Vergessenes Essen führt zu Feuerwehreinsatz

Bild: Thomas Burghart

Gestern Abend haben Bewohner einer Wohnung in der Straße „An der Herrgottsruh“ in Denzingen Essen auf dem Küchenherd zubereitet und dieses vergessen. Hierdurch kam es zu einer starken Rauchentwicklung und die Freiwillige Feuerwehr wurde alarmiert. Glücklicherweise blieb es lediglich bei der Rauchentwicklung. Ein Brand entstand nicht. Die Freiwillige Feuerwehren aus Günzburg und Denzingen sorgten im Rahmen ihres Einsatzes dafür, dass die Wohnung ausreichend belüftet wurde und der Rauch abziehen konnte. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen ist nur ein geringer Sachschaden entstanden.

 

Quelle: Vergessenes Essen führt zu Feuerwehreinsatz – Stand: 17.08.2018 – 22:53 Uhr

Aufzug defekt Feuerwehr muss Rollstuhlfahrer tragen

Bild: Thomas Burghart

Am gestrigen Donnerstag rief gegen 21:30 ein im Rollstuhlsitzender Bahnreisender bei der Integrierten Leitstelle Donau-Iller an, er stehe mit seiner Begleitperson in der Unterführung am Günzburger Bahnhof und der Aufzug zum Ausgang sei defekt. Zudem wiegt sein Elektrorollstuhl 140kg und die zuständige 3-Zentrale der Deutschen Bahn hatte um die Uhrzeit keinen Techniker mehr zur Verfügung.  

Die Leitstelle verständigte telefonisch die Feuerwehr Günzburg die wegen des anstehenden Feuerwerks am Günzburger Volksfest in Bereitschaft war, und so eilten vier Mann zum Bahnhof um den Kameraden aus der misslichen Lage zu befreien. Nach zehn Minuten war der Hilfesuchende und sein Gefährt hochgetragen. Er berichtete zudem, dass seine Freundin die auch im Elektrorollstuhl diese Woche schon in ähnlicher Situation am Gleis 4/5 war, dort ist seit über einer Woche der Aufzug defekt.

Bericht und Bild: Thomas Burghart, KFV GZ

Zwei Schwerverletzte nach Zusammenstoß auf der B16

Bild: Mario Obeser

Zwei Personen wurden heute, am 13.08.2018, bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 16, zwischen Hochwang und Kleinkötz, schwer verletzt.

Eine 20-jährige Autofahrerin fuhr um kurz nach 17.00 Uhr auf der Hochwanger Straße, aus Ebersbach kommend, und bog auf die B 16 ein. Hierbei übersah sie offenbar einen in Richtung Günzburg fahrenden BMW, der von einem 22-Jährigen gesteuert wurde. Der BMW prallte gegen die Fahrerseite des Peugeot und kam von der Fahrbahn ab. Der Peugeot drehte sich um die eigene Achse und blieb, in die Fahrbahn ragend, neben der Straße stehen.

Die 20-Jährige wurde schwerverletzt von der Feuerwehr aus ihrem Fahrzeug gerettet und mit dem Rettungshubschrauber Christoph 51 aus Stuttgart, der gerade am BKH in Günzburg stand, in eine Klinik nach Ulm geflogen. Der Rettungshubschrauber Christoph 40 aus Augsburg brachte den ebenfalls schwerverletzten BMW-Lenker ins Zentralklinikum Augsburg.

Die Feuerwehren aus Kleinkötz, Hochwang und Ichenhausen sperrte die Bundesstraße 16 zwischen Hochwang und Kleinkötz. Der Rettungsdienst rückte mit zwei Rettungswagen, einem Notarztfahrzeug und einem Einsatzleiter Rettungsdienst an.

Quelle: Kreis Günzburg: Zwei Schwerverletzte nach Zusammenstoß auf der B16 – Stand: 15.08.2018 – 10:25 Uhr

Feuer auf Acker droht auf Scheune überzugreifen 

Bild: Helmut Motzer/Kreisbrandmeister

Einsatz für die Feuerwehren Unter- und Oberknöringen sowie Burgau am Donnerstagabend: Stroh brannte.

Auf einem Acker in Unterknöringen in der Nähe der Pyrolyse hat am Donnerstagabend Stroh gebrannt. Das Feuer drohte auf eine Feldscheune überzugreifen, was durch die Feuerwehr aber noch rechtzeitig verhindert werden konnte, berichtet Kreisbrandmeister Helmut Motzer.

Die Polizei spricht von einem kleineren Einsatz. Neben den Beamten waren die Feuerwehren Unterknöringen, Oberknöringen und Burgau am Ort.

Quelle: Unterknöringen: Feuer auf Acker droht auf Scheune überzugreifen – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 10.08.2018 – 21:03 Uhr

Fahrzeugbrände im Kreis: Feuerlöscher an Bord nehmen! 

Bild: A. Werdich

Derzeit häufen sich im Landkreis Günzburg die Brände bei Fahrzeugen. Die Feuerwehr hat einen wichtigen Rat, den jeder beherzigen sollte.

Was kann ich schon ausrichten mit einem kleinen Feuerlöscher? Das mag sich mancher fragen beim Rat des Kreisbrandinspektors, einen solchen Behälter an Bord des Fahrzeugs zu haben. Die Antwort: sehr viel. Zum einen können damit kleinere, entstehende Feuer bekämpft werden, zum anderen können mehrere Fahrer mit ihren Löschern zusammenarbeiten und so eine viel größere Wirkung entfalten. So kann die Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehr genutzt werden, wobei sich natürlich keiner selbst in Gefahr begeben soll. Solch ein Behälter ist schon für wenig Geld in der nächsten Werkstatt beziehungsweise im Autozubehörhandel zu bekommen und mit Sicherheit eine sinnvolle Investition.

Ohnehin wäre es wünschenswert, wenn jeder Fahrer eine gewisse Grundausrüstung zum eigenen Schutz im Wagen hätte, angefangen bei der Warnweste. Jeden Tag sind beispielsweise auf der Autobahn Menschen zu sehen, die neben ihrem Pannenfahrzeug stehen – bevorzugt nicht hinter der Leitplanke – und nur schlecht aus der Ferne zu erkennen sind. Auch Warndreiecke aufzustellen scheint heute kein Standard mehr zu sein, der Warnblinker genügt vielen schon als Absicherung. Wenn überhaupt. Doch je deutlicher der Wagen und man selbst aus der Ferne zu sehen ist, desto besser und sicherer.

Quelle: Kreis Günzburg: Fahrzeugbrände im Kreis: Feuerlöscher an Bord nehmen! – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 09.08.2018 – 11:16 Uhr

Die Feuersucher halten in der Region Günzburg Ausschau

Die Brandgefahr ist weiter groß – auch wenn noch diese Woche eine Abkühlung kommen soll. Die Luftbeobachter starten von Illertissen aus. Wir waren dabei.

Gelblicher Rauch steigt an einem Acker zwischen Krumbach und Illertissen auf. Die Wolke ist über mehrere Kilometer zu sehen. Ohne zu zögern reißt Siegfried Möst den Steuerknüppel seines einmotorigen Kleinflugzeugs zur Seite. Die Maschine, die noch in ruhiger Lage auf Erkundungstour war, neigt sich ruckartig nach rechts. Möst lässt das Flugzeug in Richtung der Rauchwolke fallen. Brennt dort ein Acker?

Als sich der Flieger nähert, wird erkennbar, dass sich die Rauchquelle auf ein nahes Dorf zubewegt. Entlang des Ackers bildet sich eine Wand. Der Pilot hält die Rauchsäule fest im Blick, lenkt seine Maschine darauf zu. Neben ihm im Cockpit sitzt Florian Drollinger. Dem Luftbeobachter ist die Rauchwolke zuerst aufgefallen. Doch als sich die Maschine nähert, winkt Drollinger ab und gibt seinem Kollegen zu verstehen: Glück gehabt. Das dort unten war kein Ackerbrand, es war ein Traktor, der den staubigen Boden aufgewirbelt hat. Möst lenkt die Maschine wieder auf Kurs. Im Augenwinkel sehen die beiden die nächste potenzielle Gefahrenstelle.

Acht Piloten fliegen für den Stützpunkt Illertissen – einer von drei in Schwaben

Möst und Drollinger sind Teil der Luftretterstaffel in Illertissen. Aus luftigen Höhen beobachten sie weite Teile Schwabens und halten Ausschau nach jeder Rauchsäule, jedem potenziellen Brand. Insgesamt acht Piloten fliegen für die Luftbeobachtung am Stützpunkt. Allesamt machen das ehrenamtlich. Geld gibt es vom Land Bayern nur für Instandhaltung der Flieger und den verbrauchten Sprit. Möst, der die Beobachtungsstelle in Illertissen leitet und 20 Jahre Erfahrung als Pilot hat, koordiniert die Flüge. In jedem Beobachtungsflugzeug sitzt neben dem Piloten auch ein ausgebildeter Luftbeobachter, wie Drollinger einer ist. Zurzeit fliegen sie jeden Tag. Zweimal. Immer zu zweit. Einer lenkt das Flugzeug, der andere hält Ausschau.

Geflogen wird auf Anordnung der Regierung von Schwaben. Dieses Jahr waren es bereits mehrere Tage, an denen die Luftretter losmussten, sagt der Stützpunktleiter. Hintergrund ist die Hitzewelle, die Felder, Wiesen und Wälder austrocknet. Eine Folge: Während zuletzt nur in vereinzelten Regionen Ausschau nach Waldbränden gehalten werden musste, steht nun der ganze Regierungsbezirk unter Beobachtung. Der deutsche Wetterdienst ordnet die Waldbrandgefahr in nahezu ganz Schwaben auf die Stufen drei und vier von insgesamt fünf ein. Und der Grasland-Feuerindex zeigt überall Stufe vier an. Ein Ende der Gefahr scheint nicht in Sicht. „Wir fliegen so lange, bis es wieder ein paar Tage lang regnet“, sagt Möst. Das könne dauern. Möst lenkt das rot-weiße Kleinflugzeug über ein Waldstück. In der engen Kabine wird jedes andere Geräusch durch das Dröhnen des Motors übertönt. Durch das Grün am Boden schlängeln sich vereinzelt kleine Wege. Über Orten wie diesem müssen die beiden Beobachter besonders aufmerksam sein. Denn wenn sie ein gerade erst beginnendes Feuer übersehen, könnte sich daraus ein gefährlicher Waldbrand entwickeln.

Vier Hektar Weizen brannten ab

Wie ernst die Lage ist, weiß Drollinger. Neben seinem Ehrenamt als Luftbeobachter arbeitet er hauptberuflich als Klimaschutzmanager im Landratsamt Neu-Ulm. Seit drei Jahren fliegt er bei den Luftrettern mit. Er sagt: „Heuer ist es trockener als in den vergangenen Jahren.“ Die seit Wochen andauernde Hitze dörre den Boden und die Pflanzen aus. Ein Funken könnte da schon enormen Schaden anrichten. Wie schnell das gehen kann, zeigt ein Beispiel aus Ichenhausen vor zwei Wochen, von dem der Pilot Möst erzählt. Auf einem Flug habe er dort eine „riesige schwarze Rauchsäule“ auf einem Weizenfeld gesehen. „Wir sind natürlich sofort hingeflogen“, erzählt er. Aus der Nähe erkannte er dann die Ursache: Auf einem Feld war ein Mähdrescher in Brand geraten. Das Feuer griff auf den Acker über. Vier Hektar Weizen brannten ab. Möst konnte nichts mehr tun. „Die Feuerwehr war schon da.“

Ihre Route führt die Beobachter über weite Teile des westlichen Schwabens. Von Illertissen geht es zuerst nach Krumbach, dann nach Memmingen, Grönenbach, weiter nach Bad Wörishofen, Thannhausen und Burgau und über Weißenhorn zurück. Ein Autofahrer würde für die Strecke mehr als vier Stunden brauchen. Möst und Drollinger brauchen eine. Der Blick in die Ferne und auf die vielen kleinen Dörfer, die sich in der hügeligen Landschaft zu verstecken scheinen, bereitet trotz des diesigen Wetters einen einmaligen Anblick. Doch Augen für das Panorama haben die beiden Beobachter nicht. Konzentriert achten sie auf alles am Boden, was auch nur im Entferntesten nach einem Brand aussieht. Und wenn sie etwas entdecken, lenkt Möst seinen Flieger vorsichtshalber immer dorthin – auch wenn es am Ende doch kein Brand ist. Aus der Flughöhe von gerade einmal 300 Metern – die reguläre Flughöhe für Kleinflugzeuge beträgt 600 Meter – erkennt man jeden Lastwagen, jedes Auto. Immer wieder blitzen die Solaranlagen auf den Dächern der Häuser auf. Die beiden Männer lenkt das jedoch nicht ab.

Geflogen wird immer nachmittags, wenn es am heißesten ist. Für den Piloten und seinen Nebenmann ist das eine zusätzliche Belastung. Unter dem Plexiglas des Cockpits bieten nur die Wolken am Himmel Schatten. Deswegen gehören zur festen Ausrüstung auch Hut und Sonnenbrille. Die Hitze hält das jedoch nicht ab. Nach einer Stunde in der Luft sind die T-Shirts der Beobachter oft völlig durchgeschwitzt.

Im Ernstfall werden sie zu Lotsen

Wenn die Luftbeobachter dann mal einen Brand entdecken, läuft ein vorbestimmtes Prozedere ab. Zuerst melden sie das Feuer der Leitstelle in Krumbach und beobachten weiter die Brandentwicklung. Wenn die Einsatzkräfte der Feuerwehr anrücken, müssen die Piloten sie oft zum Brandherd lotsen. „Wir sind aber wesentlich schneller als die am Boden“, sagt Möst. „Das heißt, wir müssen sehr viele, sehr enge Kurven fliegen, damit wir die Kollegen nicht aus den Augen verlieren.“ Ungeübten Mägen kann es da schon mal unangenehm werden. Nach knapp einer Stunde lässt Möst den Flieger wieder auf der Landebahn in Illertissen aufsetzen. Er schießt die Wiese entlang, bevor er zur Lagerhalle rollt. Außer der Staubwolke gab es heute keine Vorkommnisse. Drollinger sagt: „Das ist auch gut so.“

 

Quelle: Landkreis Günzburg: Die Feuersucher halten in der Region Günzburg Ausschau  – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 09.08.2018 – 09:52 Uhr

Warum brennen gerade so häufig Fahrzeuge?

Bild: Motzer/Feuerwehr

Die Fälle im Landkreis Günzburg häufen sich derzeit. Die Feuerwehr und ein Werkstattleiter erläutern die Gründe für brennende Wagen.

In den vergangenen Wochen haben sich Meldungen von Polizei und Feuerwehr im Landkreis über brennende Fahrzeuge gehäuft, gerade auf der Autobahn. Doch woran liegt das? Kreisbrandinspektor Wolfgang Härtl erklärt auf Anfrage unserer Zeitung, dass fast durchgängig technische Defekte die Ursache für die Brände gewesen seien. Mal war es ein Motorschaden, mal ein Ölverlust, mal eine defekte Abgasrückführung. Es sei ein „unglücklicher Zufall“, dass sich diese Fälle gerade häuften. Die Fahrzeugtechnik sei viel komplexer als früher, da könne auch mehr passieren, gerade im Bereich der Abgasrückführung gebe es höhere Temperaturen. Aber auch der extrem heiße Sommer trage sicher seinen Teil bei. Wenn ein Fahrzeug in Brand gerät, kann sich dieser schnell auf die Umgebung ausbreiten, so wie kürzlich bei Limbach, als auch die Böschung neben der Autobahn Feuer fing.

Weitere Faktoren seien momentan sicher die hochbelastete Autobahn mit Urlaubsverkehr. Grundsätzlich wichtig sei es, einen Feuerlöscher an Bord zu haben, um entstehende Brände bekämpfen zu können. Wenn mehrere Fahrer mit ihren Löschern zusammenarbeiten, könnten sie viel bis zum Eintreffen der Feuerwehr ausrichten, die ja erst einmal anfahren muss.

Der Werkstattleiter Pkw im Autohaus Zanker in Günzburg, Martin Miller, erklärt, dass Fahrzeugbrände zu 80 Prozent auf defekte Kabel zurückzuführen seien, wo etwas schmore oder angescheuert sei. Der Austritt von Kraftstoffen spiele auch eine Rolle. Zwar staue sich die Hitze unter der Motorhaube, das allein sei aber kein Auslöser. Ein Mehr an Technik spiele keine Rolle. Oft sei eine schlechte Wartung der Wagen das Problem, eine umfassende Inspektion sei wichtig.

 

Quelle: Landkreis Günzburg: Warum brennen gerade so häufig Fahrzeuge? – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 09.08.2018 – 09:48 Uhr

Vermisster auf Donau mit Hubschrauber und Boot gesucht

Bild: Erich Herrmann

Polizei und Feuerwehr sind am Dienstagnachmittag bei Leipheim unterwegs gewesen. Ein Mann benötigte dringend ärztliche Hilfe.

Polizei und Feuerwehr haben am Dienstagnachmittag nach einem Mann gesucht, der dringend ärztliche Hilfe benötigte. Angehörige hatten ihn gegen 14.45 Uhr bei der Polizei als vermisst gemeldet. Daraufhin begann ein Einsatz, an dem mehrere Beamte der Inspektion Günzburg, der Autobahnpolizei, der Inspektion Burgau und der Operativen Ergänzungsdienste aus Neu-Ulm samt Fahrzeugen und einem Diensthund sowie die Feuerwehr Leipheim mit elf Kräften, drei Fahrzeugen und einem Boot beteiligt waren. Die Polizei setzte auch einen Hubschrauber ein. Die Fahndung wurde durch die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West koordiniert.

Gegen 18 Uhr konnte der Vermisste nach einem Hinweis neben der Donau im Bereich Leipheim von der Besatzung des Hubschraubers gesichtet werden. Polizisten und Feuerwehrleute kümmerten sich dann um den Mann. Er wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Für die Feuerwehr war es ein Einsatz in normalem Umfang, sagt Leipheims Kommandant Martin Schmitz auf Anfrage unserer Zeitung. Sie sei ab und an auf der Donau unterwegs, um dort Vermisste zu suchen. Wie die Polizei ist auch er froh, dass der Mann wohlbehalten gefunden werden konnte.

Quelle: Leipheim: Vermisster auf Donau mit Hubschrauber und Boot gesucht – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 08.08.2018 – 08:15 Uhr

BGH: Haftungsmaßstab bei einem Feuerwehreinsatz bei der Brandbekämpfung geklärt

Symbolfoto

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in seinem Urteil vom 14. Juni 2018 (III ZR 54/17) den Haftungsmaßstab geklärt, der bei einem Feuerwehreinsatz bei der Brandbekämpfung gilt.

Der Sachverhalt war ein Brand aus dem Jahr 2010, bei dem ein Auslieferungslager und ein Verwaltungsgebäude brannten. Dabei ging es um den Einsatz eines speziellen Schaumes zur Brandbekämpfung.

Die Klägerin ist Eigentümerin eines Grundstücks, auf dem sich das Auslieferungslager und das Verwaltungsgebäude eines Handelsunternehmens befanden. Am Abend des 8. Februar 2010 brach dort ein Feuer aus, das auf das Lager- und das Verwaltungsgebäude übergriff. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass der Brand der Lagerhalle nicht mehr zu löschen war. Sie bemühten sich, das Ausbreiten des Feuers auf eine benachbarte Lagerhalle zu vermeiden. Zu diesem Zweck setzte die Feuerwehr zwischen der brennenden Halle der Klägerin und dem benachbarten Lagergebäude ein perfluoroctansulfathaltiges Schaummittel ein. Die Schaumbestandteile gelangten in das Erdreich und das Grundwasser. Die beklagte Stadt gab der Klägerin auf der Grundlage des Bundes-Bodenschutzgesetzes sowie des Landes-Bodenschutz- und Altlastengesetzes umfangreiche Maßnahmen zur Sanierung ihres Grundstücks auf.

Die Klägerin verlangt von der Beklagten u.a. die Erstattung der bislang angefallenen und die Freistellung von künftigen Kosten für die Sanierung ihres Grundstücks infolge des Einsatzes des fluorhaltigen Schaums sowie den Ersatz des Wertverlustes, den ihr Grundstück trotz durchgeführter Sanierung erlitten habe. Sie hat vorgetragen, der von der Feuerwehr der Beklagten verwendete Löschschaum habe unter Berücksichtigung des dadurch verursachten Schadens nicht eingesetzt werden dürfen. Ein Ausbreiten des Brandes habe auch ohne den Einsatz des Schaums verhindert werden können.

Der Prozessverlauf

Das Landgericht hat die Klage dem Grunde nach für berechtigt erklärt. Das Oberlandesgericht hat die Berufung der Beklagten zurückgewiesen.

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs

Der III. Zivilsenat hat die Revision der beklagten Stadt zurückgewiesen. Die Vorinstanz hat rechtsfehlerfrei erkannt, dass die Entscheidung des Einsatzleiters der Feuerwehr, den perfluoroctansulfathaltigen Schaum zu verwenden, um einen Übergriff des Feuers auf die benachbarte Lagerhalle zu verhindern, ermessensfehlerhaft und damit amtspflichtwidrig war und der Einsatzleiter dabei auch (einfach) fahrlässig handelte.

Ihm – und der Beklagten – kommt nicht das Haftungsprivileg im Sinne von § 680 BGB zugute. Im Rahmen des Amtshaftungsanspruchs gemäß § 839 Absatz 1 BGB begründet grundsätzlich jeglicher Grad von Fahrlässigkeit die Haftung wegen einer Amtspflichtverletzung. Dies gilt auch für die im Rahmen eines Noteinsatzes erfolgende öffentlich-rechtliche Gefahrenabwehr. Einer Absenkung des Haftungsmaßstabes bedarf es in solchen Fällen nicht. Amtsträger, zu deren Pflicht die „berufsmäßige“ Abwehr einer dringenden Gefahr gehört, sind typischerweise auf die hiermit verbundenen Noteinsätze vorbereitet. Sie sind hierfür ausgebildet und können auf entsprechende Erfahrungen aus dem Berufsalltag zurückgreifen. Das Risiko eines Fehlverhaltens solcher professionellen Nothelfer ist deutlich geringer als bei zufällig hinzutretenden Personen. Die für die Amtspflichtverletzungen ihrer Amtsträger gemäß Artikel 34 Satz 1 des Grundgesetzes haftenden öffentlich-rechtlichen Körperschaften sind zudem gegen die mit Feuerwehreinsätzen verbundenen finanziellen Risiken und Kosten besser abgesichert als der private Nothelfer. Würde dagegen für die gesamte öffentlich-rechtliche Gefahrenabwehr, soweit sie Notsituationen betrifft, ein reduzierter Haftungsmaßstab gelten, wären bedeutende Bereiche staatlicher Tätigkeit von der Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgenommen. Eine derartige Haftungsprivilegierung ist mit den Grundsätzen der Amtshaftung weder vereinbar noch ist sie erforderlich. Denn der besonderen Situation eines Noteinsatzes kann auch im Rahmen der Prüfung des Vorwurfes der einfachen Fahrlässigkeit hinreichend Rechnung getragen werden.

Vorinstanzen:

LG Baden-Baden – Urteil vom 24. Juli 2014 – 3 O 4/11

OLG Karlsruhe – Urteil vom 23. Januar 2017 – 1 U 146/14

Die maßgeblichen Vorschriften lauten

680 BGB

Geschäftsführung zur Gefahrenabwehr

Bezweckt die Geschäftsführung die Abwendung einer dem Geschäftsherrn drohenden dringenden Gefahr, so hat der Geschäftsführer nur Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit zu vertreten.

839 BGB

Haftung bei Amtspflichtverletzung

(1) Verletzt ein Beamter vorsätzlich oder fahrlässig die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so hat er dem Dritten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. …

Art. 34 GG

Verletzt jemand in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so trifft die Verantwortlichkeit grundsätzlich den Staat oder die Körperschaft, in deren Dienst er steht.

Quelle: BGH: Haftungsmaßstab bei einem Feuerwehreinsatz bei der Brandbekämpfung geklärt – Stand: 08.08.2018 – 13:44 Uhr

Motorrad und Pkw kollidieren auf der Staatsstraße

Ein Verkehrsunfall ereignete sich am 07.08.2018 auf der St2028, bei dem ein Motorradfahrer und ein Pkw-Lenker verletzt wurden.

Am gestrigen Dienstag gegen 16.00 Uhr befuhr ein Motorradfahrer die Staatsstraße von Günzburg in Richtung Offingen. Auf Höhe der ersten, südlich gelegenen Einfahrt missachtete ein aus Rettenbach kommender Fahrzeuglenker die Vorfahrt des Kradfahrers. Dieser leitete sofort eine Notbremsung ein und kam dadurch zum Sturz. Er schlitterte über die Straße und kam auf einem angrenzenden Feldweg zum Liegen. Sein Motorrad der Marke Suzuki prallte gegen die linke hintere Seite des Pkw und schob diesen noch auf eine Leitplanke.

Der Kradfahrer wurde verletzt und ebenso wie der Pkw-Lenker mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus Günzburg eingeliefert. An den beteiligten Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von gesamt rund 9.000 Euro. Sie mussten abgeschleppt werden. Die Feuerwehr Rettenbach war mit zwölf Mann zur Absicherung der Unfallstelle im Einsatz.

Quelle: Rettenbach: Motorrad und Pkw kollidieren auf der Staatsstraße – Stand: 08.08.2018 – 13:00 Uhr