Sonstige 2011

Grundlehrgang erfolgreich beendet
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    • Alle 19 Teilnehmer bestanden die Prüfung Im Zeitraum vom 15.03.11 bis zum 16.04.2011 haben 19 Kameraden und Kameradinnen aus den Feuerwehren Ziemetshausen, Muttershofen, Schönebach und Schellenbach ihren Feuer-wehr-Grundlehrgang zum Truppmann absolviert. Insgesamt wurden 68 Unterrichtsstunden absolviert, inklusive des im Februar bereits absolvier-ten Ersten Hilfe Kurses. Abgehalten wurden dieser Kurs größtenteils vom Lehrgangsleiter Eisele Sven sowie weiteren Führungskräften der Feuerwehr Ziemetshausen bzw. der teilnehmenden Ortsteilfeuerwehren. Diese Ausbildung wurde nach 2004, 2005, 2007, 2009 nunmehr zum fünften in eigener Regie durchgeführt, worauf die Stützpunktwehr zu Recht stolz sein kann. Ausbildungsthemen waren unter anderem: Rechtsgrundlagen, Brennen und Löschen, Fahr-zeugkunde, Gerätekunde, Rettung, Löscheinsatz, Technische Hilfeleistung, Verhalten bei Gefahr, Unfallversicherung, Löschwasserversorgung und -entnahme, Brandsicherheitswach-dienst, etc. Bei der Prüfung im Feuerwehrgerätehaus Ziemetshausen musste von den Teilnehmern eine schriftliche und praktische Prüfung absolviert werden. Alle Teilnehmer haben dabei mit sehr guten Leistungen bestanden. Zum Abschluss konnte Kreisausbilder Elmar Müller und Kreisbrandmeister a.D. Eduard Hillenbrand allen Prüflingen zur bestandenen Prüfung gratulieren und ihnen ihr Zeugnis überrei-chen. Kreisausbilder Müller bedankte sich bei Lehrgangsleiter Sven Eisele und den einzelnen Aus-bildern der Feuerwehren sowie beim 1.Kommandant der Ziemetshauser Wehr, Hansjörg Micheler für die gute Ausbildung und gratulierte ihm und den Ortsteilkommandanten zu den neuen Truppmännern und Truppfrauen, die somit das Leistungsniveau der einzelnen Feuerwehren deutlich erhöhen. Abschließend bedankte sich auch 1. Kommandant Hansjörg Micheler für die Teilnahme am Kurs und bat alle Teilnehmer das erlernte Wissen in der Praxis umzusetzen und auch weiterhin an Fortbildungen teilzunehmen. Bild zeigt von links nach rechts: KBM a.D. Hillenbrand Eduard, Kreisausbilder Müller Elmar, Gasteiger Monika, Hartmann Julia, Leitenmaier Doris, Weizenegger Sonja, Weizenegger Franz, Reinhardt Nadine, Maier Peter, Böhm Tanja, Huber Patrick, Knöpfle Markus, Fendt Andreas, Eder Thomas, Jaser Florian, Knöpfle Florian, Wowra Jonas, Fendt Andreas, Seefried Philipp, Aigster Peter, Reinhardt Markus, Lehrgangsleiter Eisele Sven, 1. Kommandant Micheler Hansjörg Foto/Text: Feuerwehr Ziemetshausen

Jugendfeuerwehren proben 24 Stunden lang den Feuerwehralltag
menschenrettung

    • menschenrettung

 

    • 24 Stunden haben die Jugendgruppen der Freiwilligen Feuerwehren aus Reisensburg und aus Riedhausen bereits zum zweiten Mal zusammen geübt. Bei diesem Berufsfeuerwehrtag probten sie Übungseinsätze, die von erfahrenen Feuerwehrleuten begleitet wurden. Gegenseitiges Kennenlernen und die Pflege der Kameradschaft kamen dabei aber nicht zu kurz. Begonnen wurde Samstag früh um neun Uhr mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet im Reisensburger Gerätehaus. Der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten: „Starke Rauchentwicklung im Landjugendheim in Reisensburg“ lautete die Alarmmeldung. Ziel war das richtige Absuchen eines verrauchten Raumes nach vermissten Personen unter Beachtung des Eigenschutzes. Mit Hilfe eines Lüfters wurde der Raum anschließend fachgerecht rauchfrei gemacht. Zum Mittagessen ging es zurück ins Gerätehaus. Das Nachmittagsprogramm gestaltete dann jede Jugendgruppe für sich in ihrem Heimatort. Während die Jugendlichen in Riedhausen mit Tauchpumpe und Stromerzeuger die technische Hilfeleistung probten, galt es in Reisensburg eine abgestürzte Person am Hang zu retten und einen Papierkorbbrand in den Griff zu bekommen. Pünktlich um 16 Uhr erhielten beide Jugendgruppen an ihrem Standort einen Alarm über zwei vermisste Personen nördlich der Donau. Treffpunkt war der Sportplatz Reisensburg. Bei der Suche wurden die Feuerwehranwärter von der Rettungshundestaffel des Bayerischen Roten Kreuzes unterstützt. Da das Suchgebiet direkt an den Donauradwanderweg grenzte, war eine Aufgabe der Feuerwehr, dort Posten aufzustellen um Spaziergänger und Radfahrer zu informieren. Die beiden Rettungshundeteams wurden je von einem ortskundigen Jugendlichen begleitet. Ebenso wurden Suchtrupps eingesetzt, welche die Wege nach den Vermissten kontrollierten. Hierbei war ein Suchtrupp erfolgreich – sie fanden eine der Personen. Ein Tragetrupp blieb bei der Einsatzleitung ständig in Bereitschaft und wurde nach Auffinden der zweiten vermissten Person angefordert. Nach dem Abendessen in Reisensburg klingelte das Alarmtelefon schon wieder. Wenig später waren die Löschfahrzeuge besetzt und auf dem Weg zum Einsatzort. Auf dem Volksfestplatz in Günzburg hatten sich die Organisatoren einen PKW-Brand ausgedacht. Mit Hilfe des MicroCafs und einem Trupp der aktiven Wehr unter Atemschutz wurde zuerst versucht den Brand im Motorraum zu löschen ehe der Vollbrand des Fahrzeuges mit einem größeren Schaumeinsatz bekämpft wurde. Nach dem erfolgreichen Einsatz wurden beide Fahrzeuge am Gerätehaus wieder mit sauberen Schläuchen bestückt und einsatzbereit gemacht. Wegen des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses in Riedhausen fehlte eine Übernachtungsmöglichkeit, weshalb die Jugend aus Riedhausen den Berufsfeuerwehrtag gegen 23.00 Uhr beendete. Die Reisensburger Jugendlichen nutzten die freie Zeit zum DVD-schauen, ehe der letzte Einsatz die Nachtruhe unterbrach. Im Donauried musste noch ein Hubschrauberlandeplatz ausgeleuchtet und der Brandschutz sichergestellt werden. Verschnaufpausen gab es also nur wenige. Bei dem abschließenden gemeinsamen Frühstück wurden die letzten 24 Stunden aus fachlicher Sicht nochmals besprochen und die gute kameradschaftliche Zusammenarbeit aller von den Jugendleitern beider Wehren gelobt. Eine wirklich tolle Leistung der Aktiven, Helfer und Statisten, die mit solchen Übungen versuchen die Jugendlichen für die Hilfe an den Mitmenschen zu begeistern. Vielen Dank an alle, die durch ihre Teilnahme dazu beigetragen haben, einen interessanten und lehrreichen Tag zu gestalten. Bis zum nächsten Berufsfeuerwehrtag: „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!“ Text und Fotos: Feuerwehr Reisensburg und Riedhausen

Ein markanter Tag für die Feuerwehr
LF 20/16

    • LF 20/16

 

    • Mit großem Bahnhof und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde das lang ersehnte neue Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Ziemetshausen am Freitagabend empfangen. Von der Überführungsfahrt aus der Nähe des österreichischen Linz haben Bürgermeister Anton Birle und etliche Gemeinderäte, nahezu die komplette Wehr und Kreisbrandmeister Martin Mayer das Fahrzeug begrüßt. Unter den Klängen der Blaskapelle zog ein beachtlicher Zug vom Feuerwehrhaus zur Ortsitte und wurden dort schon von vielen Bürgern erwartet. 1. Vorstand Karl Miller jr. hielt mit seiner Freude über das fabrikneue Fahrzeug nicht hinter dem Berg zurück, da dies das nunmehr 40 Jahre alte TLF 16 ablöst. Dennoch wünsche er sich, dass die künftigen Einsätze trotz der Freude über das Fahrzeug so gering wie möglich sein werden. Die offizielle Einweihung des LF 20/16 werde Anfang Mai kommenden Jahres im Rahmen der ausstehenden 40-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Ziemetshausen erfolgen. Lob für Fahrzeugausschuss Bürgermeister Anton Birle freut sich gemeinsam mit den Floriansjüngern über das hoch moderne Löschfahrzeug und dankte dafür, dass das Vorgängermodell mit entsprechender Pflege und gewissenhafter Handhabung nahezu vier Jahrzehnte Dienst leisten konnte. Sein Dank galt dem Fahrzeugausschuss der Wehr, die ihn bei Auswahl und Ausstattung des neuen Fahrzeugs über alle Maßen unterstützt haben. Bei der anschließenden Besichtigung des LF /16 mit KBM Mayer konnten sich beide über die moderne und zweckgemäße Ausrüstung und Beladung des Fahrzeugs ein eindrucksvolles Bild machen. Und zahlreiche Bürger die den Empfang des neuen Stolzes der hiesigen Feuerwehr miterleben wollten, taten dies ebenfalls. Für die Jugend war das Fahrzeug ein begehrtes Objekt, durften sie doch auch einmal im Innenraum Platz nehmen und sich das Innleben eines solchen Gefährts betrachten. Modernst ausgerüstet Das 260 PS starke LF 20/16 verfügt über einen Löschwasserbehälter mit 2400 Liter Inhalt und zusätzlich einer Feuerlöschkreiselpumpe, die bis zu 3000 Litern/min. leisten kann. 200 Liter Schaummittel als Sonderlöschmittel sind ebenso mit an Bord wie eine Schaumzumischanlage, mit der Schaummittel bereits ab der Pumpe hinzugegeben werden kann. Vier Atemschutzgeräte befinden sich vorne im Mannschaftsraum, so dass sich die Atemschutzgeräteträger bereits bei der Anfahrt zum Einsatzort komplett ausrüsten können. Neben einem 13 KVA Stromerzeuger gehört der Fahrzeugaufbau insgesamt zum modernsten was derzeit auf dem Markt ist. Dazu gehört auch ein mittels Fernbedienung gesteuerter integrierter pneumatischer Lichtmast, dessen Halogenscheinwerfer durch die Lichtmaschine des Fahrzeuges gespeist werden. Eine einachsige Fahrzeughaspel am Heck mit 160 Meter B-Schläuchen, die Schnellangriffseinrichtung mit 50 Meter Länge und der 2000 Liter fassende Wasserwerfer stechen ebenso hervor wie die zusätzliche Verkehrswarneinrichtung am Fahrzeugheck. Lieferant der kompletten Geräte im Feuerwehraufbau war die Firma Fischer-Brandschutz in Dinkelscherben, mit der man so einen kompetenten Partner in unmittelbarer Nähe hat. Bild und Bericht: FF Ziemetshausen

Berufsfeuerwehrtag bei der Jugendfeuerwehr Krumbach
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    • Vor Kurzem fand im Feuerwehrgerätehaus Krumbach ein sogenannter Berufsfeuerwehrtag statt. Im Zuge der Zeitumstellung waren es keine, wie normal üblich, 24 sondern 26 Stunden, die die 11 teilnehmenden Feuerwehranwärter im Feuerwehrhaus verbrachten. Ziel und Zweck dieser Übung ist den Jugendlichen zu vermitteln, wie ein typischer Alltag bei einer Berufsfeuerwehr aussieht, nämlich durchzogen von theoretischen und praktischen Unterrichten und Übungen, Sport und Einsätzen. Natürlich darf hier auch die kameradschaftspflege nicht zu kurz kommen. Samstagmorgen um 9.00 Uhr wurden die Jugendlichen durch den Jugendfeuerwehrwart Markus Link und den Kommandanten Wolfgang Hiller begrüßt und Organisatorisches geklärt. Als allererstes stand dann Fahrzeugkunde auf dem Programm, da ja wie bei richtigen Einsätzen der Feuerwehr Krumbach die Ausrückeordnung beachtet wurde, und eben mit den dementsprechenden Fahrzeugen zu den Übungseinsätzen gefahren wurde. Kurz danach wurden die Jugendfeuerwehrler auch schon zum ersten Einsatz alarmiert. Es ging in den Stadtgarten zur Tierrettung; 2 Stofftiere auf 2 Bäumen mussten von jeweils einer Gruppe mittels Steckleiterteilen von den Bäumen gerettet werden. Wieder im Feuerwehrhaus angelangt wurde erst zu Mittag gegessen, ehe sich der nächste etwas größere Einsatz anbahnte. Erneut rief die Sirene die Jugendlichen an ihre Spinde um sich für den Brand in der Grundschule Krumbach umzuziehen. „Brand im Südflügel, 2 Personen werden vermisst“ so die Alarmmeldung. Während der Einsatzleiter von einem Fahrzeug eine Wasserversorgung vom Krumbächle her aufbauen ließ, durften 4 Jugendliche vom 2ten Großfahrzeug als Atemschutztrupp fungieren und das Gebäude im Erdgeschoss und 1 Obergeschoss absuchen. Nach kurzer Zeit waren die beiden Vermissten gerettet und konnten medizinisch Erstversorgt werden. Die nun aufgebaute Wasserversorgung wurde parallel zur Außenbrandbekämpfung genutzt wodurch der Übungseinsatz schnell beendet werden konnte. Nun stand, als die Fahrzeuge wieder voll bestückt und einsatztauglich waren, der Dienstsport auf dem Tagesablaufplan. Bei strahlendem Sonnenschein konnte die Jugendgruppe auf dem Feuerwehrhof Völkerball spielen. Um 17.00 heulte wiederrum die Alarmglocke, diesmal zur Beseitigung einer Ölspur auf dem Parkplatzgelände der Fachoberschule Krumbach. Rasch wurde die ausgelaufene Flüssigkeit mit Bindemittel abgebunden und parallel dazu zur Sicherheit ein Gulli mit einem Dichtkissen verschlossen. Nachdem Abendessen kam es zum Verkehrsunfall zwischen 2 PKW mit 2 eingeklemmten Personen auf dem Gelände des Rathauses. Unter den Augen von Kreisbrandmeister Franz Durm, Vorstand und stv. Kommandant Christian Seitz und diversen weiteren Zuschauern mussten hierbei nicht nur die PKW mit schwerem Rettungsgerät geöffnet, sondern auch die Unfallstelle mit Flutlichtstrahlern ausgeleuchtet, die beiden Verletzten in den Autos betreut als auch eine Absicherung der Einsatzstelle vorgenommen werden. Einer der beiden PKW lag auf der Seite und musste fachgerecht gegen umfallen gesichert werden. Bei dem ganzen Einsatz waren die Jugendlichen ständig unter der Begleitung von erfahrenen Aktiven die die Rettungsschritte beaufsichtigten und die Feuerwehranwärter unterstützten. Nachdem der Verkehrsunfall abgearbeitet war traf man sich im Brandstüble zum gemeinsamen Spieleabend, um auch hier ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig besser Kennenzulernen wurden dementsprechend Spiele gemacht. Ab 24 Uhr herrschte Nachtruhe, leider kam es aber erneut zu einem Alarm gegen 3.00 Uhr. „Ausgelöste Brandmeldeanlage im Stadtgebiet, näheres unklar“ nach kurzer Erkundung durch den Einsatzleiter stand schnell fest, dass es sich um einen Fehlalarm handelt und der Einsatz konnte abgebrochen werden. Zum letzten Einsatz der 26-stündigen Übung ging es um 6.30 Uhr in die Bauschuttdeponie zwischen Krumbach und Ebershausen zum tatsächlichen Brandeinsatz. Auf dem neuangelegten Plateau brannte ein kleinerer Holzhaufen. Dieser wurde schnell durch das Tanklöschfahrzeug mit einem Löschaufbau abgelöscht und durch das 2te Löschfahrzeug mit einem Schaumteppich bedeckt, damit der Haufen sich nicht mehr entzünden konnte. Abschließend fand ein Weisswurstessen im Feuerwehrhaus, bei dem die vergangenen Stunden reflektiert wurden, und allen für die Bereitschaft einen ganzen Tag für die Feuerwehr zu opfern gedankt. Nach allen Einsätzen fand zudem eine kleine Besprechung aus fachlicher Sicht statt bei dem kleinere Fehler angesprochen bzw. Verbesserungsvorschläge von der Jugendleitung als auch von den Jugendlichen selbst gemacht wurden. „Dieser Übungstag war ein voller Erfolg! Die positive Resonanz aller Beteiligten legt eine erneute Auflage des Berufsfeuerwehrtages bei der Jugendfeuerwehr Krumbach im nächsten Jahr nahe.“ so Jugendwart Markus Link. Ein weiterer Dank gilt allen Helfern der Aktiven Wehr, die die Einsätze vorbereitet haben, der Stadtverwaltung Krumbach, besonders Herrn Ruf für die tatkräftige Unterstützung und Vorbereitung der Übung, und dem Landratsamt Günzburg die die Plätze für die Einsätze bereitgestellt haben sowie bei Ludwig Knoll für das gelieferte Essen. Bericht und Bild: FF Krumbach

Feuerwehrführung des Landkreises auf Lehrfahrt

Ein ebenso abwechslungsreiches wie interessantes Tagesprogramm bot sich den Führungskräften der Feuerwehren des Landkreises Günzburg bei der diesjährigen Kommandantenlehrfahrt. Kreisbrandmeister Marin Mayer, verantwortlich für Organisation und Reiseleitung, führte die 64 Teilnehmer souverän durch den Tag.

 

Bei dem ersten Etappenziel die Berufsfeuerwehr der Stadt Pforzheim verschafften sich die Führungskräfte einen detaillierten Einblick in die Aufgaben und die Organsatin der Berufsfeuerwehr. Nach einer kurzen Begrüßung und einer Einführung in den Fachbereich des örtlichen Feuerwehrwesens, schloss sich eine umfassende Fachführung durch die Feuerwache und die Feuerwehrleitstelle an. Das vorgestellte Leitstellen- und Alarmierungskonzept, die Organisation des Fahrzeugparks sowie die enge Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren im Stadtbereich Pforzheim boten umfassenden Stoff für einen interessanten und fachlichen Dialog. Nach der Führung bedankte sich Kreisbrandmeister Martin Mayer im Namen aller bei Herrn Knödel dem Wachbereichsleiter der BF Pforzheim für die detaillierte Führung.

Beim anschließenden Besuch des Mercedes-Benz-Museum gelang ein spannender Einblick in die Welt des Automobils. Als einziges Museum der Welt kann das Mercedes-Benz-Museum die 125-jährige Geschichte der Automobilindustrie vom ersten Tag an lückenlos darstellen.

Einen gelungenen Abschluss fand die diesjährige Kommandantenlehrfahrt beim Besuch des 167. Cannstatter Wasen.

Bericht und Bild: KBM Martin Mayer, KFV-GZ


Ein Jahr Integrierte Leitstelle Donau-Iller

Seit nun mehr einem Jahr erfolgt die Alarmierung der Feuerwehren für den Bereich der Landkreise Günzburg, Neu-Ulm, Unterallgäu und der Stadt Memmingen über die Integrierte Leitstelle (ILS) Donau-Iller. Bürgerinnen und Bürger, die Hilfe durch die Feuerwehr und/oder den Rettungsdienst benötigen, wählen einheitlich den Notruf 112 und kommen bei der Integrierten Leitstelle mit Sitz in Krumbach an. Von dort aus werden dann über einen Einsatzleitrechner auf Grund vordefinierter Einsatzstich- und Schlagwörter und georeferenzierter Einsatzörtlichkeiten die nächstgelegenen Einsatzkräfte alarmiert. Bei der Anforderung der Feuerwehr wird dann immer die örtlich zuständige Feuerwehr alarmiert, welche je nach Schadensbild automatisch Unterstützung anderer Wehren erhält, die über bestimmte technische Ausstattungen wie beispielsweise für Verkehrsunfälle über hydraulische Rettungsgeräte oder bei Bränden  über Drehleitern und zusätzliche Löschfahrzeuge u.a. verfügen.

Vor Inbetriebnahme der ILS Donau-Iller wurden die Feuerwehren über die zuständigen Polizeiinspektionen alarmiert. Auf Grund einer vom bayerischen Innenministerium vorgegebenen neuen, bayernweit einheitlichen Feuerwehralarmierung und -alarmplanung   mussten die Kreisverhaltungsbehörden zusammen mit den örtlichen Feuerwehren und Gemeinden sowie den zuständigen Kreisbrandinspektionen in gut zweieinhalb Jahren Vorbereitungszeit ihr Notruf- und Alarmierungssystem neu organisieren. Für die Bereiche Memmingen, Unterallgäu, Neu-Ulm und Günzburg wurde zum 08.11.2011 die Integrierte Leitstelle (ILS) Donau-Iller in Betrieb genommen.

Für die Feuerwehren und das Technisches Hilfswerk hat sich mit der neuen Alarmplanung vieles verändert. Die neue Alarmplanung und die Nutzung eines zentralen Leitsystems bietet Vor- und Nachteile, allerdings muss sich jedes neue Planungskonzept in der Praxis auch bewähren. Aufgrund der Komplexität der Alarmplanung für rund 350 Feuerwehren im Bereich der ILS Donau-Iller sind innerhalb der vergangenen 12 Monate Erkenntnisse vorgetreten, die nun nach und nach angepasst werden müssen.

Ein großer Vorteil des neuen Alarmierungssystem ist, dass die gesetzliche Vorgabe nach der schnellen Hilfe die örtlichen Feuerwehren generell berücksichtigt. Dies stärkt auch das ehrenamtliche Engagement jeder Feuerwehr. Gleichzeitig ermöglicht das Leitsystem effizient eine schnellere und optimalere Hilfe für in Not geratene Personen, da je nach Schadensbild Feuerwehren und Rettungsdienst gleichzeitig alarmiert werden.

Nach einem Jahr ILS Donau-Iller muss man alle Beteiligten loben, die Leiter und Disponenten der Leitstelle, die Führer- und Einsatzkräfte der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes, auch die Verantwortlichen in den Kommunen und nicht zuletzt das Team, dass verantwortlich ist/war für die Umsetzung der neuen Alarmplanung. Alle Beteiligten gaben und geben ihr Bestes, um den Bürgerinnen und Bürgern schnell und effizient zu helfen. Die Umstellung auf das neue Alarmierungssystem war richtig.

Quelle new-facts.eu