Notfallversorgung: Nur die Fusion sichert den Schutz der Bürger

Die Verantwortlichen sind zufrieden mit dem Ergebnis. Von links: Kreisbrandinspektor Erwin Schneider, Kreisbrandmeister Helmut Motzer, Kreisbrandrat Robert Spiller, Kommandant FFW Konzenberg Alexander Böck, Kommandant FFW Eichenhofen Christian Baumeister, Kommandant FFW Hafenhofen Thomas Seichter, Bürgermeister Georg Holzinger. Bild: Philipp Wehrmann

Die Feuerwehren dreier Haldenwanger Ortsteile schließen sich zusammen. Wie es nun weitergeht.

Wegen dieser Versammlung hat Bürgermeister Georg Holzinger, der eigentlich Patient war, auf eigene Gefahr das Krankenhaus verlassen. Bei den Wehren Konzenberg, Eichenhofen und Hafenhofen ist die Lage ernst. An Werktagen sind sie tagsüber nicht einsatzbereit. Deshalb hat Holzinger im Krankenhaus ein Formular unterschrieben und sich ins Auto gesetzt, um direkt nach der Versammlung wieder ins Krankenbett zurückzukehren. Vor drei Jahren hatten die drei Kommandanten ihn auf eine Fusion angesprochen. Mittlerweile drängt die Zeit noch aus einem anderen Grund: Der Konzenberger Kindergarten benötigt mehr Platz (siehe oben), weshalb das benachbarte Feuerwehrhaus voraussichtlich weichen muss.

Die Versammlung am Donnerstagabend fand im Sportheim des FC Konzenberg statt. In dessen Nachbarschaft möchte Holzinger ein gemeinsames Gerätehaus bauen. Zwölf mal 20 Meter soll es messen. Die drei bestehenden Fahrzeuge, Umkleiden für Männer und Frauen und ein Büro sollen Platz haben. Der Gemeinderat und Sportverein seien einverstanden, sagte Holzinger. Die Feuerwehr Haldenwang wird selbstständig bleiben. Zwar leide auch sie an mangelnder Einsatzfähigkeit, doch Haldenwang sei von dem neuen Feuerwehrhaus nicht binnen zehn Minuten erreichbar.

Ein Feuerwehrmann fragte Kreisbrandrat Robert Spiller, inwieweit die einzelnen Ortsteile noch geschützt seien, wenn zum Beispiel Keller vollliefen. Meist geschehe das dann in allen Ortsteilen, doch bisher habe jeder seine eigene Wehr. „Die Priorität legen dann die Führungskräfte fest“, antwortete Spiller. Zeitweise wurde es laut im Saal. Aus dem Vorstand der Hafenhofener Wehr waren skeptische Töne zu hören. Die Abstimmung verlief dennoch eindeutig. Nur sechs der etwa 50 aktiven Feuerwehrleute im Saal stimmten gegen die Fusion. „Diese Entscheidung ist gut für die Zukunft der Feuerwehr und der Jugend“, sagte der Bürgermeister.

Die drei Kommandanten begrüßten die Fusion. Kommandant Thomas Seichter aus Hafenhofen sagte auf Nachfrage, er sei optimistisch, dass er die Diskussion in seiner Wehr befrieden könne. Der Konzenberger Kommandant Alexander Böck sagte, er sei schon immer ein Befürworter gewesen. Früher sei das ein Tabuthema gewesen. Mittlerweile sei die Zeit reif.

Nun gibt die Gemeinde die Planung für das neue Gerätehaus in Auftrag. Holzinger erwartet eine Förderung von knapp 170000 Euro vom Bezirk. Unklar ist , wie die neue Wehr heißen soll. „Entweder sie trägt alle Ortsteile oder ihre Abkürzungen im Namen, oder eben gar keine“, forderte ein Feuerwehrmann. Nach dem Bau wird der Kommandant gewählt. Spiller sagte, zwei Stellvertreter seien möglich. Deshalb könnten alle drei Ortsteile im Führungsteam vertreten sein.

Quelle: Notfallversorgung: Nur die Fusion sichert den Schutz der Bürger – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 02.08.2018 – 09:42 Uhr

Nicht nur für die Feuerwehr, sondern für alle Mitbürger

Bild: Bernd Heinrich

Segnung für das neue Tragkraftspritzenfahrzeug der Löschgruppe Schönenberg.

„Ein besonderer Tag für Schönenberg, ein guter Tag für den Markt Jettingen-Scheppach und ein wichtiger Tag für die Sicherheit der Menschen in unserer Region“, bemerkte Bürgermeister Hans Reichhart. Vor wenigen Tagen wurde das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Löschgruppe Schönenberg feierlich gesegnet.

Der neue Iveco Daily mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 4,5 Tonnen und sechs Sitzplätzen hat damit das bisherige LF 8, einen Mercedes, Baujahr 1978, abgelöst, welches die Schönenberger Wehr im Jahr 2004 von der Freiwilligen Feuerwehr Scheppach erhalten hatte. Damit befindet sich im Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehren des Marktes Jettingen-Scheppach kein Fahrzeug mehr, das älter als Baujahr 2000 ist. Reichhart stellte aber auch klar: Nicht die Feuerwehr bekomme ein neues Fahrzeug, sondern alle Mitbürger, die davon profitierten. Den Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Leonhard hielt Jettingens Pfarrer Franz Wespel. Er erteilte nicht nur dem neuen Fahrzeug, sondern auch dem Aufkleber mit dem heiligen Christophorus, der auch Schutzpatron der Fahrzeuglenker ist und den er der Löschgruppe überreichte, den Segen.

Die Wehren im Markt seien bestens aufgestellt, sagte Bürgermeister Reichhart, und verfügten alle über eine zeitgerechte und moderne Ausstattung. Diese sei auch unbedingt notwendig, wenn es gelingen solle, Leben, Hab und Gut der Mitmenschen zu schützen und zu retten. Dazu trage auch das neue Tragkraftspritzenfahrzeug der Löschgruppe Schönenberg bei. Bürgermeister Reichhart übte aber auch Kritik: Viele Menschen sähen nur noch sich selbst. Auch wenn viele es nicht wahrhaben wollten oder es vergessen zu haben scheinen: Eine Gemeinschaft sei auf das Miteinander angewiesen. Dies werde dann bewusst, wenn man voll und ganz auf die Hilfe der Mitmenschen, sprich der Feuerwehr, angewiesen sei. Umso mehr sprach Reichhart allen aktiven Feuerwehrfrauen- und männern seine Anerkennung aus. Die waren an diesem Sonntag aus allen Ortsteilen nicht nur mit ihren Fahnenabordnungen, sondern auch mit zahlreichen Mitgliedern nach Schönenberg gekommen. Reichhart lobte aber auch die Zusammenarbeit der einzelnen Wehren innerhalb des Marktes untereinander. Er sah es für wichtig, dass die Löschgruppe Schönenberg auch in Zukunft ihre Eigenständigkeit behalte. Dies sei Tradition und fördere die Bereitschaft, Feuerwehrdienst zu leisten. Umso mehr würde er sich freuen, wenn sich in Schönenberg wieder ein Kommandant fände.

Im Anschluss gab es einen Festzug samt Fahnenabordnungen von der Pfarrkirche St. Leonhard zum Feuerwehrhaus in Schönenberg, dem auch das neue Fahrzeug folgte.

Quelle: Feuerwehr: Nicht nur für die Feuerwehr, sondern für alle Mitbürger – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 02.08.2018 – 09:25 Uhr

Motorradfahrer prallt in Gegenverkehr – 

Bild: Thomas Burghart

Ein 51-Jähriger verunglückt zwischen Jettingen und Burtenbach.

Ein 51-jähriger Motorradfahrer ist am heutigen Montagmittag zwischen Jettingen-Scheppach beim Überholen mit einem entgegenkommenden Auto zusammengeprallt und hat sich dabei mittelschwere Verletzungen zugezogen. Auch die Autofahrerin wurde leicht verletzt.

Der Unfall passierte nach Auskunft der Polizei Burgau gegen 12.25 Uhr auf der Umfahrung kurz hinter der Schönenberger Kreuzung. Der Motorradfahrer, der in Richtung Burtenbach unterwegs war, übersah beim Überholen offensichtlich den Gegenverkehr. Die 63-jährige Autofahrerin, die ihm entgegenkam, konnte zwar noch nach rechts ausweichen, streifte den Mann aber, der mit seiner Maschine zu Fall kam. Sowohl er als auch die Autofahrerin wurden ins Krankenhaus gebracht. Es entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von circa 10.000 Euro.

Strecke musste gesperrt werden

Die Strecke musste der Polizei zufolge eine Stunde komplett für den Verkehr gesperrt werden. Danach war die Unfallstelle circa eine Stunde lang nur einspurig passierbar, da die Straßenmeisterei damit beschäftigt war, ausgelaufenes Öl zu binden.

Quelle: Polizei: Motorradfahrer prallt in Gegenverkehr – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 30.07.2018 – 21:01 Uhr

Zwei Totalschäden nach Unfall auf der Umgehung Jettingen

Bild: Mario Obeser

Zu einem Verkehrsunfall mit einer verletzten Person und zwei total beschädigten Pkws kam es am Dienstagabend, 10.07.2018, gegen 19.00 Uhr, bei Jettingen.

Ein Pkw-Lenker befuhr den Krautgartenweg aus Richtung Jettingen kommend und wollte diesen vermutlich geradeaus in Richtung Schönenberg überqueren. Dabei übersah er einen auf der St 2025 in Richtung Burtenbach fahrenden 52-jährigen Fahrer eines Pkw und missachtete dessen Vorfahrt.

Beim Zusammenstoß wurde dieser Fahrer leicht verletzt und zur Beobachtung in das Kreiskrankenhaus Günzburg gebracht.

An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von rund 10.000 und etwa 30.000 Euro. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Zur Sperrung und Verkehrsleitung war die Freiwillige Feuerwehr Jettingen im Einsatz. Ebenso war der Rettungsdienst mit drei Rettungswagen, einem Notarzt und einem Einsatzleiter Rettungsdienst an der Unfallstelle.

Quelle: Zwei Totalschäden nach Unfall auf der Umgehung Jettingen – Stand: 11.07.2018 – 12:49 Uhr

Fahrplaninformation am Mindelaltheimer Bahnhof angezündet

Bild: Thomas Burghart

Bislang unbekannte Täter steckten am vergangenen Sonntag, 08.07.2018, gegen 19.00 Uhr, die Fahrplaninformation in Brand. Hinweise gesucht. Diese wurde dadurch vollkommen zerstört. Auch das Wartehäuschen wurde in Mitleidenschaft gezogen. Zur Brandbekämpfung war die Feuerwehr Mindelaltheim mit zehn Mann im Einsatz. Der Schaden am Fahrplan und Wartehäuschen beträgt rund 1.200 Euro.

Die Bundespolizei Augsburg und die Beamten der Polizeiinspektion Burgau haben die Ermittlungen aufgenommen und bitten Zeugen, sich unter der Telefonnummer 08222/96900 zu melden.

Quelle: Fahrplaninformation am Mindelaltheimer Bahnhof angezündet – Stand: 10.07.2018 – 10:05 Uhr

Drei Unfälle auf der BAB A8 durch Aquaplaning

VU / Symbolfoto

Am Freitagnachmittag kam es auf der A8 bei Burgau insgesamt zu drei Unfällen wegen Aquaplaning mit einem Verletzten und Sachschäden von insgesamt rund 25.000 Euro.

Zunächst verlor der Fahrer eines BMW in Fahrtrichtung München die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit der Betongleitwand der Autobahn. Dabei entstand ein Schaden von rund 10.000 Euro und das Fahrzeug musste durch einen Abschleppdienst geborgen werden. Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg sperrte den blokierten linken Fahrstreifen.

Fast zeitgleich kamen in der Gegenrichtung mehrere Fahrzeuge ins Schleudern. Der Fahrer eines Mercedes konnte eine Kollision mit der Betongleitwand nicht mehr verhindern. An seinem hochwertigen Fahrzeug entstand ein Schaden von ca. 10.000 Euro. Ein Audi-Fahrer konnte zwar eine Kollision verhindern, erlitt jedoch trotzdem ein Schleudertrauma und wurde zur ambulanten Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Hier sicherte die Freiwillige Feuerwehr Burgau die Unfallstelle auf der Standspur ab.

Kurze Zeit später kollidierte ein BMW mit der Betongleitwand in Fahrtrichtung München. Hierbei entstand ein Schaden von ca. 5.000 Euro. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Mehrere Streifen der Autobahnpolizei Günzburg kümmerten sich um die Unfallaufnahmen.

Quelle: Autobahn 8: Drei Unfälle im Kreis Günzburg durch Aquaplaning – Stand: 09.07.2018 – 10:40 Uhr

Bagger zerstört Gasleitung beim Burtenbacher Rathaus

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Bild: Philipp Wehrmann

An einer beschädigten Leitung trat Gas aus. Die Feuerwehr musste den Gefahrenbereich zeitweise großflächig absperren.

Ein Baggerfahrer hat am Freitag um etwa 13.20 Uhr in Burtenbach bei Bauarbeiten mit seiner Schaufel eine Gasleitung zerrissen. Ein Techniker, der sich vor Ort befand, teilte mit, dass es sich um den Hausanschluss des Burtenbacher Rathauses handle. Dieses wird derzeit generalsaniert. Aus der Leitung trat Gas aus, weshalb die Feuerwehren aus Burtenbach, Kemnat und Münsterhausen alarmiert wurden, teilte die Polizei mit. Diese sperrten die Gefahrenstelle in einem Umkreis von 100 Metern ab. Als festgestellt wurde, dass es sich um Erdgas handelte, konnte die Sperrung aufgehoben worden, hieß es von der Polizei. Es habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Niemand wurde verletzt. Von Feuerwehrkräften hieß es, die Leitung sei erfolgreich vom Gasbetreiber gekappt worden, weshalb keine weiteres Gas austrete. Die Polizei teilt mit, dass sich das Betreiberunternehmen nun um die beschädigte Leitung kümmere.

Quelle: www.guenzburger-zeitung.de

Sattelzug brennt: Löscharbeiten auf A8 dauern Stunden

Die Autobahnpolizei Günzburg ist am Dienstag um 23.30 Uhr alarmiert worden, weil ein Sattelzug brannte. Der 60-jährige Fahrer war auf der A8 bei Jettingen-Scheppach in Richtung Stuttgart unterwegs gewesen. Nach Angaben des Fahrers, der unverletzt das Führerhaus verlassen konnte, war der vordere rechte Reifen der Zugmaschine geplatzt, berichtet die Polizei.Er steuerte sein Fahrzeug auf den Seitenstreifen und stellte dort fest, dass bereits die Flammen das Führerhaus ergriffen hatten. Anschließend griff das Feuer auch auf den Sattelauflieger über. Der komplette Sattelzug brannte aus. Die Feuerwehren Burgau, Adelsried, Horgau und Zusmarshausen waren vor Ort. Der Verkehr wurde bei Zusmarshausen ausgeleitet. Die Lösch- und Bergungsarbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an. Die Autobahn in Richtung Stuttgart war während dieser Zeit gesperrt. Der entstandene Sachschaden dürfte etwa 120000 Euro betragen.

Quelle: Jettingen-Scheppach: Sattelzug brennt: Löscharbeiten auf A8 dauern Stunden – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 14.06.2018 – 11: Uhr

Feuerwehr löscht Autos und einen Kuchen – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine

Bild: KBM Helmut Motzer

Mehrfach hat es am Wochenende vor allem auf der Autobahn gekracht. Ein Einsatz war besonders kurios.

Die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst hatten am vergangenen Wochenende eine Menge zu tun. Bei Unfällen auf der Autobahn wurden Menschen verletzt, Autos gerieten in Brand – und dann musste auch noch ein Kuchen gelöscht werden.

Bei einem Unfall am Samstagmorgen auf der A8 in Höhe Oberknöringen sind zwei Personen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war ein Autofahrer trotz regennasser Fahrbahn zu schnell unterwegs und übersah wegen der eingeschränkten Sicht einen vorausfahrenden Lastwagen. Im Rahmen eines Ausweichmanövers geriet das Auto dann ins Schleudern und prallte gegen die linke Betongleitwand. Sowohl der 53-jährige Fahrer als auch seine 42-jährige Beifahrerin wurden jeweils leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Das Auto wurde stark beschädigt, der Schaden dürfte sich auf etwa 15000 Euro belaufen, schätzt die Polizei. Zur Verkehrssicherung war die Feuerwehr Günzburg im Einsatz.

Nach dem Verursacher eines weiteren Unfalls auf der A8 bei Oberelchingen sucht die Autobahnpolizei Günzburg derzeit. Ein 46-jähriger BMW-Fahrer war am Samstag gegen 20 Uhr auf dem linken von drei Fahrstreifen in Richtung Stuttgart unterwegs. Kurz vor der Anschlussstelle Oberelchingen wurde er von einem schwarzen Auto rechts überholt und beim Einscheren nach links geschnitten. Der BMW-Lenker musste nach links ausweichen, um einen Unfall zu vermeiden. Dabei geriet der Wagen jedoch ins Schleudern und es kam zur Berührung mit einem weiteren Auto, das auf dem mittleren Fahrstreifen unterwegs war. Der Unfallverursacher setzte seine Fahrt ohne anzuhalten fort, berichtet die Polizei. Es entstand ein Gesamtschaden von etwa 10 000 Euro. Weitere Hinweise zum unfallflüchtigen Wagen erbittet die Autobahnpolizei Günzburg, Telefon 08221/919-311.

Zum Drogentest musste ein 41-jähriger Autofahrer, der am Samstagabend auf der Autobahn einen Unfall gebaut hatte. Der Mann war in Richtung München auf dem rechten von den drei Fahrstreifen unterwegs. Dabei kam er nach Polizeiangaben nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet mit seinem Wagen in den Bereich des Lärmschutzwalles. Eine Streifenbesatzung der Autobahnpolizei Günzburg wurde im Rahmen ihrer Streifenfahrt auf den Verkehrsunfall aufmerksam und stellte bei dem Fahrer drogentypische Auffälligkeiten fest. Nach einem positiven Drogentest schickten die Polizeibeamten den Mann zur Blutentnahme und stellten dessen Fahrzeugschlüssel sicher. Außerdem fanden die Polizeibeamten im Auto Marihuana und stellten die Drogen ebenfalls sicher. Am Auto des Mannes entstand ein Schaden von etwa 500 Euro.

Ein brennendes Auto hat die Feuerwehr Burgau am Samstag auf der A8 in Fahrtrichtung Stuttgart gelöscht – und nicht nur das: Nach Angaben von Kreisbrandmeister Helmut Motzer haben die Einsatzkräfte nach dem Brand einen Kuchen aus dem Kofferraum geborgen – auch das Backwerk in seinem Container bekam fachgerecht Löschwasser ab.

Auch abseits der Autobahn in Leipheim ist in der Nacht zum Sonntag gegen 3 Uhr ein Auto wegen eines technischen Defekts in Brand geraten. Die sofort alarmierte Feuerwehr konnte die Flammen löschen und ein weiteres Ausbreiten verhindern. Der Brand entwickelte sich im Bereich des Motorraums, es entstand ein Schaden in Höhe von etwa 10 000 Euro.

Quelle: Landkreis Günzburg: Feuerwehr löscht Autos und einen Kuchen – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 11.06.2018 – 17: Uhr

Die alte Drehleiter hat noch längst nicht ausgedient

Bild: Heike Schreiber

Die Jettinger Feuerwehr besteht seit 150 Jahren. Was sie auszeichnet und was am Wochenende alles geplant ist.

Der Motor stottert etwas, dann rattert, knattert und qualmt es ein bisschen, als Feuerwehrvorsitzender und Bürgermeister Hans Reichhart die „alte Dame“ fürs Foto aus der Garage fährt. Etwas in die Jahre gekommen ist sie, die Drehleiter DL 18, mit ihren 59, und doch ist sie der ganze Stolz der Jettinger Feuerwehr. Neben den hoch technisierten Fahrzeugen wirkt sie fast schon vorsintflutlich – ist aber wohlgemerkt noch immer einsatzfähig. Und im Vergleich zum gesamten Verein ist die Drehleiter geradezu noch ein Teenager. Denn die Feuerwehr selbst wurde schon vor 150 Jahren ins Leben gerufen und ist damit einer der ältesten Vereine am Ort. Am kommenden Wochenende wird das Jubiläum gebührend gefeiert.

Seit knapp einem halben Jahr wird die 150-Jahr-Feier geplant. Ursprünglich sollte sie ziemlich klein ausfallen, maximal mit Gottesdienst und Frühschoppen, erinnert sich Erster Kommandant Markus Schmucker zurück. Aber dann hätten sich die Pläne bei den vielen abendlichen Sitzungen doch immer mehr ausgeweitet, das Programm wurde schließlich auf zwei Tage verteilt. Zum Festumzug am Sonntag haben sich immerhin 15 Feuerwehren und die örtlichen Vereine angemeldet. „150 Jahre, das muss man dann doch etwas größer feiern“, sagt Vereinsvorsitzender Hans Reichhart. Die Feuerwehr solle sich auch präsentieren und vielleicht den ein oder anderen dazu bewegen, zur Feuerwehr zu gehen.

Vor 25 Jahren Blut geleckt

Genauso wie es beim Ersten Kommandanten lief. Markus Schmucker hatte beim 125. Jubiläum „Blut geleckt“, wie er sagt. Zusammen mit einer zehnköpfigen Clique trat er sofort der Feuerwehr bei, um schließlich 2009 den Chefposten zu übernehmen. Zeitgleich mit ihm wurde Wolfgang Walburger sein Stellvertreter. Inzwischen sind sie ein eingespieltes Duo, das hinter sich eine starke Mannschaft weiß. 181 Mitglieder zählt der Verein, davon sind 36 aktiv dabei und 18 Jugendliche. Zwar sei die Mitgliederzahl, wie bei den meisten Wehren und Vereinen in den vergangenen Jahren, geschrumpft, „aber die Leute, die dabei sind, engagieren sich sehr, man kann sich auf jeden einzelnen verlassen“, lobt Schmucker seinen „Haufen“. Kameradschaft werde großgeschrieben, man halte zusammen. Was in Schmuckers Augen in der heutigen Zeit besonders wichtig ist, da Feuerwehrmänner ziemlich viel aushalten müssen. Beruf und Standing hätten sich sehr verändert, die Leute seien viel aggressiver, Floriansjünger würden bei ihrer Arbeit oft behindert oder angepöbelt. Schmucker ist aber keiner, der gerne jammert oder den Teufel an die Wand malt. „Zum Glück gibt es neben den schwarzen Schafen auch viele positive Rückmeldungen.“

Einmal brannte eine ganze Straßenzeile ab

Ohne ihre Feuerwehr wäre Jettingen-Scheppach nie so groß geworden wie heute. Im 19. Jahrhundert brannte es so oft und heftig, dass einmal sogar eine ganze Straßenzeile Raub der Flammen wurde. Auslöser für die Gründung der Wehr 1868 waren erneut zwei Brände beim „Hacker“ und „Schimmelkäser“, wie aus der Chronik hervorgeht. Doch auch 350 Feuerwehrleute aus der Gemeinde und den umliegenden Städten konnten nicht verhindern, dass das Jettinger Schloss 1928 Opfer eines verheerenden Feuers wurde. In der Neuzeit hat sich eine ganz andere Katastrophe ins Gedächtnis der Bevölkerung und der Feuerwehrler eingebrannt: Den 9. März 2006 wird Markus Schmucker nie vergessen, als ein Fahrzeug in der Weberstraße in einen Trauerzug raste, vier Menschen in den Tod gerissen und 56 zum Teil schwer verletzt wurden. Schmucker saß im ersten Feuerwehrauto, fühlte sich wie in einem „Kriegsfilm“. „Das hat uns alle geprägt, das ist tief drin.“

Doch im Moment denkt er nur an das bevorstehende Jubiläum. Am meisten freut sich der Kommandant auf den Festzug. „Das hat schon etwas, wenn man mit Fahnen auf den Festplatz marschiert.“

Die „alte Dame“, die Drehleiter DL 18, darf sich derweil ausruhen.

Das Programm: Das Jubiläum beginnt am Samstag, 9. Juni, um 18 Uhr im Zelt beim Feuerwehrhaus mit den Ehrungen. Ab 19.30 Uhr spielt die Schwaben-Combo. Am Sonntag ist um 8.30 Uhr Festzug durch Jettingen, dem sich um 9 Uhr der Gottesdienst mit Frühschoppen anschließt. Nach dem Mittagstisch klingt das Fest bei Kaffee und Kuchen aus.

Quelle: Jubiläum: Die alte Drehleiter hat noch längst nicht ausgedient – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 06.08.2018 – 09:45 Uhr