtung Krumbach. Kreisbrandrat Robert Spiller sagt, dass vor allem Straßen und Keller überflutet wurden, auf manchem Feld steht noch Wasser. Es habe zu viel in kurzer Zeit geregnet, sodass Kanäle und kleine Bäche das Wasser nicht transportieren konnten. Die Schadenshöhe ist nicht klar.

Burgaus Feuerwehrkommandant Hans-Peter Merz spricht von 60 Litern in eineinhalb Stunden, „das gab es in den letzten 60 Jahren nicht“. An der Feuerbachstraße wurden mehrere Keller überflutet. Stadtbaumeister Werner Mihatsch sagt, dass selbst ein Regenüberlaufbecken nicht gereicht habe und der Knöringer Bach das viele Wasser „nicht gepackt hat“.

Vor so viel Regen könne sich keiner schützen, aber man werde die genaue Ursache analysieren und überlegen, wie mehr Wasser aufgenommen werden kann. Das sei aber nicht kurzfristig zu realisieren. Nicht auszuschließen sei, dass Kanal- und Bachabflüsse durch weggespülte Erde verstopft waren. Wichtig sei für Haushalte, eine Rückstaueinrichtung beziehungsweise eine Hebeanlage zu haben.

Quelle: Burgau: Zu viel Regen in kurzer Zeit – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 29.05.2018 – 19: Uhr

Röfingen: Autofahrerin kommt von Fahrbahn ab

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Eine Autofahrerin kam am 21.05.2018 zwischen Roßhaupten und Röfingen gegen 06.00 Uhr von der Fahrbahn ab.
Die 20jährige Peugeot-Lenkerin war auf der ST2510 von Roßhaupten kommend in Richtung Röfingen unterwegs, als sie nach links einer Katze auswich, gegensteuerte und dann nach rechts von der Fahrbahn abkam, in einen Graben einstach und zurück auf die Straße geschleudert wurde.
Die Fahrerin war alleine in ihrem Fahrzeug unterwegs und wurde leichtverletzt mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren. Am Pkw entstand Totalschaden, den die Polizeiinspektion Burgau auf rund 5.000 Euro schätzt.

Zur Sperrung der Strecke, binden ausgelaufener Betriebsstoffe und reinigen der Fahrbahn wurde die Freiwillige Feuerwehr Röfingen alarmiert. Eine Einsatzkraft der Kreisfeuerwehrinspektion war ebenfalls vor Ort.

Quelle: BSAktuell

Schnuttenbach: Motorradfahrer wird 16 Meter durch die Luft geschleudert 

Ein Unfall mit einem Motorrad und einem Auto hat sich am Freitagabend bei Schnuttenbach ereignet.

Beim Offinger Ortsteil Schnuttenbach hat sich am Freitag um 17.35 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Auto mit Anhänger und einem Motorrad ereignet. Der 57-jährige Autofahrer wollte von der Mindelaltheimer Straße nach links auf die Schnuttenbacher Straße in Richtung Bahnhof abbiegen. Hierbei übersah er laut Polizei den entgegenkommenden und vorfahrtberechtigten Motorradfahrer.

Dieser kollidierte mit dem Anhänger und wurde circa 16 Meter weit durch die Luft geschleudert. Der 21-Jährige erlitt mehrere Brüche, blieb aber ansprechbar und wurde mit dem Rettungshubschrauber umgehend ins Bundeswehrkrankenhaus Ulm geflogen.

Am Motorrad entstand ein Totalschaden im Wert von circa 6000 Euro. Der Anhänger des Autos wurde über vier Meter weit geschleudert, hier entstand ein Schaden von rund 2000 Euro. Der Unfallverursacher erlitt einen Schock. Die Polizei hatte am Freitagabend noch mitgeteilt, dass der Motorradfahrer das Auto übersehen habe.

 

Quelle: Schnuttenbach: Motorradfahrer wird 16 Meter durch die Luft geschleudert – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 20.05.2018

Lastwagen prallt auf Anhänger: A8 war lange gesperrt

Bild: Peter WieserZwischen den Anschlussstellen Burgau und Günzburg ist ein Lastwagenfahrer mit seinem Fahrzeug auf einen Anhänger geprallt. Er wurde im Führerhaus eingeklemmt.

Bei einem Unfall auf der A8 kurz vor der Anschlussstelle Günzburg ist laut Polizei ein Schaden von mindestens 200.000 Euro entstanden. Gegen 13.15 Uhr waren am Mittwoch in Richtung Stuttgart nach einem kleineren Unfall Aufräumarbeiten im Gange, die Autobahnbetreibergesellschaft Pansuevia hatte dazu auch einen Lkw mit Sicherungsanhänger eingesetzt. Ein 36-jähriger Lastwagenfahrer übersah diesen laut Polizei aber aus noch ungeklärtem Grund und prallte mit seinem Fahrzeug darauf.

Er wurde im Führerhaus eingeklemmt und von der Feuerwehr daraus mit technischem Gerät befreit. Der Mann kam schwer verletzt mit dem Rettungsdienst in eine Klinik, „aber das hätte noch anders ausgehen können“, sagte ein Polizeisprecher. Pansuevia-Chef Robert Schmidt erklärte, dass der eigene Lastwagen inklusive Winterdienstausrüstung Totalschaden ist, inklusive dem Warnleitanhänger. Er wird morgen von einem Gutachter angeschaut. Der Schaden betrage schon hier circa 250.000 Euro. Es sei Hydrauliköl ins Regenrückhaltebecken gelaufen, ein Umweltsachverständiger sei am Ort gewesen.

Zunächst war die A 8 in Richtung Stuttgart komplett gesperrt, später konnte eine Spur freigegeben werden. Der Verkehr staute sich über gut zehn Kilometer, die Aufräumarbeiten dauerten bis in die frühen Abendstunden.

Mehr Brände und schwere Unfälle im Kreis

Mit fast 70.000 Einsatzstunden geraten die Feuerwehren im Kreis an ihre Belastungsgrenze. Zu schaffen macht ihnen die wachsende Zahl schwerer Verkehrsunfälle auf der A8Copy%20of%20DSC_0334.tif

Die wachsende Zahl schwerer Verkehrsunfälle auf der A8 bereitet den Feuerwehren im Landkreis Bauchschmerzen. Kreisbrandinspektor Wolfgang Härtl sieht die Zunahme vor allem im Zusammenhang mit dem dreispurigen Ausbau der Autobahn. Die Einsatzstellen seien weitläufiger geworden, die Unfallmechanismen hätten sich geändert und erforderten andere Vorgehensweisen bei der Abarbeitung, erklärte Härtl bei der Dienstversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes im Bräuhaussaal in Ursberg.

Auch bei den Bränden waren die 108 Feuerwehren im Landkreis im vergangenen Jahr stark gefordert.

Mit den Werks- und Betriebsfeuerwehren leisteten fast 4300 Männer und Frauen ihren Dienst im Ehrenamt, um in unterschiedlichen Notlagen, Bränden und Unfällen zu helfen. Trotz ihres engagierten Eingreifens entstanden hohe Sachschäden durch Unfälle oder Brände, aber auch durch Unwetter. Mit neun Einsätzen mehr als im Vorjahr stieg die Zahl der Einsätze im Jahr 2017 auf 1524. 364 Mal wurde die Feuerwehr gerufen, weil es brannte – 19 Mal öfter als im Vorjahr. 780 Mal rückten die Wehren zu technischen Hilfeleistungen aus. Für elf Menschen kam im vergangenen Jahr jedoch jede Hilfe zu spät.

Spuren hinterlassen die Einsätze aber auch bei den Hilfskräften, von denen 162 betreut werden mussten, 16 Feuerwehrleute wurden verletzt. Mit fast 70000 Stunden ist die Einsatzzeit auf Rekordhöhe und die Aktiven kämen teilweise an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Nach einigen Daten zu den eingesetzten Geräten und verschiedenen Übungsstunden sowie Hinweisen zu Neuerungen im Meldewesen dankte Härtl einer ganzen Reihe von Organisationen, die die Arbeit der Feuerwehren unterstützen und eine konstruktive Zusammenarbeit gewährleisten.

Kreisjugendfeuerwehrwart Markus Link vermeldete, dass sich die Zahl der Mitglieder in den 83 gemeldeten Jugendgruppen auf 661 Feuerwehranwärter erhöht hat. Darunter sind 171 Mädchen. Link wies die anwesenden Kommandanten noch darauf hin, dass sie über einen Jugendwartwechsel in ihrer Wehr grundsätzlich informieren sollten.

Nicht nur die Wahl des Versammlungsortes Ursberg mache ihn stolz, sondern der hohe Ausbildungsstand und die Anstrengungen und Bemühungen in der Jugendarbeit verdienten große Anerkennung, sagte 2. Bürgermeister Anton Jeckle in seinem Grußwort.

„Das heutige Treffen ist eine wunderbare Gelegenheit, Ihnen meine vollste Anerkennung und Wertschätzung für diese ehrenamtliche Arbeit entgegenzubringen, denn das Gefährdungspotenzial, das Sie abdecken müssen, ist sehr umfangreich“, lobte auch Landrat Hubert Hafner.

 

In einer ausführlichen Laudatio ging er auf die Laufbahn von Robert Spiller, der seit fast 17 Jahren sein Amt als Kreisbrandrat verantwortungsbewusst und zuverlässig ausübt, ein. „Mit seinen Kollegen geht er buchstäblich durchs Feuer. Es freut mich, dass wir im Landkreis eine solch harmonische und erfolgreiche Zusammenarbeit aufweisen können“, so Hafner. Gerne hätte er ihm im Namen des Freistaates Bayern die verdiente Ehrung überbracht, da Spiller jedoch erkrankt fehlte, erfolgt sie zu einem späteren Zeitpunkt.

Die im Bericht des Schatzmeisters erwähnten Zahlen seien in Buchführung und finanzieller Hinsicht in Ordnung, bestätigte Kassenprüfer Christian Blaha.

Ohne Gegenstimme wählten die Mitglieder anschließend Martin Mayer wieder zum Schatzmeister sowie Christian Blaha (FW Unterknöringen) und Andreas Faith (Ziemetshausen) als Kassenrevisoren. Kreisbrandinspektor Härtl und Landrat Hafner ehrten im Verlauf der Versammlung mehrere verdiente Aktive mit silberner und goldener Inspektionsnadel.

Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten

Gundremmingen: Im Kreisverkehr gegen Baum geprallt

Gegen 07.15 Uhr, am 24.03.2018, ereignete sich am Kreisverkehr, auf der Umgehungsstraße Gundremmingen, ein Verkehrsunfall mit einem Transporter.

Unfall Grundremmingen Kreisverkehr 24032018 10Der Fahrer des Transporters war auf der ST2025 von Lauingen in Richtung Gundremmingen unterwegs. Zum Unfallzeitpunkt herrschte dichter Nebel. Der Lenker des Transporters fuhr in den Kreisverkehr und prallte dort gegen einen Baum. Nach ersten Informationen zog sich der Fahrer hierbei leichte Verletzungen zu und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren.

Neben einem Rettungswagen und einem Notarztfahrzeug, war die Freiwillige Feuerwehr Gundremmingen vor Ort. Sie sperrte teilweise den Kreisverkehr, beseitigte den Baum und kümmerte sich um die auslaufenden Betriebsstoffe. Eine Streife der Polizeiinspektion Burgau nahm den Verkehrsunfall auf. Die Unfallursache dürfte die schlechte Sicht gewesen sein.

Quelle: BSAktuell

Häufig werden Brände gemeldet – obwohl es nicht brennt

Die Feuerwehr muss im Landkreis immer wieder ausrücken, obwohl es gar kein Feuer gibt. Was es damit auf sich hat und welche Folgen das haben kann.

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In den vergangenen Tagen sind Feuerwehren im Landkreis Günzburg öfter ausgerückt, weil Brandmeldeanlagen Alarm ausgelöst hatten. Alleine vom 26. Februar bis 1. März kam das sieben Mal vor, zeigt die Übersicht des Kreisfeuerwehrverbands. In der Regel gibt es bei solchen Meldungen aber kein Feuer. Kreisbrandrat Robert Spiller sagt auf Anfrage unserer Zeitung, dass es Zeiten gebe, in denen sich solche Alarme häuften, beispielsweise bei Kälte oder starkem Wind.

Er spricht nicht vom Fehl-, sondern vom Täuschungsalarm, da die Anlagen durchaus etwas registrieren. So könnte es sein, dass Wind Staub aufwirbelt, und dieser als Rauch interpretiert werde. Davon abgesehen komme es immer wieder vor, dass Staplerfahrer in Firmen an Sprinkleranlagen hängen bleiben, und auch dadurch ein Alarm ausgelöst wird.

Dass in Unternehmen bei Kälte öfter Melder anschlagen, kann sich der Geschäftsführer von Esotronic, nach eigenen Angaben eines der führenden Unternehmen in Süddeutschland auf dem Gebiet der Sicherheitstechnik mit Sitz in Bubes-heim, nicht pauschal erklären. Dabei müsse geprüft werden, sagt Rolf Haugg, ob sich in einer Firma im Winter gegenüber den warmen Jahreszeiten etwas verändere.

Eigentlich sollte es keine falschen Alarme geben

So gebe es Anlagen, die auf Temperaturunterschiede reagieren und angesichts der derzeit niedrigeren Werte Alarm geben könnten. Aber die Technik sei so ausgereift, dass dies nicht vorkommen sollte – wenn die Geräte richtig eingestellt sind. Es komme aber vor, dass sich beispielsweise in der Produktion eines Betriebs etwas ändert, und vergessen wird, die Brandmeldeanlage auch umzustellen. Normalerweise gebe es vier Mal im Jahr eine Wartung, bei der auch darauf geachtet und beispielsweise zudem geprüft wird, ob ein Melder noch richtig funktioniert. „Bei einer ordentlichen Wartung darf es keine falschen Alarme geben“, betont Haugg. Aber dafür müsse ein Betrieb erst einmal auch Fachleute damit beauftragen.

Vorkommen kann es auch, dass generell falsche Melder installiert sind, etwa wenn ein hitzeempfindliches Gerät neben einem Brennofen hängt. So oder so müsse auf die Funktionstüchtigkeit geachtet werden, zumal es auch Meldeanlagen gebe, die nicht direkt mit der Feuerwehr verbunden sind. Und wenn es dann immer einen falschen Alarm gibt, bestehe die Gefahr, dass ein richtiger vom Personal nicht mehr ernst genommen wird. Gute Technik und eine ausgiebige Planung seien mit größeren Anschaffungskosten verbunden, die sich aber auf lange Sicht bezahlt machten.

Die Unternehmen müssen Einsätze bei Technikfehler zahlen

Im vergangenen Jahr gab es im Landkreis nach Robert Spillers Worten insgesamt 172 Brandeinsätze und 192 Fehl- beziehungsweise Täuschungsalarme. Von einem Fehlalarm spricht man, wenn jemand beispielsweise wegen einer Rauchentwicklung den Notruf wählt, sich aber herausstellt, dass es nicht brennt. So wurde einmal im Bereich der Windräder im Scheppacher Forst ein möglicher Brand gemeldet, aber offenbar hatte der Wind nur viel Staub aufgewirbelt.

Früher habe es übrigens durchaus Firmen gegeben, bei denen sich Täuschungsalarme häuften, aber das komme heute so nicht mehr vor. Schließlich müssen die Unternehmen den Einsatz der Feuerwehr bezahlen, wenn die Technik Alarm auslöst, es aber keinen Notfall gibt. Die Wehr muss dann kommen, die Situation klären und die Anlage wieder scharf stellen.

Kosten zwischen 500 und 1000 Euro

Da die Gemeinden unterschiedliche Satzungen und somit unterschiedliche Preise haben, könne er nicht pauschal sagen, wie teuer ein solcher Einsatz wird. Aber man könne von einer Summe zwischen 500 und 1000 Euro ausgehen. Auch für mutwillige Fehlmeldungen von Personen wird es eine Rechnung geben – und Ermittlungen der Polizei. Aber wenn jemand im guten Glauben ein mögliches Feuer meldet, muss derjenige nicht für die Kosten des Einsatzes zahlen.

Absichtliche Fehlmeldungen kämen inzwischen nicht mehr häufig vor, genauso wenig das Drücken eines Feuermelders aus „Spaß“, etwa um die Einsatzkräfte ausrücken zu sehen. So oder so könne es aber durchaus Probleme mit sich bringen, wenn sich die Fehl- und Täuschungsalarme häufen, weil dann die Bereitschaft der Arbeitgeber noch weiter sinken könne, Mitarbeiter für den Dienst in der Feuerwehr freizustellen. Generell sei diese gesunken, vor allem in Orten, in denen die Einsatzzahlen steigen. Aber insgesamt seien doch noch sehr viele Betriebe kulant – auch, weil sie um den großen Vorteil wüssten, Feuerwehrleute bei sich zu haben, die auch in der eigenen Firma im Notfall schnell reagieren können.

Quelle: Günzburger Zeitung

Floriansjünger aus Großanhausen gewinnen die Stadtmeisterschaft der Feuerwehren

Foto Helmut Göppel

Bei der „27. Kegel-Stadtmeisterschaft“ der Feuerwehren der Stadt Burgau belegten zwei von insgesamt drei teilnehmenden Mannschaften aus Großanhausen (I und III -Jugend) jeweils den ersten Platz und durften die von Bürgermeister Konrad Barm gestifteten Wanderpokale in Empfang nehmen.
Auf den Kegelbahnen bei Wendelin Offenwanger war Hochbetrieb. Insgesamt 11 Mannschaften – davon drei Jugendmannschaften – mit 55 Keglerinnen und Keglern von den Feuerwehren aus Burgau, Oberknöringen, Unterknöringen,

Limbach, Großanhausen sowie die Stadtverwaltung Burgau traten zum Turnier an.

Bei der Siegerehrung konnte Bürgermeister Barm, die von ihm gestifteten Wanderpokale, der Feuerwehr Großanhausen I und III (Jugend) übergeben. Dieses Team präsentierte sich in Hochform und belegte mit 946 Holz den 1. Platz vor der Feuerwehr Limbach I mit 867 Holz. Platz drei erkämpfte sich die Mannschaft der Stadtverwaltung Burgau mit 829 Holz. Die weiteren Platzierungen: 4. Burgau I (828), 5. Burgau II (803), 6. Oberknöringen I (767), 7. Unterknöringen I (734), 8. Großanhausen II (673).
Mit überragenden 636 Holz verteidigte die Jugend aus Großanhausen den Titel „Stadtmeister“ und verwies die Mannschaften aus Unterknöringen II (469) und Unterknöringen III (411) auf den zweiten und dritten Platz.
Als beste Einzelkegler wurden ausgezeichnet: Regina Walburger, Großanhausen I mit 205 Holz und Andre Widmann, Limbach I mit 209 Holz. Bei den Jugendlichen wurden Annika Göppel  (158) und Nico Stark (128) – beide Großanhausen III besonders geehrt.

Ulrich Mändle, Erster Vorstand der Feuerwehr Großanhausen, freute sich über die tolle Beteiligung und die Tatsache, dass Dank großzügiger Sponsoren jeder teilnehmenden Mannschaft ein Präsent überreicht werden konnte. Sein besonderer Dank galt seinem Vereinskameraden Markus Müller für die hervorragende Organisation.

Beschreibung Bild: Siegerehrung mit Vertretern aller teilnehmenden Mannschaften, Schirmherr Erster Bürgermeister Konrad Barm und 3. Bürgermeister Herbert Blaschke, 1. Vorstand Ulrich Mändle und Markus Müller Organisator FF Großanhausen sowie die besten Einzelkegler

Ein Tag in der Integrierten Leitstelle Donau-Iller

Die Disponenten – hier Daniel  Stumpp und Sabine Kappel­meier – arbeiten eng zusammen.
© Foto: Volkmar Könneke

Der Mann am Telefon klingt aufgeregt. Ein Keuchen, dann rattert er ohne Luft zu holen eine Adresse im Unterallgäu herunter. „Meine Frau hat einen Erstickungsanfall, wir brauchen einen Notarzt, schnell“, ruft er. Sabine Kappelmeier tippt die Daten in ein Formular ein, ihre Finger huschen über die Computertastatur. „Der Rettungsdienst ist unterwegs zu Ihnen“, sagt sie, ruhig und freundlich. „Ist Ihre Frau ansprechbar?“ Doch da ist nur noch ein Tuten zu hören – der Anrufer hat schon wieder aufgelegt.

Kappelmeier arbeitet in der Integrierten Leitstelle Donau-Iller (ILS) in Krumbach. Hier werden sowohl Einsätze des Rettungsdienstes als auch der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes organisiert. Wer in den Landkreisen Neu-Ulm, Günzburg, Unterallgäu oder der Stadt Memmingen die Notrufnummer 112 wählt, landet bei einem der 23 Disponenten. Sie arbeiten aber nicht nur Notfälle ab, sondern planen auch Krankentransporte und vorhersehbare Einsätze: Dieses Wochenende sind zum Beispiel viele Feuerwehren bei Funkenfeuern unterwegs.

Die Einsatzzentrale liegt im ersten Stock eines unscheinbaren Gebäudes in der Krumbacher Innenstadt. Die Möbel sind aus hellem Holz, an den Fenstern hängen Jalousien. An jedem der sechs Arbeitsplätze stehen fünf Bildschirme. Schichtleiter Daniel Stumpp deutet auf einen davon. „Hier sieht man die aktuellen Einsätze“, sagt er. Einige Zeilen sind gelb eingefärbt, diese Einsätze laufen gerade. Was blau gekennzeichnet ist, ist heute noch zu erledigen – etwa ein Krankentransport in die Weißenhorner Klinik. „Gerade ist die Lage relativ ruhig“, sagt Stumpp. „Das kann in einer halben Stunde aber schon ganz anders aussehen.“

Plötzlich klingelt das Telefon, bei jedem der Disponenten poppt eine Meldung auf dem Bildschirm auf. Kappelmeier setzt ihr Headset auf und klickt auf ein Hörer-Symbol. „Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst, Kappelmeier, Grüß Gott“, sagt sie. Es meldet sich eine Erzieherin aus einem Kindergarten im Unterallgäu. Ein Junge sei gestürzt und mit dem Kopf auf einem Fensterbrett aufgeschlagen. „Er hat eine Platzwunde, wir können die Eltern nicht erreichen.“ Kappelmeier erkundigt sich noch, wie alt der Junge ist: drei Jahre. „Wir schicken jemanden“, sagt sie dann. Drei Minuten, nachdem der Anruf eingegangen ist, sind die Sanitäter schon unterwegs zum Kindergarten.

Die Disponentin nimmt einen Schluck aus ihrer Wasserflasche. „Für mich ist das wirklich ein Traumjob“, sagt sie. „Wenn man nach Hause geht, weiß man, dass man etwas Sinnvolles getan hat.“ Eigentlich hat die 36-Jährige Erzieherin gelernt, früher in einer Kinderkrippe gearbeitet. Seit neun Jahren ist sie nun schon in der Leitstelle beschäftigt, momentan in Teilzeit. „Ich bin da so reingerutscht, mit zwölf Jahren hab ich schon bei der Feuerwehr angefangen.“

Das ist auch Voraussetzung für den Disponenten-Job. Wer sich bewirbt, sollte schon die Gruppenführer-Prüfung der Freiwilligen Feuerwehr bestanden haben, außerdem muss man Rettungsassistent oder Notfallsanitäter sein. „Die eigentliche Ausbildung zum Disponenten erfolgt dann vor Ort“, erklärt Schichtleiter Stumpp. Anfänger hören zuerst mit, wenn erfahrene Kollegen telefonieren, steigen dann langsam selbst ins Telefonieren und Disponieren ein. Parallel dazu gibt es eine zehnwöchige Schulung, die an die Ausbildung der Berufsfeuerwehr angelehnt ist. Dazu kommt ein siebenwöchiger Disponenten-Lehrgang an der Feuerwehrschule im oberbayerischen Geretsried. „Bis man fertig ausgebildet ist, dauert das etwa ein Jahr. Das hängt aber etwa auch von den Ortskenntnissen ab.“

Drei Arbeitsplätze in der Leitstelle sind immer besetzt – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. An einem sitzt der Schichtführer, er behält den Überblick über alle Einsätze. Ein Kollege organisiert den Rettungsdienst, einer die Einsätze der Feuerwehren. Je nach Zeit und Lage kommen noch weitere Mitarbeiter dazu, die sich nur ums Telefonieren kümmern und die Daten dann an die Kollegen weitergeben. Für größere Unglücke gibt es dafür sogar noch einen extra Raum. „Grundsätzlich gilt aber: Jeder kann alle Dienste machen“, sagt Schichtleiter Stumpp. „Ich telefoniere auch ganz normal mit, wie alle anderen auch.“

Kappelmeier hat heute Feuerwehrdienst. Plötzlich erklingt ein leiser Gong, auf ihrem Bildschirm taucht ein kleines Feuer-Symbol auf. Ein Autofahrer hat übers Handy einen Unfall auf der A7 zwischen dem Dreieck Hittistetten und Nersingen gemeldet. Drei Autos seien darin verwickelt – ob jemand verletzt ist, weiß niemand. Diesmal gibt es einen „kombinierten Einsatz“: Feuerwehr und Rettungsdienst rücken aus. Das Computersystem macht automatisch Vorschläge, welche Feuerwehr den Unfallort am besten erreichen kann – in diesem Fall sind die Einsatzkräfte aus Senden dran. Zwölf Minuten, nachdem der Anruf eingegangen ist, kommt eine Rückmeldung aus dem Rettungswagen: Die Einsatzkräfte haben den Unfallort erreicht, es gibt einen Leichtverletzten. Weitere vier Minuten später trifft auch die Feuerwehr ein und meldet: Es sind tatsächlich drei Fahrzeuge beteiligt, die linke Spur ist blockiert.

Die Disponentin tippt alle Informationen in den PC dokumentiert alle Rückmeldungen. So können sämtliche Einsätze genau nachvollzogen werden. 2017 verzeichnete die Leitstelle insgesamt rund 132 500 Anrufe. 83 500 Mal rückte der Rettungsdienst aus, 4300 Mal die Feuerwehr. Seit Jahren steigen diese Zahlen stetig an. „Die Menschen werden schließlich älter, dann entstehen auch mehr Krankheiten“, sagt Reiner Wolf, Leiter der Integrierten Leitstelle. Außerdem verändere sich in Bayern die Krankenhauslandschaft, manche Kliniken schließen oder werden zusammengelegt – dadurch sind mehr und weitere Fahrten nötig.

Manchmal wird die 112 auch bei Beschwerden gewählt, die einfach in einer Praxis behandelt werden können. Dann verweisen die Disponenten auf die Telefonnummer 116117, über die der ärztliche Bereitschaftsdienst koordiniert wird. „Letztes Jahr hat auch mal eine ältere Frau angerufen, weil ihre Heizung ausgefallen ist“, erzählt Kappelmeier – eigentlich nicht das Aufgabengebiet der Leitstelle. „Aber wenn man raushört, dass sich jemand wirklich nicht mehr zu helfen weiß, unterstützt man ihn trotzdem.“

Dann klingelt wieder das Telefon. „Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst, Guten Tag“, sagt Kappelmeier erneut, als sie den Anruf annimmt. Es meldet sich der Mann aus dem Unterallgäu, dessen Frau heute Vormittag keine Luft mehr bekommen hatte. Mittlerweile ist alles wieder gut – ihr war beim Essen etwas im Hals stecken geblieben, die Haushaltshilfe leistete erfolgreich Erste Hilfe. Der Mann möchte nur noch eines loswerden, er sagt: „Dankeschön!“

Quelle: https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/kreis-neu-ulm-bayern/ein-tag-in-der-integrierten-leitstelle-donau-iller-24821826.html

Helden bei der Arbeit

Im Günzburger Legoland präsentierten sich Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen und Geräten. Für sie hatte der Spaß für die Besucher einen wichtigen Hintergrund. Von Mario Obeser

Sie sind die stillen und manchmal lauten Helden des Alltags. Sie helfen in Not geratenen Menschen und Tieren und schützen im Ernstfall Hab und Gut. Die Einsatzkräfte aus verschiedenen Bereichen der Feuerwehr, der Rettungsorganisationen und des Technischen Hilfswerks präsentierten sich jetzt beim Helden-Event im Günzburger Legoland.

Hier war einiges geboten. Wer über den Dingen sein wollte, konnte einen Hubschrauberrundflug ordern, um sich das Legoland für ein paar Minuten von oben anzusehen. Einen Platz neben dem Kunstflieger, der waghalsiger Flugmanöver zeigte, war nicht zu bekommen. Was sicherlich auch nicht wirklich jemand wollte.

Bereits vor dem Eingangsbereich des Parks konnten eine Drehleiter, verschiedene moderne und ältere (teils Oldtimer-) Fahrzeuge von Feuerwehr und THW, darunter auch ein 50 Meter Kran der Feuerwehr Ulm bestaunt werden. Im Inneren des Legoland-Parks waren über das gesamte Gelände verteilt einzelne Stationen aufgebaut. Mal gab es Einsatzfahrzeuge zu sehen, bei denen fachkundige Helfer der jeweiligen Organisationen Fahrzeug und Material zu erklären wussten. An anderen Stellen gab es richtige Action.

Auf zwei Showübungen zeigten die Helfer zum Beispiel, wie nach einem Verkehrsunfall ein im Auto eingeschlossener Mensch möglichst schonend aus seinem Fahrzeug gerettet wird. Eindrucksvoll arbeiteten Kräfte verschiedener Feuerwehren zusammen, um mit hydraulischer Rettungsschere und Spreizer den Fahrer aus seinem Unfallauto zu befreien. Der Rettungsdienst versorgte währenddessen den „Verunglückten“ bereits im Fahrzeug, ehe er dann durch die Feuerwehrfrauen und Männer gerettet und dem Rettungsdienst übergeben wurde.

Bindeglied zwischen den Organisationen 

Auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) des Katastrophenschutzes des Landkreis Günzburg mit ihren Fahrzeugen präsentierte ihre Arbeit als Bindeglied zwischen den verschiedenen Rettungsorganisationen. 20 Männer und eine Frau sind beim Katastrophenschutz und ausgebildet im Umgang der Technik.

Die Motorradstaffel des Bayerischen Roten Kreuz ist auf den Hauptverkehrsrouten in ganz Schwaben an den Wochenenden unterwegs. Mit einigem medizinischem Material ausgestattet sind die wendigen Helfer eine wertvolle Ergänzung zu den großen Rettungswagen und Notarztfahrzeugen. Sie fahren dabei Streife, und werden auch gezielt über die Integrierte Leitstelle Donau-Iller zu Einsätzen geschickt.

Kleine und große Wunden schminkte das Jugendrotkreuz den Besuchern – um diese dann auch noch perfekt zu verbinden. Die Rettungshundestaffel des BRK hatte einen Parcours aufgebaut und zeigte in Vorführungen eindrucksvoll, was die ausgebildeten Rettungshunde leisten können. Auch der THW-Ortsverband Günzburg stellte Fahrzeuge, Werkzeuge und Einsatzmittel unter professioneller Beratung aus. Neben einem Rüstwagen – der fahrenden Werkzeugkiste – war auch ein Unimog ausgestellt. Dieser stand mit den Vorderreifen auf Hebekissen. Jedes dieser Kissen kann 7,5 Tonnen Last per Druckluft heben. Diese Kissen werden beispielsweise zum Anheben von Trümmerteilen verwendet, um an verschüttete Menschen zu kommen. Im Legoland nutzten die Helfer die Kissen für ein Spiel: Vor dem Unimog war ein Labyrinth aufgebaut, das mittels Hebekissen geneigt werden konnte, um so einen Ball mit Fingerspitzengefühl ans Ziel zu manövrieren.

Alle Rettungsorganisationen haben eines gemeinsam, die suchten stets nach Kindern- und Jugendlichen, die sich interessieren und Mitglied werden. Auch deshalb war für die Helfer das Heldenwochenende so wichtig, um sich zu präsentieren. Denn die beste Technik und viel Geld helfen am Ende nichts, wenn der Nachwuchs fehlt.

Quelle: www.augsburger-allgemeine.de – Stand: 16.04.2016 – 11:49 Uhr